Quersumme? Acht, natürlich!

Dass die Quersumme stets 8 ist, das ist allgemein bekannt. Ein erstes Indiz dafür ist, dass eine Google-Suche nach «quersumme 8» ca. 126’000 Treffer ergibt, die Suche nach «quersumme» 190’000. Also bleiben für die Quersummen 0 bis 7 und 9 lächerliche 64’000 Treffer. Weshalb dies aber so ist, das wurde heute/gestern Abend im Sternen zu Köniz ein für allemal bewiesen. Ich kanns nun leider nicht mehr genau nachvollziehen, das Beweispapier liegt in meinem Rucksack und entzieht sich meiner momentanen Reichweite, aber ich kann mich immerhin noch daran erinnern, dass mit einer geeigneten Zurechtbiegung des Pythagoras der Beweis gelingt.

Was ich damit genau aussagen wollte, weiss ich auch nicht mehr, aber als kleine Bemerkung am Rande sei doch noch erwähnt, dass der Corni nun zumindest auf einen Beitrag trifft, wenn er morgen aus den Federn kriecht. Und du auch.

Bitte, gern geschehen.

*ratsch*, und schon muss man stossen

Über eine Uhr zu schreiben, deren kleiner Zeiger noch vor der grossen Zwölf steht, währenddem der grosse Zeiger bereits danach ist (hö? Deutscher Sprak schwerer Sprak? Ja, wird wohl so sein), ist halt eben doch nicht so erschöpfend, wie sich das der Reufi wohl vorgestellt hat, als er mir beim Zmittag vorgeschlagen hat, ich solle doch darüber bloggen, nachdem ich den Umstand bei der Uhr in der Mensa bemerkt hatte (achte dich mal! Es ist so!). Jetzt muss ich zwar zugeben, dass mir diese Uhr bereits zwei Sätze inklusive zweier Klammerbemerkungen beschert hat, und ich könnte es locker auf drei ausdehnen, inklusive Gedankenstrichbemerkung, aber ich will das Thema ja nicht überstrapazieren und komme nun zum Schluss zur Hauptsache, nämlech zu dr Chue, wie das Mani Matter so schön formuliert hat, wobei es sich bei mir nicht um eine Kuh handelt, sondern um das Schaltkabel meines Velos.

Handelte hätte ich schreiben sollen, denn unten am Thunstrassstutz ist mir der Cheib gerissen und weil ich mich darnach nicht mehr wagte, in die Pedale zu treten, habe ich es nach Hause gestossen, das ganze Velo, nicht bloss das kaputte Schaltkabel. Das lümmelt nun im Kehricht umenand, und ich will schwer hoffen, dass mit dem neu montierten Kabel zumindest das Schalten etwas leichter fällt.

So, und nun muss ich schreiben gehen, aber leider keinen Tagebucheintrag, sondern den ASD-Bericht. Der schreibt sich nicht von alleine. Leider!

Fachschaftsfest ’07

Das schönste an einem Fachschaftsfest? Abgesehen davon, dass der Eintritt mit 5 Franken durchaus moderat ausfällt, ist das grösste Plus die Rauchfreiheit. Du kennst ja meine Meinung zu am nächsten Morgen stinkender Kleidung. Aber eben, gestern blieb mir diese Ungemach erspart. Ausserdem war das Bier bezahlbar, die Musik nur kurzzeitig laut, der Nintendo64 eine willkommene Erinnerung an längst verflossene Zeiten, die Leute lustig, wenn auch gar spärlich anwesend. Und auch wenn ich im Yatzy nicht gewonnen habe (nach wie vor bin ich überzeugt, dass mir der Dezi irgend ein Unglückstränkelein ins Bier gemischt hat) und im Dart keinen einzigen Pfeil richtig versenkte, so kann ich sagen, dass ichs lustig hatte. Und das will was heissen.

Heuschnupfen im Jänner!?

«Bisch betrunke gsy, wode dä Biitrag hesch gschribe?» hat mich der Dezi impertinenterweise betreffend meinen letzten Beitrag gefragt (ich muss zugeben, ich weiss nicht, ob der Akkusativ in diesem Fall der richtige Fall ist. Ich tendiere eigentlich gen Genitiv. Belehrungen und Korrekturen bitte als Kommentar anfügen, danke). Ich weiss nicht mehr, was ich geantwortet habe. Ich sage bloss: wer mich kennt, weiss, dass ich nach 2 Bieren nicht mehr zurechnungsfähig bin.

Darum geht’s aber hier gar nicht. Hier geht’s darum, dass meine Augen beissen. Und hier ist beissen im urschweizerischen Sinn zu verstehen. Im Sinne von «Gopfertoori, mi het e Mugge i Scheiche gstoche, das biisst wiene Moore!», und nicht im Sinne von «Hünd, wo bäue, biise trotzdäm». Du verstehst? Das hochdeutsche jucken kommt zum Zuge. Meine Augen beissen, respektive jucken also ganz unerbarmungsvoll, um nicht zu sagen, erbarmungslos. Und niesen muss ich, als ob wir Hochfrühling hätten. Und das mitten im Januar! Am Feinstaub kann’s bigoscht nicht liegen, also bleiben wieder mal diese elenden Pollen als Verursacher übrig. Das Pollenbulletin lehrt mich, dass momentan eine mässige Belastung durch Haselpollen vorliegt, und ich bin geneigt, dieser Prognose Glauben zu schenken. Auch wenn ich dies lieber nicht täte. Aber so weiss ich wenigstens, dass die roten Augen naturgemacht sind, und nicht von zu wenig Schlaf herrühren. Eine beruhigende Diagnose.

Gute Nacht.

Ach ja, hierzu fällt mir ein, dass ein gewisser Dezi (oder war’s Guru? Oder Philipp? Oder Corni? Oder Marc? Oder gar noch jemand anders?) festgestellt hat, dass ich in letzter Zeit als Abschluss meiner Beiträge vermehrt eine gute Nacht wünsche. Eh, weshalb auch nicht, ich gehe eben davon aus, dass meine Blogeinträge vorzugsweise als Bettlektüre konsumiert werden! (Ach, auf diese Ausrede bin ich jetzt aber wirklich stolz! Gute Nacht!)

Von Massen und Melonen

Es ist schon komisch: Ich habe heute Abend in der Beiz genau zwei Zwiebelringe gegessen (neben den 2 Bieren, den vielem Pommfritz und dem ganzen Beilagengemüse), habe mir vorhin die Zähne geputzt, und trotzdem stinke ich aus dem Maul wie zwölf Zwiebelfabriken. Ein solch penetrantes Gemüse ist mir ja noch selten untergekommen. Nun weiss ich wenigstens, dass ich an Morgenden (Plural von Morgen? Mörgen? Morgende? Morgen? Wer weiss das schon so genau…), an denen ich am Abend zuvor noch einen Döner gespachtelt habe, nicht Kebab-, sondern Zwiebeldüfte an die Umwelt absondere.

Ein ähnliches Gemüse wie die Zwiebel ist die Melone. Die ist zwar kein Gemüse sondern eine Frucht, aber sie ist auch rund, wie eine Zwiebel. Obwohl die so einen lustigen Spitz hat, welcher der Melone abgeht… je länger ich darüber nachdenke, desto gefestigter wird meine Erkenntnis, dass eine Melone herzlich wenig mit einer Zwiebel gemein hat. Aber trotzdem musste ich die Überleitung schaffen, denn so einen Blogtitel wie «Von Massen und Melonen» kriegt man nicht alle Tage. Ich sollte eventuell erläutern, wie ich auf den Titel gekommen bin, aber da gibt es nichts zu erläutern, denn nicht ich bin darauf gekommen, sondern der Reufi.

Und zwar, als wir uns heute darüber unterhalten haben, dass die Erfindung von Mass und Gewicht eine überaus praktische ist. Stell dir vor, man müsste allenthalben sagen «Grüessech Frölein, i hätti gärn es Brot wo ungefähr so schwär isch wiene mittugrossi Wassermelone», oder «Guete Tag, Herr Ober! Hüt nimeni söfu Bier, wiene Honigmelone Saft het». Mal ganz abgesehen davon, dass die Satzkonstruktionen schlichtweg unmöglich sind und ins unendlich Komplizierte ausarten, wäre es auch wahnsinnig umständlich, sich andauernd merken zu müssen, wie schwer eine handelsübliche Wassermelone ist und wieviel Saft eine 08/15-Honigmelone enthält. Deshalb also können wir uns glücklich schätzen, dass in grauer Vorzeit einmal ein gescheiter Mann das metrische System mit seinen Grämmern und Metern erfunden hat. Was täten wir ohne es!

Und hier sind wir, um diametral vom bisherigen Thema abzuweichen, auf eine Satzkonstruktion gestossen, die mir im Hauchdeutschen nicht behagt. Auf Bärndütsch sagte man «Was mieche mr ohni ihns«, aber im Hochdeutschen gibt es dieses ihns nicht, und man bedient sich der unflektierten Form es. Und das tönt dann in meinen Ohren gar gewöhnungsbedürftig. Aber da heute der Abend bereits weit fortgeschritten ist, will ich dich des Lesezwangs entbinden und mich zu Bette begeben. Obschon ich es durchaus noch eine geraume Weile vor dem Computer aushielte, läuft doch momentan gerade Freak Power, und die halten einen wach bis in alle Ewigkeit. Aber ich merke gerade, wie die Intensität des Schreibflusses exponentiell abnimmt und in nicht allzu ferner Zukunft bereits dem absoluten Nullpunkt nahe zu kommen droht. Ich mache also jetzt wirklich und endgültig Schluss. Für heute. Nacht.
Schlaf gut.