Pro-aktives Vorgehen wirkte manchmal wunder

Der James Bond sei nicht mehr, was früher, war früher zu lesen, als Daniel Craig als neuer Bond-Darsteller vorgestellt wurde. Ich pflege Gerüchten keinen glauben zu schenken, und machte mir gestern Abend selber ein Bild vom neuen Bond.

Und was für ein Bild. Ein Bild von einem Mann. Muskelbepackt, blond, blauäugig. Letztere Attribute sollten zwar eher auf das Bond-Girl zutreffen, aber item. Auf den Film will ich denn auch gar nicht weiter eingehen, sondern auf das Drum und Dran.

Der Gotthard war vollgestopft. Nicht der Tunnel, der Kino (der Kino? Das Kino? Die kinematographische Vorführungsstätte? Wie dem auch sei). Aufgrund der prekären Platzverhältnisse waren wir gezwungen, uns in der fünftvordersten Reihe niederzulassen: Äckegschtabi garantiert. Nicht der Äckegschtabi war aber das grösste Problem gestern, sondern jene drei Adoleszenten, die sich für jeden Toten, den Herr Bond auf seinem Weg durch die Irrungen und Wirrungen der modernen Zeiten hinterliess, mit lautstarkem Klatschen bedankten. Sehr zu meinem Missfallen. Hubi votierte vehement für ein pro-aktives Vorgehen, das den Randalen die Münder stopfen würde. Ich widersprach nicht. Innerlich jedoch war ich mir nicht sicher, ob Gewalt eine Lösung sein konnte, hatten doch diese bedauernswerten Raufbolde sicherlich unter einem rauen Migrationshintergrund zu leiden. Heute bin ich zur Überzeugung gelangt, dass ein wohlplatzierter Faustschlag völlig richtig gewesen wäre, denn schon der grosse brevetto hat gesagt: „Leichte Schläge auf den Hinterkopf fördern das Denkvermögen“, und dann muss eine kräftige Faust im Gesicht à la James Bond doch wie ein wahrer Geistesblitz einfahren. Und einen solchen könnten diese lärmenden Jugendlichen sicherlich gut gebrauchen.

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