Das Glück ist einem nicht immer hold, und so lautet denn die Bilanz nach dem heutigen Abend 9.5 : 1.5, aber das bedeutet wiederum, dass es nur noch viel mehr nur noch besser für mich kommen kann. Ich freue mich auf die besseren Zeiten.
Meine Damen und Herren, es folgen nun die wirren Gedanken zur Nacht.
Gedanke Numero Eins: Die Tour de France befindet sich in der Startphase. Im Nelson läuft rund um die Uhr ein Fernsehapparat, so auch heute Nacht, und dort zeigte Eurosport alle Teams und alle Fahrer. Besonders erwähnenswert ist der C. Wegelius aus dem Team Liquigas, nicht nur, weil es uhueren super wäre, wenn er Cornelin zum Vornamen hiesse, sondern auch, weil er bei einer Körpergrösse von 1 Meter 80 (2 cm grösser als ich) läppische 62 kg wiegt. Da bringe sogar ich mehr auf die Waage, und das will was heissen! Heute mass ich meine Masse, und die beträgt im Rohzustand satte 64 kg, was einen BMI von exakt 20.199469764 ergibt. Cornelin kommt lediglich auf 19.135802469 und ist somit untergewichtig. Kein Wunder, muss der dopen!
Gedanke Numero Zwo: Auf dem Nachhauseweg fing es kurz nach dem Helvetiaplatz an, das ungute Gefühl, hier habe ein unglaublich dummer Mensch gewütet. Und zwar, als ein umgestossener Blumentopf am Strassenrand lag. Bei näherer Betrachtung liess sich eine regelrechte Spur der Zerstörung bis hin zum Thunplatz verfolgen: Umgestossene Fahrräder und Fahrradanhänger reihten sich an aus der Verankerung gerissene «heute»- und «20-Minuten»-Kästen, und unterwegs begegneten wir bei der Telefonzelle dem abgehängten Telefonhörer. Da war wirklich ein unglaublich dummer Mensch am Werk. So einem sollte man nicht den Alkohol verbieten, sondern ihm zwangsmässig gleich die Leber entfernen. Diese könnte man einem leberbedürftigen Menschen eintransplantieren, der gewiss nicht solchen Unsinn anstellen würde mit seinem Alkohl im Blut. Zudem stelle ich mir die Leberzwangsentnahme sehr lustig vor. Wer Monty Python’s Meaning Of Life kennt, weiss, wovon ich spreche.
Gedanke Numero Drei: Es gibt Leute, die haben vor nichts Respekt. Die pissen — excusez l’expression — in aller Öffentlichkeit und direkt neben einer Tramhaltestelle an einen «heute»-Kasten. Und erdreisten sich dann sogar, sich danach nicht einmal die Hände zu waschen. Aber dass dies eh nicht nötig ist, haben wir ja bereits gestern erfahren. Jedenfalls konnten es mein Schachpartner und ich kaum glauben, als wir beim Helvetiaplatz ebendieses Schauspiel mitansehen mussten.
Der Gedanken sind genug gedacht, lasst Träume folgen!
Gute Nacht!