Österreiz, ja, wahrlich

«Nei, itz chunnt de grad e Eskorte», beschied mir der Verkehrspolizist, und deshalb könne ich nicht durch die Bundesgasse zum Casinoplatz gelangen. Ja, sone Schissdräck!, wozu denn eine Eskorte? Wer will denn schon einen österreichischen Politiker stehlen?! Nun, den Haider vielleicht, okay. Den könnte man ausstopfen und dem Christoph als abschreckendes Beispiel in sein Bundesratsbüro stellen. Aber es wird ja kaum der Haider auf Staatsbesuch sein. Sowieso ist gar kein Österreicher hier, sondern ein Österreizer.

Hast du auch das wahnsinnig geistreiche Plakat am Bundeshaus gesehen? «Österreiz – Autrisse» steht in grossen Lettern an unserem Parlamentsgebäude. Was hat das zu bedeuten? Etwa, dass ich gereizt reagiere, wenn ich wegen einer Eskorte den Umweg via Amtshausgasse fahren muss? Vielleicht. Aber wer weiss das schon so genau. Wer weiss überhaupt genau, was ich denke und tue? Wohl niemand, denn schon der Sloganizer resp. seine «Crazy»-Variante hat herausgefunden: «Du musst verdammt viel saufen, um Friedli zu verstehen.»

Bollwerkturm

Man baut in Bern. Das ist nichts Neues. Neu hingegen ist, wo man zu bauen gedenkt. Hast du dir in letzter Zeit die Bollwerktreppe angeschaut? Sind dir auch die Profile aufgefallen, die mitten auf der Treppe in den Boden verschraubt sind und meterweit in den Himmel ragen? Eine merkwürdige Angelegenheit!
Reufi zufolge will man dort einen Verteidigungsturm à la Christoffelturm hinpflanzen und das Bollwerk wieder zu einem richtigen Bollwerk machen. Das leuchtet ein. Wieso sonst sollte man dort solche Profile aufstellen?