Aasatzwys

Einem pur lauteren Zufall ist es zu verdanken, dass ich meinen heutigen Abend in der La Cappella verbrachte. Und das kam so:

Wir marschierten durch die Stadt, es mag wohl 18 Uhr gewesen sein, als mir ein Mensch auf einem Plakat ins Auge sprang. Ich blinzelte und sagte „Lue jitz“ zu J. G. aus B., derweil ich ihn zum Plakat zerrte, „dä kenneni! Das isch dr Mischa, dä isch Trubaduhr!“ Noch etwas fiel mir auf, und zwar, dass er heute Abend um 20 Uhr eben im La Cappella spielen würde. Ein Steilpass für Kurzentschlossene, also! Der Herr G., der fühlte sich vom angekündigten „Chanson“ nicht so angetan, so dass sich eine Trennung unseres gemeinsamen Wegs abzeichnete. Ich aber machte mich zeitig auf, das neue Programm „Aasatzwys“ mitzuerleben.

Ich will gar nicht viele Worte verlieren, Konzertkritiken sind nun wahrlich nicht meine Stärke. Aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich absolut gelohnt hat, und dass diesen Abend zu verpassen einem unvergleichlichen Malheur gleichgekommen wäre. Witzige und tiefgründige Texte, die einem mal ein Schmunzeln entlocken, mal die Stirn in Denkfalten zwingen, und dazu eine Gitarrenmusik, wie es sich für einen waschechten Troubadouren gehört: Mani Matter hätte sich jedenfalls eine Scheibe von Mischa abschneiden können, wenn er nicht schon seit über 40 Jahren tot wäre. Vielleicht hat er ja von oben herab zugeguckt und -hört, dann wird er sich auf seiner Wolke sicher prächtig amüsiert haben.

Ich freue mich jetzt darauf, die erworbene CD Wortwärts in den nächstgelegenen CD-Player meines Vertrauens zu legen und mir mit berndeutschen Chansons das Leben zu versüssen.

Gute Nacht.

Ein Gedanke zu „Aasatzwys

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