Bitte wählen

Bereits sind wieder vier Jahre um, wie doch die Zeit vergeht! National- und Ständeratswahlen stehen an, und wenn ich meinen Blog schon monatelang ruhen lasse, und dabei sogar die Gelegenheit ungenutzt verstreichen lasse, für das sowohl grosse als auch grossartige 30-Jahre-RBB-Jubiläumskonzert im Berner Münster unter dem Titel „Brass im Münster“, das letzten Samstag, den 12. Oktober, über die Bühne ging und – so wage ich zu behaupten – ein voller Erfolg war, dann kann ich ihn, meinen Blog, wenigstens mit den wichtigsten Wahlen, die uns Schweizern alle vier Jahre bevorstehen, reanimieren.

Schau, wie schön mein ausgefülltes Couvert auf dem Tische sich präsentieren tut:

Brandfrisch ausgefüllt, zugeklebt und abgelichtet.

Schade nur, kann man nicht das Innere erspähen, schliesslich ist meine Wahlliste derart exzellent ausgefüllt, dass sich abschreiben für jedermann und -frau lohnt! Und genau deswegen entschliesse ich mich nun dazu, meine Wahlliste hier und jetzt zu veröffentlichen. Damit sich alle ein Beispiel nehmen und von mir abschreiben können. Ich habe den Deluxe-Smartvote-Fragebogen mit 75 Fragen ausgefüllt. Für den Ständerat ist die Wahlempfehlung wenig überraschend (Rytz/Stöckli). Für den Nationalrat habe ich von den Resultaten die 12 am besten übereinstimmenden Kandidaten und Kandidatinnen jeweils einmal auf meiner Liste notiert. Die 12 restlichen Listenplätze gehen dabei an die Liste 14 (Grüne – Junge Alternative JA!), mit welcher ich die grösste Listen-Übereinstimmung erzielt habe.

Hier die Nationalratskandidaten in absteigender Reihenfolge der Übereinstimmung gemäss Smartvote:

KandidatennummerKandidatennameListe
12.08.4de Meuron AndreaGRÜNE
13.16.1Klopfstein CaroleJunge Grüne
12.16.5Müller DavidGRÜNE
12.07.6Bühler DominiqueGRÜNE
06.06.8Fisch SofiaJUSO
13.12.9Gasser SaraJunge Grüne
13.14.5Brechbühler EstherJunge Grüne
13.02.1Zeilstra AnnaJunge Grüne
14.10.9Patzen SerainaGrüne – JA!
13.21.8Reusser MarlenJunge Grüne
06.14.9Koller LevinJUSO
12.02.5Trede AlineGRÜNE

Weil das alleine aber langweilig ist, hier noch ein paar Zahlen:

  • Von den 12 Kandidaten und Kandidatinnen sind 10 Frauen und 2 Männer. Fazit: Ich stehe auf Frauen.
  • Eine Kandidatin ist älter als ich, die anderen alle Jünger. Fazit: Ich bin alt.
  • Summiert man die Altersdifferenzen zwischen den Kandidaten und mir, kommt man auf -94 Jahre. Fazit: Ich bin nicht ganz 100.
  • Der durchschnittliche Listenplatz meiner Kandidaten ist 10⅔. Fazit: Ich bin eher ein Hinterbänkler.
  • Die älteste Kandidatin hat Jahrgang 1973, die Jüngste 1997. Fazit: Ich decke den gesamten Zeitraum von der Watergate-Affäre bis zum Tod Lady Dianas ab.
  • Die durchschnittliche Übereinstimmung zwischen den Kandidaten und mir laut Smartvote beträgt 82%. Fazit: Mein Jahrgang ist omnipräsent.
  • Es gibt unter meinen Kandidaten keine(n) mit meinem Jahrgang. Fazit: Mein Jahrgang ist doch nicht omnipräsent.
  • Obwohl ich mit Liste 14 die grösste Übereinstimmung habe, gehen 5 meiner Kandidatenstimmen an die Jungen Grünen (Liste 13), lediglich 1 an die Grüne – Junge Alternative JA! (Liste 14). Fazit: Wer sich darauf einen Reim machen kann, ist gescheiter als ich.

So viel dazu. Wie sieht’s bei dir aus? Couvert schon abgeschickt?

Fazit

Naja. 11 Bands waren in unserer Kategorie dabei, am Ende schnitten zwei davon schlechter ab als die RBB, was uns also auf den 9. Schlussrang katapultiert. Ich fand unseren Auftritt eigentlich recht solide, aber die Jury hat nun mal anders entschieden.

Schade zwar, aber immerhin hat der letzte Sonntag auch erfreuliche Resultate hervorgebracht, wenn man sich die Ergebnisse einiger Abstimmungen anschaut. Mit allen bin ich zwar nicht einverstanden, aber zumindest wurde die SBI gebodigt, und das ist doch schon mal sehr erfreulich.

Also, Montreux. Auf ein Nächstes!

Montreux 2017 + 1

Wow, vor nicht allzu vielen Beiträgen lautete der Titel hier Montreux 2017. Und nun könnte ich bereits wieder schreiben: „Montreux 2018“! Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren spielen wir heuer zwar am Sonntag, was insbesondere den festlichen Aktivitäten im Nachgang an den Auftritt – sprich: dem Bierkonsum – einen ungewohnten Beigeschmack verleihen wird. Aber ansonsten bleibt alles, wie es immer schon war: Eine gewisse Nervosität macht sich gegen Mitte der Woche breit, an der letzten Probe geht nochmal alles in die Hose und am Vorabend des Auftritts hoffen alle, weder die erste noch die letzte Startnummer zugelost zu erhalten. Insbesondere nicht die erste! Ansonsten muss man in aller Herrgottsfrühe den Schweizer Psalm spielen, und für einen Sonntagmorgen kann ich mir wahrlich Schöneres vorstellen. Zum Beispiel Excalibur von Jan van der Roost.

Nun gut: Die Qualität der Noten ist unter aller Sau. Derart viele Fehler und fehlende Takte sind nicht nur mühsam für die Musikanten, sondern peinlich für den Komponisten und den Verlag. Aber das Stück an sich macht recht viel Spass zum Spielen. Und das ist doch die Hauptsache.

Also: Daumendrücken am Sonntag, 25. November 2018!

Montreux 2017

Morgen ist’s wieder mal so weit, der Wettbewerb tritt die Türe ein. Da ich unsere Startnummer und -zeit nicht veröffentlichen darf vergessen habe, drückst du uns am besten den ganzen Tag die Daumen. Mir besonders, ich werde mich durch 10 Takte Xylophon zu kämpfen haben. Blitz ahoi!