Vorsicht, deffeckt!

Gestern bei Herrn Edy an der Front zu Bern: Nach dem zweiten Bier, oder, wie’s der Marc ausdrücken würde: nach der zweiten Honigmilch, meldete sich meine Blase und also suchte ich die Urinierfazilität auf, mich zu erleichtern. Ich habe es nicht bereut, lieferte mir dieser kurze Ausflug ins Kellergeschoss des Restaurants doch glatt den Stoff für den heutigen Blogeintrag.

Und zwar erst noch einen mit einer echten Stielblühte: Eines der Pissoirs war kaputt, ist es wahrscheinlich immer noch, ansonsten hätte dort nicht solch ein riesiges Schild geprangt, ja wahrlich, es prangte dort und verkündete lautstark DEFFECKT. Wirklich eine Stielblühte, nicht? Fürwahr, dieses Pissoir ist allwäg so defekt, pardon: deffeckt, dass es kaum jemals wieder geflickt, pardon: gevlikt werden kann. Da fällt der Wasserhahn, der dort unten sitzt und keinen Hahn zum drehen mehr besitzt, wahrscheinlich nicht mehr so ins Gewicht. Sonst hätte man auch dort ein Schild aufgestellt, dem Besucher mitzuteilen, er, der Wasserhahn, sei kaputt, pardon: kabut.

Ich versuchte mich anschliessend als Fotograf mit Hubis Mobilfon, aber ich als technisch unterversierte Person machte glaub ich kein Foto sondern zwei dreisekündige Filmli, und wahrscheinlich habe ich die nichteinmal gespeichert, sondern direkt dem FBI übermittelt oder was, aber immerhin war ich im Stande gewesen, das Licht einzuschalten an diesem Teufelstelefon. Ach, die moderne Technik mag mich nicht. Dafür mag ich moderne Sprache. Sie gibt immer wieder was zu reden.

3 Gedanken zu „Vorsicht, deffeckt!“

  1. sälü fritteli! bi mau widr us längwili chli im netz go umesörfe u prompt uf dire sitte glandet (itz hani es buechzeiche igleit, um regumässig widr zrüggzfinge). da hani de auso grad vo mir chönne läse (mit politologie hani abr weni am huet…). ga itz de i chino u bi gschpannt, ob o mi dr christof brunner vor liinwand ache wird aalächle.
    dr „edi“ kenni nume auzuguet u so isch o mir dä vrhängnisvou schriftzug bi de toilette ufgfaue. eigentlech wetti itz hie i däm kommentar abr v.a. d hypothese wagä, dass du ds adverb „Lautstark“ (abschn. 2, zeile 3) GROSS gschribe hesch, um ds „DEFFECKT“ i sire fauschheit no z ungrstriche. isch doch so, odr? :p
    so, dr fium (la vie en rose, scho im voruus empfählenswärt) faht itz de glii aa, sött mi mau ufs velo schwinge u zum chino cruise.
    fröiemi uf witeri sprachophili beobachtige u biiträg i däm blog.

  2. oh, wie piinlech, „lautstark“ grossgschribe! eh, i meine: aber NATÜRLECH hani das äxtra gmacht! 🙄 i has grad korrigiert, danke für e hiwiis.
    i fröie mi uf witeri bsüech und geischtriichi kommentare vo dir!

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