Jahresstart mit Abschied

Manchmal, wenn nichts geschieht, muss man halt etwas zum Geschehen bringen, damit die Welt etwas zu lesen hat.

Ich hätte ja durchaus ein Geschehnis zu beplappern gehabt, denn: Im öffentlichen Ghüderchübel bei der Weissenbühltramhaltestelle, der sowieso stets von privat entsorgtem Kehricht überquillt, befand sich gestern Abend nebst allerhand anderem Gerümpel noch ein Papiersäckchen vom Möbelpfister, gefüllt mit privatem Unrat. Ich wollte mich nun darüber beschweren, dass sich nicht einmal jene Leute, die es vermögen, beim Möbelpfister einzukaufen, die teuren, teuren Gebührensäcke für die ordentliche Müllabfuhr leisten können. So weit heruntergekommen ist also unsere Wirtschaft schon!

Aber eben, als ich dann heute Morgen das Beweisfoto schiessen wollte, war der Ghüderchübel bereits geleert und dadurch der Pfistersack weg, und ohne Bild macht eine solche Geschichte nicht einmal mehr halb so viel her, weshalb ich nun auch darauf verzichte, davon zu schreiben.

Und weil ich nicht darüber schreiben kann, habe ich eben etwas zum Geschehen bringen müssen. Ich habe mich also dazu entschlossen, mein Facebook-Konto zu löschen.

Facebook ist nicht mehr.
Die Zeit war schön mit Dir, doch ohne Dich werde ich sie noch mehr geniessen.

WAAAS?!? Du löschisch eifach di Feissbuckakkaunt?! Geits no?

Jaja, mir geht’s gut, sehr gut sogar, danke. Ich habe mein Facebook-Konto in den letzten Monaten so gut wie nie benutzt, und so ist es mir nicht schwer gefallen. Wer mich finden will, findet mich relativ unschwer über Google, und wer nicht nach mir suchen mag, hat mich auch nicht verdient. Und zur Not bleibt ja noch Google+.

Das Löschprozedere war aber vielleicht eine Fuer! „Löschen“ kann man es zwar nicht nennen, denn ein Facebookkonto kann man lediglich deaktivieren, aber auch den Deaktivationslink habe ich gute 10 Minuten suchen müssen. Gefunden habe ich ihn schliesslich in den Kontoeinstellungen beim Menupunkt „Sicherheit“. Es scheint also eindeutig sicherer zu sein, das Konto zu deaktivieren. Noch sicherer ist es wahrscheinlich, gar nicht erst ein Konto zu eröffnen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start ins neue Jahr. Und mir wünsche ich viele facebooklose Stunden. Ich werde meine Zeit sehr wohl anders auszunutzen wissen.

Gute Nacht!