Ein Tag voller Aufregung

Ich möchte gerne dichten. Leider fällt mir momentan kein geeigneter Reim auf «Schaumstoffherstellungsprozess» ein, und deshalb verschiebe ich diese Thematik auf einen fernen Zeitpunkt irgendwo in der tiefen Zukunft. Als alternatives Gesprächsthema kann ich dir anbieten, dass ich mich heute aufgeregt habe. Dies hatte verschiedene Gründe.

Zuerst war da mal dieser miesepetrige WLAN-Empfang im ExWi, der andauernd die Verbindung abbrechen liess. So kommt man ja gar nicht zum Lernen! Ah, das Lernen! Hier ist bereits der 2. Grund. Ich gedachte, mich auf meine anstehende Physik-mündlich-Prüfung vorzubereiten. Leider habe ich heute nichts von alledem begriffen, was ich gelesen habe. Dass ich mich darüber aufgeregt habe, sollte wohl einleuchten.

Dann wiederum musste ich mich darüber aufregen, dass es im Februar regnet, anstatt zu schneien, wie es sich für ein wohlerzogenes Wetter gehörte. Aber von diesem Rabaukenwetter ist in dieser Hinsicht wohl nicht viel zu erwarten. Es ist wahrlich ein Problemkind, dieses unser Wetter, zur Zeit.
Und zu guter Letzt habe ich mich aufgeregt, weil wieder mal mein Rücklicht nicht funktioniert. HALLO!? Dabei habe ich extra ein neues gekauft, für teures Geld, und montiert, in eigener Handarbeit und im Schweisse meines Angesichts. Wofür? FÜR NÜÜT, wenn’s ja jetzt doch nicht leuchtet. So habe ich morgen ömel öppis zum grüblen.

Nun aber bin ich erschöpft ob so viel Aufregung an einem einzigen Tag. Bevor ich’s vergesse schicke ich noch ein Dankeschön an Kreba, der mir heute mit diesen Maracuja-Traubenzuckern eine grosse Freude bereitet hat. Kennst du die? Die gibt’s auch in Zitrone, Erdbeer, Kirsche, Traube, Banane, Mango und sicher noch in uschaflig vielen anderen Geschmacksrichtungen. Die besten Traubenzückerchen der Welt sind das! Zu kaufen in der Drogerie Ihres Vertrauens…

Jenkins-Bass ist am Morgen kein Problem

Fürwahr, sänge man heute Morgen diesen Jenkins, den wir gestern Abend zu brösmelen versucht haben, ich könnte in alle Tiefen hinuntersingen ohne Probleme. Um in die Bass-Lage zu kommen müsste ich meine Stimmbänder gehörig nach oben zwingen. Dies bringt es mit sich, dass mich meine Mitmenschen nicht verstehen, sind sie doch Menschen und keine Elefanten, deren akkustisches Hörvermögen eher meinem aktuellen oralen Frequenzband entspricht.

Alles über Elefanten gibt’s übrigens auf der Uncyclopedia zu lesen, denn wir alle wissen: Wikipedia ist out, da voller Halbwissen. Uncyclopedia ist in!

Separatismus ist einfach nicht in Ordnung!

Ich meine, ja, okay, es ist im Grunde genommen offensichtlich, aber trotzdem, irgendwie wollte ich es wohl nicht wahrhaben, aber eben, trotzdem, alles was recht ist, oder? Sogar du musst mir hierbei zustimmen, oder etwa nicht? Also, alles was recht ist, aber genug ist genug!

Es mag sein: Informatiker stinken. Und es ist erwiesen: Juristen sind asoziale Vögel. Und Geographen sind nun mal einfach unerträglich. Aber ist denn das Grund genug, uns einfach links liegen zu lassen, und sich an einen eigenen Tisch zu setzen? Der Züri, als Mediziner, der er unbestrittenerweise ist, sollte froh sein, dass er sich überhaupt an jemandes Tisch setzen darf, ohne Pocken zu kriegen. Der Schmidi und der Fey, das sind beides elende Juristen, und die können es sich per definitionem nicht leisten, sich einen sozialen Kontakt durch die Lappen gehen zu lassen. Und der Matter, der hat irgendwas studiert, woran ich mich nicht erinnere, und das sollte wohl Grund genug sein, sich an den gleichen Tisch wie ich setzen zu wollen! Alles in Allem sehe ich also keinen einzigen lumpigen Grund für das lumpige Verhalten dieser vier lumpigen Buben, sich ostentativ-separatistisch von uns fern zu halten (Jassen gilt nicht!). Und da ich dem Herrn Fey (notabene dem grössten Separatisten aller separatistischen Separatisten) versprochen habe, ich würde sein extrem separatisisches Verhalten in aller Öffentlichkeit brandmarken, brandmarke ich nun hier sein extrem separatistisches Separatistentum in aller Öffentlichkeit. Auf dass aller Separatismus dieser Welt ein möglichst abruptes Ende finden möge!

Und nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass Ankh durchaus kein «Text-Adventure»-Spiel ist, als das es der Marc gerne bezeichnet. Aber der ist ja auch Jurist, und somit in computertechnischen Fragen unterqualifiziert und somit unglaubwürdig. Wie gut, dass ich es besser weiss!

Ein Tag im Leben des Homo frittellensis

Wie sieht eigentlich so ein Tag im Leben eines durchschnittlichen Homo frittellenis aus? Gehen wir chronologisch vor:

7:00: Der Wecker schellt. Soll er doch.
7:08: Der Wecker schellt. Ich haue nochmal drauf.
7:16: Der Wecker schellt. MÜHSAM!
7:24: Der Wecker schellt. IST JA GUT!!! Ich stelle ihn endgültig ab und stehe dann mal auf.
7:47: Hoppla. Anscheinend bin ich wieder eingenickt. Jetzt aber auf!
7:49: Zuerst mal unter die Dusche stellen. Der schwierigste Teil des Tages erwartet mich: die richtige Wassertemperatur finden!
7:56: Ja, bald hab ich sie…
8:04: …ja, endlich. Jetzt kann ich wirklich duschen.
8:28: Fertig (man soll ja nicht schon am frühen Morgen mit Pressieren beginnen). Ich entsteige der Dusche und besteige die Kleider.
8:32: Frisieren, Linsen montieren, alles will gemacht sein.
8:53: Schon so spät? Das reicht nicht mehr fürs Frühstück. Aber bevor ich ins Büro gehe, will ich noch ganz schnell meine E-Mails checken. Wirklich nur ganz schnell.
10:41: Nun muss ich aber los!
10:44: Gegenwind auf dem Velo ist wirklich mühsam! Wenigstens regnet’s nicht.
10:57: Endlich da. Ich steige in die Tiefen des Informatikdienstebürokomplexes hinab und erreiche mein Ziel, das 1. UG. Meine grüne Seele windet sich in Qualen: Im Büro brennt Licht, die Rollläden sind unten. Also mach ich die zuerst mal auf. Das Licht lass ich brennen.
10:58: Soll ich mir ein Käffchen gönnen? Eines kann wohl nicht schaden.
10:59: Während die Kaffeemaschine rattert, lass ich mal den Computer an. Und den Bildschirm. Und den zweiten Bildschirm auch. Und die Böxli.
11:00 Kaffee ist fertig! Viel Zucker, viel Milch. Ach, schon wieder kein Löffelchen hier. Ich unternehme einen geschwinden Ausflug in die Mensa und leihe mir eines.
11:03: Wieder zurück kann ich mich einloggen. Nun muss ich zuerst mal die E-Mails checken! Und meine RSS-Feeds durchlesen.
11:51: Langsam sollte man das Mittagessen planen. Mensa? Auswärts? Der Menuplan entscheidet.
11:57: «Halloooooo!! Mannnnn, chumm ändlech!!!» Aha. Casi, Reufi, Amsi, alle sind sie da und warten ungeduldig. Dann machen wir uns eben auf den Weg.
13:32: Ich habe schon besser zu Mittag gegessen. Aber auch schon schlechter. Und ich lebe noch, ist das nicht die Hauptsache? Nun kann ich mich voller Elan in die Arbeit stürzen.
13:34: Coffeetime!
13:52: Einen Kaffee in Ehren kann niemand verwehren.
14:29: Arbeiten macht durstig! Trinken wir einen Kaffee.
14:59: Ich muss mal aufs Klo. Ich leere meine Blase, die Maschine füllt meine Kaffeetasse.
15:34: Weshalb bin ich so zittrig? Dagegen hilft nur eines: Kaffee.
16:01: Die Leute im Nachbarbüro sind wieder mal schrecklich Laut. Ich ertränke ihre Geräusche in einem Kaffee, das hilft immer!
16:20: Zwischendurch gönne ich mir natürlich auch einen Schluck Wasser — ich will ja gesund Leben! Leider ist mein Wasserfläschchen leer. Währenddem ich’s auf dem Klo auffülle, füllt die Kaffeemaschine meine Tasse.
16:34: Es ist so heiss im Büro! Und das mitte Februar! Ich ziehe den Pullover aus, und mir einen Kaffee rein.
17:01: Genug gearbeitet heute. Noch schnell einen Kaffee als Wegstärkung. Den Löffel bringe ich morgen zurück. Oder übermorgen. Oder so.
17:03: Ja, Kaffee ist ein wundersamer Treibstoff. Ich bin bereits zu Hause.
17:05: Hunger! Znachtessen!
17:07: Und was machen wir nun mit dem angebrochenen Abend? Fernsehen
17:08: Geht ja nicht. Das Wohnzimmer ist überstellt. Wir haben ja noch die Handwerker im Haus.
17:09: Also an den Computer. OpenTTD bietet sich immer an.
3:04: Langsam klingt die Wirkung des Kaffees ab. Bald geh ich ins Bett.
4:49: Nur noch diesen Zug da erneuern, und vielleicht noch eine einizge Linie dazubauen. Dann ist aber Schluss!
5:01: Ah, ein UFO hat die Gleise zerstört. Muss ich flicken.
5:35: Draussen pfeifen die Vögel. Spinnen die, mitten in der Nacht!?
5:59: Jetzt lohnt sich’s nicht mehr, schlafen zu gehen. Spiele ich halt noch ein wenig weiter.
7:00: Der Wecker schellt. Ich bin schon wach.

Eine kleine Nacht… textstelle

Es gibt Witze, die nehmen sich einen halben Tag Zeit, um von meinen Ohren bis zu meinem Verständnis durchzudringen. Wenn sie es dann aber endlich geschafft haben, dann kann ich umso herzhafter lachen.

Obwohl ich das «Aaaah! Hehehe…», welches mir heute Abend entschlüpft ist, als ich den Witz endlich begriffen hatte, als nicht allzu herzhaft bezeichnen möchte, habe ich – im Nachhinein – trotzdem grosse Freude gefunden am Witz mit den Musikanten.

Item. Darum geht’s ja gar nicht. Sondern darum, was an einem späten Abend zu schreiben ist, wenn’s im Grunde gar nichts zu schreiben gibt. Ich könnte darüber philosophieren, dass die Deutsche Sprache mit ihrer Gross- und Kleinschreibung unnötige Komplikationen verursacht, oder dass der Europapark einfach super ist. Aber da der gemeine Leser den Gedankensprung zum Europapark wahrscheinlich als etwas gar abrupt und willkürlich empfinden wird, sollte ich den wohl besser weglassen. Er ist nun aber mal passiert, was mich im Endeffekt dazu bringt, die Tastatur so schnell wie möglich zu verlassen, auf dass Ruhe einkehre in meinem Blog. Es geschieht dies zu unser aller Bestem. Wobei «Bestem» absichtlich Gross geschrieben wurde. Und «Gross» auch.