Mit einem Knall nach Splügen

Nichtsahnend kam ich vorhin von einem kleinen Ausflug in Berns Nachtleben zurück und wollte gerade noch meine Mails checken. Dazu lässt man natürlich seinen Computer an, so auch ich. Doch bereits nach wenigsekündiger Laufdauer wurde ich von einem lauten «Paff» aufgeschreckt und sah mit grosser Bestürzung und nicht geringem Erschrecken ein Rauchwölkchen von dort aufsteigen, wo sich das Netzteil befindet! Natürlich habe ich sofort -geistesgegenwärtig, wie ich nun mal bin- ausgeschaltet und das Kabel gezogen. Aber musste das nun wirklich sein? Genau einen Tag vor Abfahrt? Muss ich nun mit bösen Gedanken ins Lager fahren?
Ja, genau! Ich wollte mich ja eigentlich verabschieden. Morgen geht’s ab nach Splügen ins Lager mit dem og. Und daher darfst du während ganzen zwei Wochen keine neuen Beiträge hier erwarten so brutal es für dich auch sein mag! Na, du wirst’s sicher überstehen. Dass du diese Zeilen lesen kannst, beweist doch immerhin, dass zumindest dein Computer noch läuft! Im Gegensatz zu meinem. 🙁

An alle Firefox-Benutzer

Ich habe heute per Zufall etwas wirklich interessantes entdeckt: Der Firefox lässt sich mit einem kleinen Tweak viel schneller machen. Gefunden habe ich den Tipp unter http://texturizer.net/firefox/tips.html#oth_rendering, wo sich noch viele andere Weisheiten tummeln. Wenn du auch zur lobenswerten Gattung der Mozilla Firefox Benutzer zählst, solltest du’s wirklich mal ausprobieren – ich habe es getan, und wie mir scheint, läuft der Seitenaufbau wirklich schneller!

Fliegen sind mühsam!

Fliegen sind im Sommer so schrecklich aktiv! Sie fliegen dauernd extrem hektisch durch die Gegend und stören einen in wichtigen Gedankengängen, was mir je länger desto mehr Verdruss bereitet. Schon wieder habe ich so ein Untier in meinem Zimmer, und andauernd umschwirrt es mich in horrender Geschwindigkeit. Ich hasse das. Was ich allerdings noch weniger ausstehen kann, sind jene Fliegen, deren Leben sich (glücklicherweise) endlich dem Ende zuneigt. Die sind so apathisch, dass sie nicht einmal mehr ausweichen, wenn man sie mit dem Finger ein wenig stochern will. Dabei will ich sie jeweils gar nicht stochern, sondern nur verscheuchen, und wenn sie dann nicht wegfliegen, dann erschrecke ich wohl mehr als die Fliege. Denn eine Fliege ist schrecklich eklig. Was auf so einer Fliege für Bakterien hausen, ich möchte es lieber gar nicht wissen! Seit der 8. Klasse (oder so) wissen wir es ja, denn alle haben wir diesen Film in der Schule gesehen: nachdem die Fliegenlarve aus dem Kuhpflütter geschlüpft ist, macht sie als Erstes eine Erkundungstour in der WC-Schüssel (daher: immer Deckel schliessen!), bevor sie dann auf dem gluschtigen Marmeladenbrot einen Spaziergang unternimmt (darum: Esswaren immer zudecken!), welches in der Folge eklige Speichelfäden zieht beim reinbeissen (also: am besten keinen Speichel produzieren!). An diese Bilder kann ich mich noch lebhaft erinnern!
Fast so gut wie an jenen Marlboro-Cowboy mit dem lustigen «Mikrofon», das aus den Überbleibseln seines herausgeschnittenen Kehlkopfes erheiternde Krächzlaute hervorzaubert. Oder jene alte Tante, die sich mangels Stimmorgan nur noch rülpsenderweise Verständigen kann. Ja, solche Grausamkeiten wurden uns in der Schule schonungslos vorgeführt! Auch den alten Mann mit faulenden Raucherbein– aber jetzt ist Schluss mit gruusig. Wir waren ja bei den Fliegen.
«Meine» Fliege hat sich endlich verflüchtigt. Hoffentlich bleibt sie auf Weltreise. Ich kann gäbig auf ihre Gesellschaft verzichten.

Ramadan ade

Heute habe ich die einmonatige Durststrecke beendet und erstmals seit dem 18. Juni wieder ein Alkohölchen getrunken. Eh, wenn Hubi 22 Jahre alt wird, ist das doch wirklich ein Grund, den Ramadan zu beenden. Eigentlich hat sie mit gar nicht schlecht gefallen, die Abstinenz. Hin und wieder ein Münzenteeli statt einem Bier war -trotz der manchmal nahezu tropischen Temperaturen- ein wirklicher Genuss. Vorallem mit reichlich Zucker garniert… und wenn die Minze frisch aus Cornis Garten gepflückt ist, so ist der Genuss gleich doppelt.
Es klingt vielleicht merkwürdig, aber heute ist mir erstmals wieder so richtig aufgefallen, dass Bier bitter ist. Natürlich habe ich immer gewusst, dass Bier mittels herber Bitterkeit zu erfrischen vermag, aber dass es gerade so bitter ist, war meinem Gedächtnis entfallen. Und vielleicht ist das auch gut so. Denn so wurde mir klar, dass man eventuell hin und wieder für längere Zeit auf etwas verzichten muss, um es nachher wieder gebührend schätzen zu können. Darum reise ich in einer Woche für zwei Wochen mit dem og nach Splügen in die Computerabstinenz. Damit ich danach wieder so richtig lustvoll in die Tastatur greifen kann.