Bremskabelriss

Ein Ruck ist durch meinen Körper gegangen.
Heute, ich sass auf meinem Velociped, sah ich mich — wie so oft im Leben — gezwungen, die Bremse am Vorderrad zu betätigen, und das tat ich. Sogleich durchzuckte mich ein Ruck, als das Bremskabel ein ganz klein wenig nachgab. Ich dachte mir schon, üüh, dachte ich, das kann nicht mehr lange gut gehen mit diesem Bremskabel!, so dachte ich. Und ich sollte recht behalten.
Denn vorhin, am Thunplatz, bremste ich wiederum mit der Bremse des vorderen Rades, und wie zum Beweis meiner früheren Gedanken ruckte es nun ungleich stärker in meinem Körper, als das Bremskabel vollends den Geist aufgab und mit einem peitschenden Knall in hunderttaused Einzeiteile zerriss.
Okay, das ist übertrieben. Es machte nur ganz sanft *klack*, und zersprang an einem sauberen Bruch entzwei. Der Effekt ist aber derselbe: ich muss morgen ein neues Bremskabel montieren.
Das macht mir aber nichts aus! Denn so habe ich zumindest eine grosse Aufgabe, die morgen meiner harrt, und ich werde sie mit Freuden erfüllen. Umso mehr, zumal doch eine funktionierende Bremsanlage am Fahrrad durchaus der Verkehrssicherheit zuträglich ist.
Nun empfehle ich mich mit den besten Wünschen zur Nacht und wünsche dir eine erhol- und geruhsame Nachtruhe. Und mir auch.

3 Gedanken zu „Bremskabelriss

  1. “ und mit einem peitschenden Knall in hunderttaused Einzeiteile zerriss.“

    Soviel ich von der Physik noch in Erinnerung habe (ok, es ist wenig!) zerreist ein Kabel grundsätzlich immer nur in zwei Teile, nämlich an der schwächsten Stelle. Du musst mir bei gelegenheit einmal vormachen, wie Du ein Kabel in hunderttausend Einzelteile zerreissen kannst. 😕

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