Eine sogenannte Wasserbombe

fritteli ist umgezogen! In der neuen Wohnung sieht’s (und hier – aber nur hier! – ist ein Apostroph durchaus angebracht) zwischen Zügelkartons und noch nicht eingeräumtem Krimskrams zwar erst ganz allmählich wohnlich aus, aber die Küche kann man immerhin schon benutzen. Das habe ich hinech, sprich: heute Abend, denn auch getan.

Ich wollte mir ein Käfeli brauen. Ein richtiges! Einen Espresso! Mit einem dieser italienischen Wunderdinger von Bialetti (die mit dem lustigen Mannli drauf!), diesen dreiteiligen Metallkübeln, unten Wasser rein, in der Mitte das Pulver, und mit viel Zeit und der richtigen Menge Wärme plodert dann oben der Kaffee raus, mmmmmh, lecker! Dass er einen dann die ganze Nacht wach hält, ist ein Detail, um welches es hier gar nicht geht, also weg damit.

Da meine Cafeteria geraume Zeit im Keller vor sich hingestaubt hat, wollte ich sie erst mal ordentlich durchspülen. Mit Spülmittel geht das natürlich nicht, und bevor ich so ein magnifizentes Utensil in die Abwaschmaschine stelle, muss zuerst die Aare bergauf fliessen. Bleibt also nach meiner Logik nur noch die Heisswassermethode, sprich: unten Wasser rein, in der Mitte leer lassen – wir wollen ja kein Pulver verschwenden – und dann ab auf den Grill, pardon: Herd damit, bei voller Hitze, damit’s auch ein wenig schneller geht.

Aber was heisst schon schnell. Bis so ein Wässerchen kocht, dauert es stets ein Weilchen, und so schickte ich mich an, die Zwischenzeit mit allerhand nützlichen Dingen auszufüllen. Und just, als mich meine Füsse wieder in die Küche trugen, ging’s los: ZIIIIIISCHSCH-SPRIIIIITZ!! PFFFFFFFRRRTSCHSCHSCHSCH tönte das kleine Maschinchen, einen settigen hueren Meis hätte ich dem kleinen Ding nie im Leben zugetraut, das heimlifeisse Kännchen, das, heimatlandnomau! Beherzt spurtete ich hin und zog’s vom Herd, worauf augenblicklich Ruhe einkehrte. Eine genaue Betrachtung der Sachlage offenbarte, dass der akustische Eindruck die tatsächliche Wirkung um ein Vielfaches übertroffen hatte: Ein kleines Wasserglünggli auf dem Kochherd war das einzige, was vom Höllenlärm übriggeblieben war. Noch einmal Glück gehabt! Das wäre mir jetzt noch gewesen, schon am dritten Tag die Küche mit heissem Wasser abgefackelt! Botzcheib!

Bevor ich mich nun schlafen lege …

… nur noch ganz kurz: Morgen wird gezügelt. „Umgezogen“, wie dies der Deutsche ausdrückt. Nicht ich ziehe mich um, sondern ich selber ziehe um. Die neue Adresse ist auf der Kontakt-Seite ersichtlich. Internet wird’s in den ersten paar Tagen wohl noch nicht geben, also kann ich nicht sagen, ob und wie oft ich was und weshalb tun werde oder kann. Wer weiss, vielleicht ereignet sich ja sogar das eine oder andere, so dass sich keine zweiwöchige Blogzwangspause ergibt. Alles klar? Gut! Dann wünsch mir Glück! Und viel Ausdauer und Kraft!