Die Uhr, zum Letzten

… so hoffe ich zumindest, denn ich möchte auch wieder einmal über etwas Anderes schreiben können, als immer nur über diese ewige Uhr am Bundesplatz. Ich hoffe nun, dass mein letztes E-Mail seine Wirkung fachgerecht entfalten kann, und so die Uhr bald — endlich! — die richtige Zeit anzeigen wird. Lies, was ich geschrieben habe:

Sehr geehrter Herr S. (*)

Mit grosser Freude durfte ich letzte Woche feststellen, dass die Uhr am Bundesplatz endlich ersetzt wurde. Ich möchte mich dafür bei Ihnen und Ihrem Team für Ihre Bemühungen bedanken.
Trotz Allem fühle ich mich verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, dass die Uhr eine Stunde vor geht. Möglicherweise hat sie bei ihrem Aufenthalt beim Doktor die Umstellung zur Winterzeit verpasst, oder aber sie wehrt sich auch noch 26 Jahre nach Einführung der Sommerzeit standhaft gegen die ständige Umstellerei.
Wie dem auch sei, ich bin überzeugt, dass einer Ihrer Mitarbeiter mit einer geschickten Drehung des Schraubenziehers die Uhr zur Raison bringen kann.

 

Mit freundlichen Grüssen,
Manuel Friedli

(*): Name der Redaktion bekannt

So. Wenn das nicht wirkt, reisse ich die Uhr höchstpersönlich von der Wand. Und montiere eine Sonnenuhr.

3 Gedanken zu „Die Uhr, zum Letzten“

  1. Merci viumau, Friedli! Wenn du nicht gemailt hättest, hätte ichs getan – weil ich nämlich heut am Zibelemärit hübsche Zöpfli und so verkauft hab und mich mittags um eins gemütlich in meine Mittagspause begeben wollte, um mich von den hübschen Zöpfli und so zu erholen – und siehe da, oder besser: höre da – mein Chef kommt, erbost, und meint, wir hätten doch abgemacht, dass ich erst um eins in die Pause könne? Als ich ihm die Uhr zeigte, verstand er mich – aber mein Magen dafür weniger, beklagte er sich doch fortan eine Stunde lang über das Mittagessen, das ihm noch nicht vergönnt war. Und das war hart, angesichts der Kälte und der Erholung von den Zöpfli und so, die ich doch dringend genau dann gebraucht hätte.

  2. @Fritteli: Das ist doch kleinkariertes Füdlibürgertum, deine E-Mails wegen dieser Uhr! Nebenbei: Benutzt du absichtlich die langen, englischen Gedankenstriche mit den kurzen Abständen zum Text?

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