Hast du schon mal ein Werbeplakat von Nahem angeschaut? Ich meine ein richtiges Werbeplakat, nicht eines, das ein kleiner Bub an die Tramhaltestelle hängt, um zu verkünden, er verkaufe vor seinem Haus selbstgepressten Orangensaft für Einfrankenfüfedriisg. Nein, ich spreche von einem grossen Plakat einer grossen Firma, welches ein grosser Mann mit einem grossen Pinsel und einem grossen Leimkübel auf eine grosse Plakatwand kleistert. Wie zum Beispiel jenes der Firma Sloggi, das momentan die berner Männerköpfe verdreht. Hast du dir schon mal die Mühe gemacht und an den Knackärschen der adretten Damen vorbeigeguckt? Und dir beispielsweise überlegt, wo und wie die drei, die einem den Rücken zudrehen, die Leiter halten? Jeweils die linke Hand befindet sich genau bei einer Leitersprosse. Na, dann viel Spass beim halten! (Kleiner Tipp an den Fotomonteur: lass beim nächsten Mal die Leiter doch einfach weg, die interessiert eh nicht. Und die Äpfel im Korb sind auch viiiel zu gross!)
Monat: September 2003
Besuchstag beim Spiel in Aarau
Irgendwie läuft es eben doch immer gleich ab.
Gestern liess ich alte Zeiten aufleben: Ich war mit Marc am Besuchstag der Spiel-RS in Aarau. Besser gesagt, dem «Rekrutenspiel der RS Aarau 2, 2003», wie sie’s immer so schön umständlich ausdrücken. In aller Herrgottsfrühe machten wir uns mit dem Zug auf den Weg und kamen im Nieselregen auf dem wunderschönen Kasernenareal an. Bei unserem Besuchstag hat wenigstens die Sonne geschienen … naja.
Beim Empfang bekamen wir gleich ein farbiges Blatt in die Hand gedrückt, das uns als der gelben Gruppe zugehörig auswies. Der Lösungssatz des Wettbewerbs, der auf dem Blatt aufgedruckt war, lautete – wie konnte es anders sein – «With Passion to Perfection» (kleiner Tipp an alle, die das nächste Rekrutenspiel besuchen wollen: merkt Euch diesen Satz!). Naja, was soll ich noch weiter sagen: wenn du schon mal an einem Besuchstag des Aarauer Spiels warst, weisst du schon, wie’s abläuft: so wie immer. Und falls du (noch) nicht warst, hast du auch nicht viel verpasst.
Das Highlight war eindeutig die Rückreise im Zug, respektive der Antritt ebendieser. Wir trafen just zu dem Zeitpunkt am Bahnhof ein, als die fahrplanmässige Abfahrt unseres Zuges nach Bern hätte erfolgen sollen. Natürlich sind wir gerannt, und haben tatsächlich mit Freude feststellen können, dass der Zug noch am Perron stand. Allerdings schon mit geschlossenen Türen. Und da fuhr er auch schon ab. Wusstest du, dass man die Türe auch bei einem fahrenden Zug noch öffnen kann? – Ich auch nicht. Aber jetzt weiss ich es. Und ich weiss auch, dass es doch recht fetzig ist, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Natürlich will ich hier niemanden dazu ermuntern. Merkt Euch das, liebi Chinde!, man springt nie auf einen fahrenden Zug auf, verstanden! Das ist nämlich gefährlich!
Nachdem nun meine heutige Erziehungsstunde vorbei ist, kann ich mich den wichtigen Dingen widmen. Zum Beispiel am Konzert vom Corni. Der hatte heute mit Blechzeit, seinem Brass-Quintett, das erste offizielle Konzert in der Orangerie Elfenau zu Berne. Und sie haben formidabel geklungen und mit witzigen Ansagen durchs Programm geführt. Leider bin ich zu wenig musikkundig, um hier eine kompetente Abhandlung ihres Könnens hinzutätschen. Aber meine Begeisterung sollte dir eigentlich Grund genug sein, ihre nächsten Konzerte zu besuchen!
Nachträglicher Dank
Fast hätte ich die Yole vergessen!
Mir ist in der Tat noch jemand eingefallen: ein grosses Dankeschön geht an Yole, deren Aspirin mich am Samstag Abend vor den sicheren Kopfschmerztod bewahrt hat! Merci! 🙇🏻♂️