Ein Abend im Zirkus

Zirkus Knie ist schon super! Heute hatte ich das Glück, wieder mal eine Vorstellung zu erleben. Alle waren da: Fredi Hinz, Rajiv Prasat, Debbie Mötteli, Benedikt Weibel (doch, ich bin mir sicher, dass er es war!) und Claude von Flügzüg (oder welcher ist nun schon wieder der mit den dunklen Haaren?), die beiden Letzteren jedoch lediglich als Zuschauer im Publikum. Wenn das keine Starbesetzung war! Sehr gerne hätte ich auch noch den Prälaten Morgenthaler zu Gesicht bekommen, aber der hatte leider keinen Auftritt.

Beim Messerwerfer musste ich mir ab und zu beinahe die Haare raufen. Ich weiss, ich weiss: der Bolzli hatte mir schon geschrieben, der sei langweilig, der habe immer daneben getroffen, und so war’s auch diesmal. Aber ich hatte trotzdem immer Angst um das schöne Frollein, das sich an die Wand stellte und Kopf und Kragen riskierte.

Zwischendurch war’s durchaus auch möglich, mal ein Nückerchen zu nehmen, nämlich während der Pferdenummern. Die kennt man ja. Immer das gleiche. Rössli, die im Kreis herumgaloppieren, fertig. Aber es soll ja Leute geben, denen das gefällt.

Mir gefielen (bitte als Konjunktiv interpretieren, nicht als Präteritum) Raubtiernummern mit wilden Tigern und Löwen und Hyänen und Geparden und Antilopen und Krokodilen wesentlich besser. Gab’s aber irgendwie keine, und das fällt mir erst jetzt auf, da ich diese Zeilen schreibe… Schade, eigentlich.

Was es auch nicht gegeben hat, war die Walfischnummer, obschon der Fredi immer und immer wieder insistiert hatte, er hätte gerne eine ebensolche. Aber auch mit Suleika hat er keine schlechte Figur gemacht, und sein Flötenspiel ist wahrlich ein einmaliges Erlebnis für musikalische Ohren.

Alles in Allem ist es ein durchwegs sehenswertes Programm. Schon alleine, weil’s Zirkus ist, und Zirkus ist doch einfach super, oder nicht? Der Geruch wilder Tiere und schwitzender Artisten, das Rascheln von Popcorn, gemischt mit Zirkusmusik der Live-Band, und in der Reihe hintendran ein 5 jähriger Bub, der nach jedem Satz von Fredi Hinz seinen Vater in einer Heidenlautstärke fragen muss „Was het er gseit?“, so dass man den Fredi gar nicht mehr hört… Wirklich sehens- (und hörens)-wert!

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