Ampelwarterei, die Zweite

Du kennst mein gespanntes Verhältnis zu Ampeln. Dank letzten Dienstag Abend kann ich nun eine weitere Episode in diesem unrühmlichen Bereich erzählen. Und das kam so:

Ich stand an der Ampel unten beim Muristalden, und wartete seit geraumer Zeit auf Grün. Ich schien weit und breit der einzige Verkehrsteilnehmer an jener Kreuzung zu sein, und trotzdem weigerte sich die Ampel beharrlich, mir Fahrerlaubnis zu erteilen. Da nahte hinter mir ein Auto, dem ich nur einen flüchtigen Blick schenkte (hätte ich genauer hingeguckt, so hätte ich jetzt nichts zu erzählen). Ich witterte meine Chance, ging ich doch davon aus, dass die Ampel auf das Auto bestimmt reagieren würde, und innert kürzester Zeit auf Grün umschalten würde. Tatsächlich bemerkte ich, wie die Fussgängerampel via Orange auf Rot wechselte, also stieg ich in die Pedale und begann, langsam vorwärts zu fahren. Bereits hatte ich den dicken, weissen STOPP!-Strich erreicht, und die Ampel war immer noch rot, da chräschelte es hinter mir aus einem Lautsprecher, und ich vernahm den bestimmten Tonfall, der unseren Gesetzeshütern eigen ist: „Es isch de rot!“, wurde ich aufgeklärt, worauf die Ampel umgehend grün wurde. Ich lachte mir ins Fäustchen und radelte los. Ennet der Kreuzung holte mich das Polizeiauto ein, und der Gendarm liess mich durch das heruntergelassene Fenster wissen: „Es het auso de grad umgschaute“. Aha! Danke für den Tipp, alleine wäre ich da nie draufgekommen!

Die Polizei, dein Freund und Helfer…

2 Gedanken zu „Ampelwarterei, die Zweite

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