Marder in der Stadt

Natur pur, und das mitten in der Stadt! Und zwar folgendermassen:
Als ich vorhin, das heisst: um ca. 2 Uhr, oder wie spät, resp. früh, war es? Egal. Als ich also um besagte Zeit heimwärts fuhr, der Thunstrasse entlang, du weiss schon, von der Kirchenfeldbrücke Richtung Thunplatz, mein normaler von-der-Stadt-nach-Hause-Weg eben, wurde ich eines Schauspiels gewahr, das mich wirklich ein wenig beeindruckte. Just dort, wo dieses kleine Rasendreieck ist mit den Blumenrabatten und dem Brunnen, dort also, wo, soweit ich mich erinnere, die -Irrtum vorbehalten- Habsburgstrasse einmündet, dort, so befand ich mich im Begriffe zu sagen, traf ich auf zwei Marder. Das heisst: zuerst nur auf den einen, der schlich sich aus dem Gebüsch und begab sich sofort in ein anderes, um dort kräftig zu rascheln, während der zweite Marder immerzu im ersten Gebüsch radaute. Wie laut so ein kleiner Marder doch sein kann! Unglaublich, so etwas. Der erste, nennen wir ihn Foo, fand wohl an seinem Gebüsch nicht die erhoffte Freude und trottete nach einer Weile quer über die Strasse auf ein Auto zu, welches er sogleich bestieg, um fortan auf dem Dach zu thronen. Unterdessen hatte auch der zweite Marder, nennen wir ihn Bar, seinen Busch verlassen und spazierte der Strasse entlang.
Ich dachte ja, wenn ich mein Velo satteln würde und fortführe, so würde sich der auf-dem-Dach-liegende Marder, wir nannten ihn Foo, fortschleichen, aber nein; mitnichten. Seelenruhig thronte er auf der Erhöhung und schaute mit zu, wie ich mich den Berg hinauf abmühte. Freches Viech!

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