Woche 3: Die Letzte

I bi umi zrugg. Und müde wie ein Maulwurf im Winter. Daher solltest du nicht allzu hohe Ansprüche an den heutigen Beitrag stellen. Denn ich muss auch noch mein Bett leer räumen, bevor ich überhaupt schlafen kann. Im WK war das einfacher. Da lag gar nichts auf dem Bett.
Ich habe diese Woche viel Post bekommen. Nicht nach Suhr, sondern nach Hause. Nach Suhr hat sich exakt ein Päckli verirrt (nachdem ich in der zweiten Woche bereits einen Brief bekommen hatte. Ok, der war von Marc, aus der anderen Formation. Das zählt nicht). Und zwar just am Donnerstag, nachdem das ganze Feldpostmaterial bereits abgegeben war, so dass ich es nicht mehr (gratis) nach Hause schicken konnte. Zum Glück war’s aber nicht so schwer und gross. Und einen warmen Dank will ich hiermit allen edlen Sendern aussprechen, die sich in schweren Zeiten meiner erinnert und den beschwerlichen Weg zur Post auf sich genommen haben. Merci! Post macht eben immer Freude. Und wenn ein Fläschli Seifenblaterenflüssigkeit dabei ist, ist die schier unbändig.
Aber ich war ja bei der Post von zu Hause. Da befand sich auch ein Päckli dabei, allerdings war es bedeutend kleiner und überhaupt mit viel weniger Liebe gemacht, als das Militärfrässpäckli. In nüchternen weissen Buchstaben steht da auf rotem Grund geschrieben:

Kaliumiodid
Potassium iodide
65 mg / ARMEEAPOTHEKE – ARMED FORCES PHARMACY

Und wenn man das Schachteli aufmacht, kommt ein genau gleiches aber ein wenig kleineres Schachteli hervor, und ein Beipackzettel, den zu lesen ich noch keine Zeit fand. Aber beim überfliegen stellte ich fest, dass in circa acht Sprachen eine Erklärung beiliegt. Quizfrage: Um welche Sprache handelt es sich hierbei:
Bu iyot unsanlar tarafından solunan havalya birlikte içe çekilir ve tiroid bezinde birikme yapar.
Ein Brief war auch bei der Post. Vom Kieferorthopäden. Ich solle mich doch bitte einmal mit der Praxis in Verbindung setzen, damit man einen Termin mit dem Herrn Doktor festlegen könne, heisst es da. Och! Es geht um meine beiden (letzten) oberen Weisheitszähne. Ich will die nicht rausnehmen lassen, bitte!
Nun denn. In 13 Minuten geht mir resp. dem Notebook der Strom aus, und auch meine Batterien -ich hab’s eingangs schon erwähnt- sind langsam leer. Ich versuche nun, für einmal ohne vielstimmigens Schnarchkonzert etwas Schlaf zu finden. E Guete!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.