Buff-tschagg-abuffbuff-tschagg!

So wie im Titel tönt’s nun bald wieder, wenn ich drömme. Denn ich habe mir was geleistet. Das heisst, meinem Drömm habe ich etwas geleistet: Einen Satz neue Felle, neue Schlagfelle jedenfalls, als Resonanzfelle lass ich vorerst noch die alten drauf. Ich denke, nach über 10 Jahren war der Wechsel mal fällig!

Heute Nachmittag habe ich afang das Snare neu bespannt, und nun rollen die Wirbel wieder wie von selbst. Oh, es ist eine wahre Freude, zu spielen! Mit den Toms kommt jetzt zwar noch ein Haufen Arbeit auf mich zu, aber was tut man nicht alles, um seinem Drömm einen Gefallen zu erweisen. Das Bassdrum-Fell wechsle ich allerdings noch nicht. Zuerst muss wieder ein Lohn aufs Konto.

Und bis das geschieht, kann ich mich getrost  ins Bett legen. Gute Nacht.

Hofstaat JFDP

Das Schönste an Wahlen sind die Wahlprospekte! Diese unnützen Zettel, wo die Köpfe aller Kandidaten darauf abgebildet sind, bereiten mir jedes mal grosse Freude, und heute beim Nach-Zmittagskäfeli haben wir uns nicht nur göttlich ob den Bildern amüsiert, wir haben sogar einen ganzen Hofstaat gebildet aus den Jung-FDP-Kandidaten für den Studentenrat. Da gibt’s zum Beispiel das Kaiserehepaar, dann den Kronprinzen, die Prinzessin und den Hofnarren. Des Weiteren finden sich unter den Abgebildeten eine Magd, eine Nonne, der Stallbursche, der Ritter und sein Knappe, der Hof-Philosoph oder -Reformator, die obligate Hexe und die Köchin. Nicht zu vergessen sind Rasputin und Merlin, der Muselmane und das Aschenbrödel, und sogar der Inquisitor ist abgebildet. Und da ein Hofstaat ohne Volk nur ein halber Hofstaat wäre, ist auch noch das gemeine Volk, um nicht zu sagen: der Pöbel, auf zwei Bildern abgebildet. Das ganze ist wie im Märchen!
So, lieber Leser, nun empfehle ich dir, irgendwo einen Wahlprospekt zu ergattern, und dann darfst du drauflosrätselraten, wer die Prinzessin und wer der Stallbursche ist. Das wird heiter. Wir haben jedenfalls ausgelassen lachen können dabei.

Wähle Tux!

Ich habe mir lange überlegt, ob ich Philipps Wunsch, einen Tuxpartei-Banner auf meine Seite zu legen, nachkommen soll oder nicht. Früher einmal, da hatte ich hehre Ziele: politisch und konfessionell neutral sollte mein Blog bleiben, interessant und zugänglich für jedermann und -frau, gleichberechtigend für alle existierenden Geschlechter.

Diesen Vorsätzen habe ich abgeschworen. Zugänglich für jedermann ist die Seite schon seit langem nicht mehr, interessant ist es nur zwischendurch, gleichberechtigend… böh? Jedenfalls dachte ich mir nun, so ein Banner könne nicht schaden, zumal auch ich Tux wählen werde.

Winter ist’s nicht.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Seit gestern ist ein halbes Jahr vergangen, so kommts mir vor: Gestern liess der Frühling noch sein blaues Band durch die mörike’schen Lüfte flattern, heute präsentiert sich der Himmel wolkenverhangen und die Strassen neblig wie am tiefsten Novemberkaterkäfermorgen, sodass ich mit klammen Fingern und feuchten Kleidern im Büro ankomme, und vom Frühling bis in den Herbst dauert’s nun mal ein halbes Jahr, nidwahr.

A propos klamm: Was ich gar nicht mag, ist ein klammes WC. So eines, wo man gar nicht recht auspacken oder die Hosen runterlassen mag, weil man weiss, dass es einen unweigerlich an den Sa–umässig empfindlichen Bauch frieren wird. Wo die Klobrille am Hintern festfriert. Wo der Strahl eisgewürfelt ins Pissoir klickert. Wo der Wasserhahn vor Inbetriebnahme mit einem Flammenwerfer aufgetaut werden muss. Wo das Handtuch zu einem Brett gefroren ist.

Ganz so schlimm verhält es sich natürlich nicht mit unserem Büro-WC, denn davon spreche ich, aber eine gewisse Kühle ist dem Raum nicht abzusprechen. Ich weiss noch nicht recht, wie ich dem Abhilfe schaffen soll. Ich habe mir überlegt, mir einen gehäkelten Überzug für die WC-Brille zuzulegen, aber leider bin ich ein völlig ungeübter Häkler. A propos Häkler: Hat Hakle etwas mit diesem Wort zu tun? Und weshalb blicken mir auf der Hakle-Website Hunde entgegen? Was haben die mit Klopapier zu tun? Da hat sich ein Werbefachmann mal wieder eine grossartige Kampagne ausgedacht…

Nachtrag: Auf der Seite über Hakle-Werbung steht zu lesen:

Ab 2004 dreht sich in der Hakle®-Werbung alles um den Hakle®-Puppy, den herzigen Welpen.

Hab ich da richtig gelesen, «herzig», und das auf einer Deutschen Seite? Das ist bemerkenswert, hat doch der Herr Wiese auf seiner Blogwiese einst erzählt, herzig sei typisch schweizerisch! Lustig, das.

Die Hauptstadt wirkt nach

Die neue Hauptstadt lässt mich nicht los.

Ich habe mir ein wenig die Zugriffsstatistiken meines Blogs angeschaut, und festgestellt, dass sich der Verkehr wenige Tage nach Veröffentlichung meines ersten Hauptstadt-Beitrages annähernd verdoppelt hat. Wow! Kann eine Hauptstadt so viel Traffic generieren? Es scheint so. Bloss schade, dass der so ungenutzt auf meiner Seite versandet… wenn man nur etwas anstellen könnte mit all den Besuchern, die sich von einer virtuellen Hauptstadt-Wahl anziehen lassen, überlegte ich mir. Habe ich keine Möglichkeit, mir einen Jux zu erlauben?, dachte ich mir. Kann ich daraus irgendwie Profit schlagen?, so sann ich. Dann hatte ich den Geistesblitz, den ein Mensch nur alle Jubeljahre einmal zu haben das Privileg hat. Die Idee ist so simpel wie genial: Ich reserviere mir die Domain neuehauptstadt.ch (du bemerkst den fehlenden Bindestrich, nicht wahr?) und mache damit ein Vermögen! Dank der durch Milliarden Besucher generierten Werbeeinnahmen avanciere ich innert Stunden vom bitterarmen Studenten zum unglaublich reichen Super-Magnaten! Vor meinem geistigen Auge schwamm ich bereits in flüssigem Gold, trank literweise teuersten Champagner aus sündhaft teuren Kristallgläsern und wohnte in einer 4-stöckigen 5000-Zimmer-Villa aus purem Platin mit perlengefülltem Swimmingpool. Aber schon Sekunden später, ich hatte meinen Tagtraum noch gar nicht richtig zu Ende geträumt, wurde ich auf den Boden der Realität zurückgeholt: M. Ruchti aus Zürich ist mir am 5. Januar dieses Jahres (und das ist erst 3 Tage her!) zuvorgekommen. Schade zwar, aber ich bin ja ein grosszügiger Mensch und mag dem Herrn (oder der Frau?) Ruchti seine (ihre) Villa von Herzen gönnen. Oder aber… steckt bei diesem Menschen gar nicht das persönliche Wohl an erster Stelle? Anscheinend nicht: Es ist davon auszugehen, dass es sich bei M. Ruchti um eine(n) frustrierte(n) Luzerner(in) handelt, der (die) es nicht verkraften konnte, dass seine (ihre) Lieblingsstadt, Luzern, nicht beim Wettbewerb dabei ist. Weshalb sonst sollte man von neuehauptstadt.ch ohne Umschweife direkt nach luzern.ch weitergeleitet werden?

Hast du übrigens bemerkt, wie mühsam die geschlechterneutrale Wiedergabe einer Erzählung über die Lippen bzw. durch die Augen fliesst? Ich werde mich in Zukunft wohl wieder der diskriminierenden Ausschliesslichmännlichform zuwenden müssen.