Aarespaziergang

Der Titel des Beitrages war schnell gefunden. Er war so naheliegend, da war’s auch nicht schwer, einen Passenden zu finden. Schliesslich geht’s hier um einen Aarespaziergang, wenngleich auch um einen der speziellen Art. Einer, der nicht möglich wäre, wenn während langer Zeit sehr tiefe Unternulltemperatur herrschen und deswegen die Aare zugefrieren würde. Denn dann könnte man nicht mehr in der Aare spazieren, so wie ich heute.

Und nun die ganze Geschichte: Kurz nach dem Mittag läutete im Büro Dänus Telefon. Der Corni war dran, und wollte mich sprechen, und das nehme ich nun zum Anlass, noch geschwind meine richtige (neue) Bürotelefonnummer bekanntzugeben, denn die Verantwortlichen vom Uni-Telefonbuch sind da manchmal etwas langsam, und so ist dort noch immer die alte Nummer zu finden, aber was rede ich eigentlich, ich wollte doch von der Aare verzellen.

Es war also der Corni am Telefon, und er argumentierte – sehr überzeugend -, es könne ja wohl nicht angehen, dass ein Gfrörli wie der Hubi als Letzter in dieser Saison in der Aare gewesen sei, dem müsse Abhilfe geschaffen werden. Da hatte er natürlich recht, und so trafen wir uns dann später an der Aare für einen Schwumm. Es sollte aber anders kommen.

Nach einem kurzen, aber intensiven Kampf gegen die Kälte des vorbeifliessenden Wassers befanden wir uns also in den Fluten der Eichholzer-Aare. Jedoch konnte von Schwimmen nicht wirklich die Rede sein. Wie sollte man auch schwimmen, wenn das Wasser kaum 2 Zentimeter tief ist? Spazieren kann man in so einem Bächli! Spazieren oder mirah gemütlich wandern oder allenfalls locker mit-dem-Strom-joggen, aber schwämme man, risse man sich ja an den Steinen alle Kniee und Füsse und Beine auf. Oder was ist der Plural von Knie?

Item, jedenfalls sind wir bis zum Schönausteg spaziert. Ab dort wurde es dann stellenweise wieder etwas tiefer. Jedoch, der Ausstieg hatte es wieder in sich! Ich musste höllisch aufpassen, um mir nicht beide Beine zu brechen, wenn die Betonplattform vor dem Ausstiegsstägli knapp unter dem Wasserpiegel liegt, und noch dazu so glatt ist als wie mit Schmierseife eingeseift. Schlussamend schaffte ich es dann aber doch noch. Ansonsten ich ja diesen Beitrag gar nicht schreiben gekonnt hätte.

Ich bin dir noch was schuldig: 031 631 53 05. So, und damit gute Nacht.

4 Gedanken zu „Aarespaziergang

  1. Der Obeländer Plural von Knie ist „Chnoue“ (ich habe immer noch nicht herausgefunden, ob das ein Oberländerwitz war, oder der wahre Plural).

    Jedenfalls muss ich hier eine Lanze für tiefe Temperaturen brechen: Einen meiner schönsten Aarespaziergänge hatte ich letzten Winter auf dem Tümpu bei der Elfenau. Unvergesslich, zwischen den treibenden Baumstämmen und den Hockeyern vorbeizuspazieren und den Pirouetten der Eiskunstläuferin zuzusehen, die ganze biechtverhangene Szenerie untermalt vom Gramsele, ob das Eis wohl auch hält…

  2. Chnoue? Das glaube ich sogar. Immerhin nennen die einen Ghüderchübel „Gischterchibel“ oder so, dann ist alles möglich :-D.
    Auf den Winter freue ich mich auch, nicht zuletzt wegen der tiefen Temperaturen. Und wenn das Egelmöösli wieder zufriert, könnte ich mich eigentlich wieder mal im Schlöflech versuchen… das letzte Mal ist zig Jahre her!

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