Firefox 3.5!

Ich finde, ich darf auch mal wieder etwas technisches schreiben.

Firefox 3.5 ist da!

Mozilla Firefox – der Webbrowser


Du solltest umgehend die neue Version installieren, wenn du noch nicht mit 3.5 unterwegs bist. Wieso? Weil es sich einfach lohnt, deshalb. Wenn du gar zu der bedauernswerten Bevölkerungsgruppe zählst, die das WWW mit dem Internet Explorer von Microsoft unsicher macht (du weisst schon, «Das blaue «e» auf dem Bildschirm»), dann rette einem Webentwickler das Leben indem du umgehend umsteigst! Oder lasse deinen Computer für immer ausgeschaltet …

Freude, Freude, der neue Firefox ist da!

Der Lanzenbruch

Ich fühle mich bemüssigt, einem verachteten Zeitgenossen zum nötigen Ansehen zu verhelfen. Es kann nämlich nicht angehen, dass er, und seinetwegen auch ich, immer wieder Ziel von Hohn und Spott wird. Die Rede ist vom Schabziger.

Kürzlich erst wurde ich als «Wüstling» beschimpft, bloss weil ich mich dem Genuss des original Glarner Schabzigers hingegeben hatte und mir zum Frühstück ein Brot mit besagtem Aufstrich gönnte. «Schabziger zum Zmorge! Du Wüstling!», kommentierte lefey. Ganz klar der Ausspruch einen Ignoranten.

Ein Andermal genoss ich ein Schabzigerbrot, während ich emsig Tätigkeiten am Computer vollzog. Mein geschätzter Mitbewohner und Pfarrer in spe betrat mein Zimmer und schnupperte mit gerümpfter Nase umher. «Säg itz nid, dass es stinkt!», warnte ich ihn, worauf er mir mit betont gutmütiger Miene entgegnete: «Oh nenei, es schmöckt nume chli speziell!» Ganz klar die Aussage eines Ignoranten.

Und wiederum ein Andermal öffnete ich den Kehrichtkübel in der Küche, um mich eines Abfallproduktes zu entledigen. Obenauf fand ich meinen (meinen!) Schabziger, zum Glück noch verpackt und somit nicht in Mitleidenschaft gezogen, zumal er erst seit Kurzem im Müll liegen konnte, hatte ich zum Frühstück doch noch davon gegessen. Es stellte sich heraus, dass meine geschätzte Mitbewohnerin ihn entsorgt hatte. Ganz klar der Gipfel der Ignoranz. «Aber er läuft ja bald ab und ist ja schon ganz grün», verteidigte sie sich. Ja, er ist grün! Weil er grün sein muss! Weil ein Schabziger nun mal grün ist! Und dass er bald abläuft, heisst ja nicht, dass er schon abgelaufen ist! Der ist noch gut, den kann man noch essen! Ich errettete ihn also vor dem Verbrennungstod in der KVA.

Man hat’s nicht leicht, weder als Schabziger, noch als Schabzigergeniesser. Wie ein gesellschaftlich Geächteter komme ich mir manchmal vor, wenn ich mir Sprüche anhören muss, die mich als Geschmacksverirrten, als Grüsel oder eben als Wüstling bezeichnen. Ich breche hiermit also eine Lanze für all diejenigen, denen es gleich ergeht wie mir und meinem geliebten Schabziger. Fehlte nur noch, dass all die Schabzigerhasser da draussen ebensowenig von Cenovis halten! Cenovis, neben Schabziger der wohl beste Brotaufstrich wo gibt’s!

Mein IBEX

Es ist an der Zeit, der Welt einen wahrhaftigen Meilenstein in meinem Leben kundzutun.

Wer mich ein wenig kennt – es braucht nicht einmal profunde Kenntnis meines Lebenswandels, oberflächliche Bekanntschaft reicht eigentlich schon völlig aus – der oder die weiss: Meine Fahrräder, die besorge ich mir an der Velobörse. Schon manch ein fahrbarer Zweiraduntersatz, den für wenig Geld ich dort erstand, hat mir lange treue Dienste geleistet. Mein aktuelles Velo, das wohl allseits bekannte blaue Cilo-Damenvelo mit unheilbar zertrümmertem Körbli auf dem Gepäckträger, besitze ich nun schon seit zwei Jahren, drei Monaten und acht Tagen.

Zweieinviertel Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere, wenn das Velo fast ständig den Unbillen des wankelmütigen Schweizer Klimas ausgesetzt ist, als da wären strömender Regen und brütende Sonnenhitze, und es nebenbei etliche Kilometer abzuspulen hat, mit einem wohlbeleibten Fahrgast wie mir obendrauf. Kein Wunder also, dass es zu leiden begonnen hat. Vor allem den Bremsen würde ich nachts und bei Regen nicht mehr über den Weg trauen, ich glaube gar, die würden sogar die eigene Grossmutter verkaufen, um im ungeeignetsten Moment versagen und mich in eine Wand rasseln lassen zu können.

Du siehst, worauf dies hier hinausläuft: Es war Zeit für einen Wechsel, Zeit, den müden Spieler vom Feld zu nehmen und durch einen fitten, jungen, wilden zu ersetzen. Also ging ich letzten Samstag auf die Pirsch.

Und ich wurde fündig. Ein Vorführmodell der Marke IBEX bei VeloKrea hat es mir dergestalt angetan, dass ich mich entschieden habe, es zu kaufen. Das Aussehen ist formidabel, ebenso die Ausstattung, und nun brause ich mit höchster Geschwindigkeit, ach, was sage ich!, mit wahnsinniger Geschwindigkeit durch die Gegend. Heute schaffte ich es in einer guten Viertelstunde nach Worblaufen, und wenn man meine Konstitution in Betracht zieht, so ist das eine Leistung, die sogar den Alex Zülle und den Oscar Camenzind vor Neid täte erblassen lassen, zumal ich Doping-frei unterwegs war (abgesehen von einem nahrhaften Schabzigerbrötli zum Zmorge. Mjam!).

Ich kann dir sogar ein Foto bieten! Leider nur eine schräge Rückansicht, aber immerhin. Siehe hier:

Mein neues Velo, Marke IBEX, Modell Around The Clock

Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Ein Bild könne ja, so sagt, wie der gebildete Bürger eventuell weiss, der Volksmund, mehr als tausend Worte aussagen.

Zu sagen gibt’s lediglich noch dies: Ich bin froh, sehr froh, nicht mehr in der Militärmusik dienen zu müssen. Denn wie sagte der designierte neue Chef der Militärmusik, Oberst Diener, sinngemäss, als er uns besuchte? «Damit d Militärmusig erfolgriich isch, müend er eifach spile, was d Lüüt wend ghöre. Also au meh volkstümlichi Sache, settig Arrangements git’s ja au! Also, s wichtigscht isch: Eifach spile, was d Lüt wend ghöre». Prost Nägeli!

Noch 2 Stunden. Der Countdown läuft.

Mir verbleiben noch 21 Minuten. Dann gibt’s Mittagessen. Es wird die letzte Mahlzeit, die ich auf Kosten von Väterchen Staat mir einverleiben darf. Ich hoffe auf eine Extra-Portion braune Sosse. Danach bestürme ich den Fourier, kralle mir meinen Sold, mein Sack und Pack und mache mich vom Acker. Für immer. Hihi!

Wer hätte gedacht, dass Abtreten so unspektakulär sein kann: Einen ganzen Morgen lang Nichtstun («Jetz ischt dr ganz Morgu lang IT, denne cheiwer am Viärtelvorelfu Zmittag ässun, u de am Nachmittag heiwer där Iisatz für där Chef der Armee»), und weil ich mich für den Chefderarmee nicht einsetzen mag, trete ich nach dem Mittagessen, welches heute schon um Viertelvorelf stattfindet, ab. Ich freue mich.

Auf bald, in Zivil!

Jesus spielt Bass

Du kennst sie, diese Plakate, welche allenthalben an Plakatwänden kleben und Reklame für ein berühmtes Musikal von Herrn Webber machen. Zu sehen ist von hinten ein Herr in weitem Gewand mit langem Haar, der, übers Wasser wandelnd, eine Gitarre geschultert hat.

Oder …?

NEIN! Nicht eine Gitarre ist es, sondern ein elektrischer Bass, unschwer erkennbar an den 4 Saiten und, wie mich mein wackerer Mitstreiter im Dienste des Vaterlandes Rafael aufklärte, an den Tonabnehmern. «Mitstreiter im Dienste des Vaterlandes» deshalb, weil ich zur Zeit meine Tage mit Rumsitzen, Nichtstun und Däumchendrehen verbringe, sprich: Im grünen Gewand, in hirnlosem Zustand, im WK.

Untergebracht bin ich unter der Adresse

Schlz Manuel Friedli
Mil Spiel Log Br 1
Militär 95537

wo ich mch über jegliche Fanpost freue, welche ich persönlich und zeitnah zu beantworten gedenke, und dies noch bis zum 12. Juni dieses Jahres. Am Mittag jenes Freitages werde ich mich verabschieden, meinen Plunder irgendwo im Estrich verstauen und ihn erst wieder hervorkramen, wenn ich zum Abgeben aufgeboten werde. Dir verbleibt also nur noch eine gute Woche, um mir jemals wieder ein Fresspaket oder einen faulenden Fisch zu schicken (gratis und Franko bis 5 Kilo mit dem Vermerk «Feldpost»). Ein faulender Fisch bietet sich besonders an, wohnen wir doch tief unter der Erde Berns im betonverpackten Bunker, worin sich faulender Fischgeruch besonders appetitlich zu verbreiten vermag.

So. Man liest sich!