So ein Konzert, das macht ja bloss dick, man steht den ganzen Abend bloss ‚rum, ohne sich viel zu bewegen, hie und da ein Schläglein auf ein Instrumentchen, alles in allem werden es laut This‚ Analyse wohl an die 50 gewesen sein (inkl. Wirbel), aber das war’s auch schon, und im Anschluss daran säuft man bis am Morgen früh Bier, davon muss man ja dick werden, zumal man zwischendurch noch einen ganzen McDonald verspeist. Ich habe deshalb heute den Kampf gegen meinen Bauch aufgenommen und mich bei frühlingshaften Temperaturen auf mein Fahrrad geschwungen.
Nach nicht allzulanger Zeit drang mir ein klägliches Miauen ans dahingehend geschulte Ohr, und ich kehrtwendete postwendend, um die Quelle des Ursprungs ergründen zu gehen. Alsbald fiel mein Blick auf ein vergittertes Fenster, hinter welchen ein rotgetigertes Büssi sass und wohl nur allzu gerne in die Freiheit entschlüpft wäre. Mit beängstigender Regelmässigkeit liess es ein zittertrauriges «Miiaaääääuu!» fahren und sperrte dabei das Maul jedesmal so sperrangelweit auf, dass man hätte meinen können, es wolle das ganze Fenstergitter uf ds Mau verschlucken.
Ich konnte nicht helfen und machte mich notgedrungen vom Acker, und an einem ebensolchen kam ich alsbald auch vorbei. Auf diesem Acker, besser gesagt: auf dieser Wiese, grasten friedlich einige Kühe. Eine Liegende war im Begriff, sich aufzurichten, und das sieht schon ziemlich merkwürdig aus, wenn sich so ein 800-kg-Ungetüm zuerst auf die Hinter- und danach auf die Vorderbeine hievt. Gleich daneben labte sich ein Kälbchen an seiner Mutter Zitze, währenddem diese gemütlich einen dicken Strahl gelben Brunzes ins Gras fahren liess. Ich stelle mir das sehr appetitlich vor.
Die restliche Fahrt verlief durchaus ereignislos. Aber wenn ich dran denke, dass ab morgen der Bahnhofplatz für jeglichen Verkehr gesperrt ist, kann ich mir gut vorstellen, morgen ein neues bloggenswertes Thema parat zu haben.