Forecastfox sagt Schnee. Und nun schneit’s!

Eine Wettervorhersage im Browser ist eben einfach etwas Schönes.

Endlich schneit’s wieder mal. So hat denn Forecastfox, der mir schon vor Tagen «heavy snow» angekündigt hat, recht behalten. Das freut mich ausserordentlich, denn nun kommt so richtige Weihnachtsstimmung auf, und das kann man ja für ein Adventskonzert ganz gut gebrauchen.

Chorkonzert des Jugendorchesters Köniz

Das JOK spielt in Thun.

Das Jugendorchester Köniz spielt mit dem Singkreis Bethlehem und Thun, und ich spiele mit!
Ort: Marienkirche, Thun
Datum: Freitag, 16. Dezember 2005
Zeit: 20:00 Uhr
Eintritt: Fr. 20.- (glaube ich zumindest)
Programm:

  • A Ceremony of Carols (Chor)
    Benjamin Britten
  • Sinfonie Nr. 8 in h-moll op. 47 (JOK)
    Niels W. Gade
  • Weihnachtsoratorium (Chor und JOK)
    Camille Saint-Saëns

Botschaftsschutzbekanntschaft

Heute habe ich einen schlechten Eindruck von unseren Gesetzeshütern bekommen.

«Die Polizei, dein Freund und Helfer», sagt man. Dieses Sprichwort will ich hier auch gar nicht anzweifeln, denn ich will nicht von Polizisten, sondern Botschaftsschützern berichten, deren Bekanntschaft ich heute gemacht habe.
Ich stand am Postomat und hob Geld ab, als hinter mir am Trottoir ein Botschaftsschutzauto anhielt. Natürlich dachte ich mir nichts dabei, schliesslich dürfen die von mir aus halten, wo sie wollen. Erst als ich das Geld und die Quittung im Portemonnaie verstaut hatte, fiel mir dann auf, dass der Motor des Autos immer noch lief. Meiner grünen Seele ist sowas zuwider, also machte ich mich auf, und pöpperlte an die Scheibe der Fahrertür. Sie öffnete sich, und der Blick auf zwei blau be-overallte Botschaftssschützer wurde frei (die Uniform trug zwar die Aufschrift «Stadtpolizei Bern». Also schreibe ich trotzdem über Polizisten? Wie dem auch sei…). Ich fragte, stets höflich, ob sie denn den Motor immer laufen liessen? «Wir?» kam eine etwas erstaunte Gegenfrage. Allem Anschein nach war der Fahrer kein Berner, sondern wohl ein Freiburger oder so. «Wär de Süsch, du Löu?» dachte ich. «Ja, dir», sagte ich. «Wir fahre grad wider», tönte es schon ein wenig unfreundlicher. «Hättsch ja dr Motor i dene 3 Minute glich chönne absteue!» dachte ich. «De isch ja guet», sagte ich, und wollte mich schon wieder entfernen, als mich die barsche Stimme fragte, wieso ich denn das wissen wolle? Ich tat dem Ordnungshüter kund, mich störe es halt, wenn ein Auto sinnlos den Motor laufen lasse, worauf mir beschieden wurde, das gehe mich gar nichts an, das habe mich nicht zu interessieren, das könne mir doch egal sein. Ich fand, doch es gehe mich schon etwas an, aber ein «Neei!» belehrte mich eines Besseren.
Nun, dann geht’s mich halt nichts an. Ich finde es nur schade, dass ein Polizist mit einem normalen Bürger, der doch gar nichts böses im Sinn hat und ganz bestimmt auch noch nie das Gesetz übertreten hat, so unfreundlich umspringen muss. Vielleicht gehört das zum forschen Auftreten, das ein Polizist an den Tag legen muss, um im harten Alltag gegen Gangster, Drogendealer und Terroristen bestehen zu können.
Löl, so einer.

Plastiksack!

Coop hat keine Papiersäcke mehr. Nur noch solche aus Plastik.

Es ist skandalös: das (der, die?) Coop hat keine Papiersäcke mehr. Was zwar nach wie vor wie ein Papiersack aussieht, entpuppt sich bei näherem Hingucken als Plastiksack in Papiersackform. Skandalös, ich komme nicht umhin, es zu wiederholen: skandalös, ist so etwas. Meinem Argument, Erdöl entstehe schliesslich innerhalb weniger Millionen Jahre auch wieder, ist wohl nicht viel Bedeutung beizumessen, zumal ein Baum wesentlich schneller in der Lage ist, Rohstoff für einen Papiersack (einen echten!) bereitzustellen. Was hat sich da der Coop-Verwaltungsrat wohl gedacht? «Blaschdigg isch gäil, mir möche jetz nur no settig Seck!» etwa, oder «Hei, Papier, das brucht im Fall total viil Boim wo alli müend gfällt werde! Das isch voll dr Unsinn!» Ach, ich will’s gar nicht wissen. Ich möchte nur mein Unbehagen ausdrücken der Tatsache gegenüber, dass man beim zweitgrössten schweizer Detailhandelsunternehmen die Papier- gegen Plastiksäcke ausgetauscht hat. Das stimmt mich unglücklich. 🙁

Rot

Ich habe einen roten Hut gewonnen!

Hui. Ich habe gewonnen. Einen Hut habe ich gewonnen, einen roten, und das ist ja nicht nichts. Denn immerhin habe ich damit schon die Überleitung zum eigentlichen Thema geschafft. Und das, obwohl ich das ursprüngliche Thema noch nicht einmal erwähnt habe. Dies wird also — du hast es gleich bemerkt — ein totaler Chaos-Eintrag.
Beginnen wir also von vorne. Heute war Mittwoch, und somit RBB, und damit Pickwickzeit. Im Pickwick kostete heute ein grosses Murphy’s nicht — wie sonst üblich — Fr. 8.50, sondern deren 8.70. Dafür gab’s eine Rubbelkarte dazu. Ich liebe Rubbelkarten! Ich rubbelte, was das Zeug hielt, und unter den drei freizurubbelnden Flecken erschien einmal nichts und zweimal ein Drachen (oder so). Ich dachte mir, mit nur 2 Symbolen hat man eh nichts gewonnen, aber weil ich guter Laune war fragte ich nichtsdestotrotz am Tresen nach, und tatsächlich: die Monika offenbarte mir, ich hätte einen Hut gewonnen, ob ich einen Roten wolle oder einen Schwarzen. Schwarz ist traurig, also wählte ich Rot, und nun bin ich also stolzer Besitzer einer roten «Murphy’s Irish Red»-Techlichappe. Prächtig.
Damit ist aber noch nicht genug Rot in meinem Abend. Denn: wer gebildet ist, und von Bern, der weiss, dass derzeit vor der Kunsthalle (welche, wie der gebildete Bürger von Bern weiss, auf meinem Heimweg liegt) ein roter Glassammelcontainer steht, der anstelle der Glaseinwurflöcher Lautsprecher besitzt, aus denen — ja, was eigentlich erklingt? Das wollte ich heute erfahren, sprich: erhören.
Ich stellte mich also neben den ersten Lautsprecher, der mit «Positiv» betitelt ist. Lauter positive Botschaften aus Politik und Wirtschaft schallten mir entgegen. Deren Inhalt ist mir momentan leider entfallen. Deshalb sei dir empfohlen, doch selbst mal ein Ohr gegen jenen Lautsprecher zu drücken.
Der nächste Lautsprecher war mit «Negativ» tituliert. Das mit Abstand häufigste Wort, welches jener Lautsprecher emittiert ist sicherlich «nicht» (mit den schweizerdeutschen Abarten «nid» und «nöd». Was ich schmerzlich vermisste, war ein bündnerisches «nitt», aber man kann ja nicht alles haben im Leben). Dann gab es da noch den «Wahrheiten»-, den «Fragen»– und den «Ähm»-Lautsprecher.
Der Fragelautsprecher stellte immerzu Fragen nach der Zukunft, der Wahrheitenlautsprecher stellte fest, es sei nun mal so, und: Der Bundesrat habe keine Ersatzbank, und der Ähm-Lautsprecher war der weitaus langweiligste von allen: mehr als «äahm, ööhm, emmmmm, aahhm, em, äääähh» brachte er nicht zustande.
Alles in Allem war es aber doch ein gelungener Abend, habe ich doch immerhin eine rote Mütze gewonnen. Oder wie nennt man eine Techlichappe auf Hochdeutsch? Ein Käppi, genau!
Lachhaft!