Äin kläiner Test, jäwöll!

«Spinnt dr Mänu?», wirst du dich wohl beim Lesen dieses Titels gefragt haben. Mitnichten ist dem so. Björn hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es für WordPress, meine Blogging-Software, ein Plugin gibt, das die Permalinks mit Umlauten besser darstellt. Wenn nun also alles richtig läuft, sollte der Link auf genau diesen Beitrag in etwa Aein-klaeiner-Test-jaewoell lauten, und nicht ain-klainer-Test-jawoll. Mal schauen, ob dem so ist.

Nachtrag: Ja, dem ist tatsächlich so! Wenn ich nun also das nächste Mal mein Büro in den Titel eines Beitrages packe, erscheint es nicht mehr als buro, sondern als wunderbares buero. Danke, Björn!

Nachtrag 2: Sam hat natürlich vollkommen recht, wenn er wissen möchte, wie denn das Plugin heisst. Nun, es heisst GermanPermalinks, und ist vom WordPress-Wiki herunterzuladen.

Quietscht da ein Sulzer?

Man sollte unbedingt mehr dr schöne, grüene Aare na, oder auch in die Aare hinein, Hauptsache, man kann der Aare entlang hinaufspazifizotteln, und sich die Leute anschauen. Oder auch anhören.

Als ich heute mit dem Marc nach einem tüchtigen Aareschwumm im 19.5-grädigen Wasser gen Eichholz zu unseren Tüchern zurückmarschierte, drang mir uf ds Mal ein höchst irritierendes Quietschen ans Ohr. Mit grösster Verwunderung musste ich feststellen, dass es von der Dame herzukommen schien, die sich wenige Meter vor uns auf demselben Weg befand. Sie emittierte bei jedem Schritt ein dezentes quietsch-quietsch. Marc und ich begannen die Ursachen zu eru- und diskutieren. Wir kamen zu der Erkenntniss, das Sulzer auch nicht mehr ist, was es mal war, wenn sie nun sogar quietschende und gixxende Hüftgelenke herstellen!

Leserbrief im Bund

Rudi Carrell ist tot. Kurt Felix hat letzen Dienstag im «Bund» einen Nachruf geschrieben. Als ich den gelesen habe, habe ich mich ein wenig genervt. Ich glaube, Karin Niggli aus Bern, deren Leserbrief im gestrigen Samstagsbund erschienen ist, spricht mir so ziemlich aus der Seele. Ich bin so frei, ihren Leserbrief zu zitieren:

Kurtli der Grosse

Die Sendungen von Rudi Carrell gehören wie Winnetou, Sissi und Barbapapa zu meinen frühen Fernseherfahrungen. Mit Wehmut las ich von seinem Tod. Ich bin mit Kurt Felix einverstanden, dass die Ära der grossen Showmaster nun endgültig zu Ende ist.

Nur Felix darf uns munter weiter ärgern. Selbst in einer Hommage an seinen verstorbenen Kollegen verpasst er keine Gelegenheit, die eigene Karriere zu beleuchten. Wie nebenbei platziert er seinen Verdienst mit «Teleboy» und weist mehrmals darauf hin, wie ihn der grosse Rudi um Rat fragte. Der Umgang mit Rudi war für viele schwierig, selbstverständlich aber nicht für Kurt Felix, denn er wurde «nicht von seiner Zuchtrute getroffen».
Felix besitzt auf jeden Fall zwei unschlagbare Fähigkeiten: keine Gelegenheit auszulassen, sich beiläufig selbst zu rühmen. Und jahrelang mit schlecht gesprochenem Hochdeutsch ein wenig Kurtli-Schweiz in die Fernsehsendungen des grossen Kantons zu tragen.

Karin Niggli, Bern

Nicht, dass wir zu Winnetous oder Sissis Zeiten bereits einen Fernseher besessen hätten, geschweige denn, dass ich wüsste, wer oder was Barbapapa ist. Dass aber der Kurt in seinem Nachruf eine wahrhaftige Selbstbeweihräucherung vollzieht, das ist Tatsache und ging mir gehörig auf den Senkel.