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Was ich schreiben wollte

Jaja, ein gutes Neues und alles, halten wir uns nicht unnötig mit ollen Kamellen, um ein mir leider nicht allzu geläufiges, dafür umso interessanteres Sprachkonstrukt zu verwenden, auf.

Zuerst wollte ich ja schreiben: „liest «Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau»“, und weil dies als Statusmeldung in Facebook angedacht war und deshalb automatisch mit Manuel Friedli präfixiert worden wäre, hätte sich daraus sogar ein komplettes Satzkonstrukt ergeben (dies war bereits das zweite „Konstrukt“ in diesem Beitrag). Dann aber dachte ich mir, es wäre vielleicht besser, zu schreiben: „hat sich ein weiteres Buch von Max Goldt erstanden!!!“, was mich aber auch nicht recht zu befriedigen vermochte, zumal die drei Ausrufezeichen am Satzende doch ein bisschen gar platt daherkommen. Daher besann ich mich eines Besseren. Ich erinnerte mich, vor geraumer Zeit einen Kommentar zu einem älteren Beitrag erhalten zu haben, worin sich die Leserin höchst löblich über mein Geschreibsel ausdrückt, und ich empfand es als an der Zeit, ihr neuen Lesestoff darzubeiten, zumal ich besagte Person weder persönlich noch vom Hörensagen kenne, und ihr deshalb einen ganz besonders zuvorkommenden Service schuldig bin, schliesslich verirrt sich nicht alle Tage ein Mensch auf diese meine Seiten und lässt dabei erst noch einen netten Kommentar liegen.

Und so schreibe ich nun nach mehrwöchiger Absenz wieder einmal. Wenngleich der Grund ein Trivialer ist, als da wäre: Ich habe mir heute „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau“ von Max Goldt erstanden. Wirklich ein wahrlich weltbewegendes Werk (man nennt dieses neuerliche Satzkonstrukt eine Alliteration, wenn ich nicht alles komplett falsch verstanden habe und es wieder mal mit der Allegorie verwechsele, von welcher ich nicht einmal weiss, ob man Allegorie oder Alegorie schreibt. Weil aber Alegorie so seltsam aussieht, habe ich mich blindlings für die Doppel-L-Variante entschieden. Ich entfliehe jetzt mal der Klammer). So. Die Doppel-L-Variante, so sagte ich, erschien mir irgendwie richtiger, obschon „richtiger“ gar nicht existiert, es kann ja nicht etwas ein bisschen richtig sein, aber halt nicht so ganz, und drum ist etwas Anderes dann eben ein bisschen richtiger.

Ich finde, es ist nun an der Zeit, Ruhe einkehren zu lassen. Morgen erwartet mich ein langer Tag, er hat vierundzwanzig Stunden, und für die muss ich gewappnet sein. Die Statusmeldung auf Facebook muss der Aktualisierung noch ein wenig harren. Soll sie. Ich störe sie nicht dabei.

Gute Nacht.