Das Velo ist flott gemacht

Nun kann mich nichts mehr aufhalten!

Ich hatte schon Angst gehabt, ich könnte die Schaltung an meinem neuen Velo nicht gangbar machen, denn es fehlte so ein kleiner, spezieller Klemmring. Ich dachte mir, geisch mau bim Velomech verbi, der muss das ja haben. Aber nein, Fehlanzeige. Weder der Velo Hene noch der Herr Jakob hatten, was ich benötigte. Jedoch hatte der Herr Jakob die zündende Idee. Im Falle eines Falles, hat Oberleitner alles! Genau, der Gummioberleitner! Der hat ja wirklich alles, was das Herz begehrt, vom WC-Entstopfer über alle möglichen Schrauben bis zu Gummiband und Hängematte, und sogar so ein Metallringli, wie ich es brauchte!
Nun habe ich es montiert, und wenn’s draussen nicht schneien täte, würde ich auch noch die Schaltung einstellen. Aber bei dem Wetter vertage ich das. Fahren kann ich ja trotzdem einigermassen. Juhui! 😀

Velobörse! Velobörse! Velobörse!

Ich habe ein neues Fahrrad. Endlich!

Superzäpfe! Ein Veloverkauf der Stadtpolizei ist eine super Sache. Diesmal hatte ich mehr Glück als letztes Mal, denn gescheiterweise fand ich mich mit Hubi und Mare schon viertelvorzehn, also eine ganze Viertelstunde vor Türöffnung, an der Scheibenstrasse 64 ein. Trotzdem stand schon ein ganzer Trübel Menschen dort und wartete im Regen. Im kalten Regen, sollte ich vielleicht präzisieren.
Irgendwann schafften wir’s jedenfalls ins Innere des Hauses, und stürzten uns ins Getümmel. Ich wurde bald bei den Damenrädern fündig: eine uralte, hellgraue Schüssel mit rostiger Kette und 7-Gang-Ketten- und 2-Gang-Nabenschaltung für 20 Franken. Ein echtes Schnäppchen! Beim Velomech um die Ecke konnte ich sogar noch die Reifen aufpumpen lassen (Zitat Mech: «Chöme da no viu mit dene huere Göpple? Dass die Tschugger die Velo nid säuber chöi pumpe!»). Der Hubi hatte da weniger Glück, dem sein hinterer Schlauch hatte ein Loch. Dafür funktioniert sein Licht, und die Kette ist durch Blech geschützt. Für 50 Franken wird man das aber auch erwarten dürfen.
Unter diesen Umständen muss ich natürlich nächsten Samstag nicht mehr an die Velobörse gehen. Trotzdem könnte ich geschwind vorbeischauen, wer weiss, vielleicht finde ich ja noch ein anderes Schnäppchen, und dann habe ich ein Not-Velo für den Fall, dass mir wieder mal eines abhanden kommt.
Ich muss jetzt zuerst mal wieder auftauen (kalt ist es geworden, saukalt!), und dann kann ich zu schrübeln und grüblen beginnen an meinem neuen alten Drahtesel. Ich freue mich!

Käfigturmuhr: 14:00 oder 15:00?

Der zeiger meint dies, die Glocke das. Was stimmt nun?

Wir alle wissen, dass die Stadtverwaltung schnell und unkompliziert reagiert, wenn man ihr meldet, eine Uhr gehe falsch, vgl. hier, hier und hier. Nun bin ich gespannt, wie lange es geht, bis sie die Uhr am Käfigturm wieder auf Vordermann bringen.
Heute war ich nämlich um 15:00 auf dem Bärenplatz. Die Uhr zeigte aber 14:00. Und als sie dann schlug, tat sie es trotzdem 3 Mal. Ich habe nun das Tiefbauamt auf diese verwirrliche Situation hingewiesen. Nun heisst’s wieder mal abwarten und Tee trinken.

Tierpark: Suizidgefahr

Im Tierpark gibt es Tiere, denen geht’s so schlecht, dass sie sich selber umbringen!

Genau eine Woche ist’s her, da ich im Tierpark war. Zum Glück war ich nicht alleine dort, denn sonst hätte der Hubi nicht mit der Kamera seines Mobilfons eine unaussprechliche Tragödie festhalten können. Wir wurden Zeugen einer grausamen Geschichte, deren tragisches Ende mir heute noch schier die Tränen in die Augen treibt.

Wie es dazu gekommen ist, kann ich nicht sagen. Alles, was ich weiss, ist, dass das Schicksal einem armen Geschöpf so übel mitgespielt haben muss, dass dieses den Schmerz und das Leid dieser Welt und seines eigenen Lebens nicht mehr ertragen konnte. Sein Herz ist darob zerbrochen, und am Schluss sah die arme, weisse Ratte keinen anderen Ausweg, als sich im Wildkatzengehege zu erhängen:

Der weisse Fleck in der Mitte, das ist das arme Tierlein, das sich zweifelsfrei vom Baum gestürtz hat und nun an einem langen Draht von der Decke des Geheges baumelt. Gedenken wir seiner und legen eine Minute der Andacht ein.
Es war ein trauriger Tag, Dienstag vor einer Woche. 🙂