Logische Spielereien mit dem Tagesgespräch

Wie lustig doch so ein kleiner Satzstellungsfehler sein kann!

Das Tagesgespräch um 13:00 auf DRS 1 ist immer wieder ein Ohr wert. Heute, zum Beispiel, ging’s um biologische Kampfstoffe. Der Experte gab dem Journalisten, dessen Name mir leider entfallen ist, artig Auskunft. Die Fragen gefielen mir jedoch fast besser als die Antworten. Mein Favorit: die Frage drehte sich darum, ob es denn auch möglich wäre, einen Krankheitserreger zu züchten, der nur bestimmte Ethnien anfiele, also zum Beispiel (ich zitiere wörtlich) «(…) e Schwarzi chrank macht und e Gsunde wyss laht.» Wie bitte??? Doch, so hat er’s gesagt! Das dünkt mich interessant, denn es lässt sich daraus einiges schlussfolgern:
Ein gesunder Schwarzer kann krank werden. Ein Gesunder ist schwarz oder weiss. Ein Weisser ist immer Gesund und ein Kranker demzufolge immer schwarz. Dies lässt natürlich herrliche Sparmassnahmen zu:

  1. Sofort alle Weissen aus dem Spital werfen. Die simulieren nur.
  2. Keine krankheitsbedingten Arbeitsausfälle eines weissen Arbeitnehmers mehr akzeptieren. Eine Frau, die vorgibt, Migräne zu haben, lügt, es sei denn, sie wäre schwarz.
  3. Weisse müssen keine Krankenkassenprämien mehr bezahlen. Mit dem gesparten Geld können sie dann die Wirtschaft ankurbeln.
  4. Erfinde weitere lustige Beispiele!

Charade Konkurs. BEA besucht.

Viel ist geschehen seit dem letzten Beitrag. Lies es hier nach.

Es ist so viel geschehen, und ich bin nie dazugekommen, es aufzuschreiben! Also mache ich das jetzt, mit einem grossen Beitrag.
Am Freitag musste ich mit grosser Bestürzung aus der Zeitung erfahren, dass der Kostümverlieh Charade (früher noch Strahm & Hügli) nach 96 Jahren sein Geschäft aufgibt! Nun werd‘ ich mir zu Silvester wohl nie mehr einen Frack oder einen Smoking mieten können :-(. Sicher, es gäbe wohl noch andere Verleihe, aber die sind halt nicht dasselbe. Nun. Charade geht nicht einfach so Konkurs, sie machen wenigstens eine Totalliquidation. Das heisst, ich könnte mir dort für 300 Franken einen Smoking kaufen! Dann wäre ich auch endlich das Problem los, dass ich immer noch keinen adäquaten schwarzen Veston in meiner Grösse besitze 😉 . Also, ich warte auf deine Spende!
Am Samstag, also gestern, habe ich mir endlich eine Agenda für das laufende Jahr gekauft! So ein Palm ist zwar schön und gut, und zum Spielen während einer langweiligen Vorlesung bestens geeignet (ich empfehle Space Trader), aber irgendwie ist eine papierne Agenda halt doch einen Tick praktischer zum Termine verwalten: man kann’s schnell reinschreiben und hat viel den besseren Überblick, wo es Kollisionen geben könnte. Jetzt habe ich zum Beispiel herausgefunden, dass sich KMB und RBB tüchtig ins Gehege kommen, und das ausgerechnet vor dem Wettbewerb am 5./6. Juni! Mal schauen, was ich da noch drehen kann…
Und heute war ich an der BEA. Zum ersten Mal seit etwa 10 Jahren. Das ist noch ganz spannend: in der einen Halle hat’s kleine Püdel, das heisst: berner Sennenhunde, in einer anderen Halle gibt’s Waschmaschinen und Mikrowellen zu bestaunen, eine weitere nennt sich «Berner Bier Halle» (ein viel sagender name. Trotzdem habe ich nichts getrunken), und dann gibt’s eine Halle mit Schweinen, Ziegen und Schafen, in welcher gleichzeitig auch feinstes schweizer Schweine- und Lammfleisch feil geboten wird – irgendwie makaber, findest du nicht auch? Tja, und dann hatte es tausende und abertausende von Leuten! Ein riesen Gestungg hat geherrscht. Ich stand mit Hubi gerade vor einem Stand an, damit er sich eine «Militär Käseschnitte» erstehen konnte, als plötzlich eine bestimmte, schon fast militärisch anmutende Stimme «Uf d Site stah, syt so guet!» verkündete, und schon zog ein ganzer Alpumzug mit geschmückten Kühen, kutschenziehenden Eseln und kurzbeinigen Lamas an uns vorbei. Eine wahre Pracht. Wir begegneten diesem Zug noch ein zweites Mal. Dort muss vorne irgend etwas gestockt haben, denn sie hielten einen Moment lang an, und diesen Moment nutzte das Blüemli oder Rösi oder Elsi (oder wie die Kuh auch immer hiess) dazu, den Schwanz zu lüpfen und die Blase zu entleeren. Der dicke Strahl spritzte natürlich entsprechend der Fallhöhe stark (und die Fallhöhe eines Kuhurinstrahls ist grösser, als man gemeinhin annehmen möchte). Dies bemerkte der Kuhführer, der gleich hintendran stand, leider etwas spät, so dass er seine Trachtenhose mittlerweile der Reinigung übergeben haben dürfte.
Und zu guter letzt will ich dir noch etwas vom Thunplatz berichten, das entwickelt sich ja langsam zu einer Tradition. Als ich auf dem Heimweg von der BEA also beim Thunplatz vorbei kam, fuhr vor mir ein heller Wagen, und er verliess den Kreisel, ohne zu blinken, der Herr BE 332971. Aiaiai, das macht man nicht!

Heuschnupfen

Nun geht’s wieder los mit dem leidigen Geniese und Geträne!

Kennst du das Gefühl, wenn’s in den Augen brennt, im Rachen juckt und in der Nase kribbelt? Genau dieses Gefühl begleitet mich schätzungsweise 24 Stunden am Tag. Wenn ich schlafe merke ich es zum Glück zwar nicht, aber dafür umso stärker beim Erwachen. Letzte Woche war ja die Birkenpollenbelastung in Bern geradezu abartig hoch! Mit einem Höchstwert von 1516 Pollen pro m³ (70 Pollen/m³ gelten bereits als starke Belastung!) kam das glaube ich einem Jahreshöchstwert schon erstaunlich nahe. Henu, jetzt sieht’s ja nach Gewitter aus. Das putzt dann die Luft rein und schon geht’s mir wieder blendend.
Ginge es mir blendend, sollte ich besser sagen. Wenn ich nicht noch so viele Aufgaben hätte. Und so schwierige! Kannst du mir bitte sagen, wie ich zeigen soll, dass Median, Mittelwert und Interquartilabstand L-Statistiken sind? Ich auch nicht… 😕

4 °C im Sommer!?

Das Wetter spinnt!

Willkommen im Winter. Meine gestrige Begrüssung des lang ersehnten Sommers kam wohl etwas verfrüht – oder hast du schon mal 4 °C im Sommer erlebt? Eiseskälte musste ich ertragen, als ich vorhin von der Uni nachhause fuhr. Und als mir dann beim Bundeshaus noch Ueli «der Mund» Maurer entgegenkam, wurde es gerade noch einmal etliche Grad kühler.
Jetzt muss ich meine Handschuhe wieder hervorkrämern und den Schal und die dicke Winterjacke anziehen! Hätte ich doch nur mein Winterfell auf dem Kopf noch einige Wochen länger wachsen lassen, dann wäre ich nun auf ganz natürliche Weise gegen die Widrigkeiten der Natur geschützt! 🙁

Pingpongturnier

Der erste Match der Saison.

Hiermit erkläre ich den Sommer für offiziell eröffnet! Ich habe nämlich gerade den ersten Pinpongmatch dieser Saison gespielt.
Das heisst: eigentlich nicht nur einen Match, sondern deren 4. Man könnte das schon fast ein Turnier nennen! Da fällt mir auf: «nennen» ist ein Palindrom! Das hat aber nichts damit zu tun.
Im ersten Match gab’s einen veritablen Fotofinish: 21:20, mein Aufschlag. Leider verlor ich den Ball, und mein Vater konnte zum 21:21 ausgleichen. Und gleich darauf auf 21:22 ausbauen. Aber ich zog nach zum 22:22, dann stands 22:23, 23:23, 24:23, 24:24, 25:24, und schon wurde es immer kribbeliger, als mein Vaten nochmal ausgleichen konnte, aber ich schaffte das 26:25, und zu guter letzt endlich den Sieg: 27:25. Hui! Der nächste Match fiel dann mit 21:17 schon klarer zu meinen Gunsten aus, und beim dritten schaffte ich gar einen 21:12-Sieg. Als ich dann aber im Letzten «nur» noch ein 21:16 schaffte, wusste ich, dass es nun Zeit zum Aufhören war – schon alleine deshalb, weil ich mir sonst all die Resultate nicht mehr hätte merken können. Und was hätte ich dann hier schreiben sollen? 😉