Erkältung in Spanien?

Wie kann man sich in Spanien erkälten? Ich weiss es nicht. Ich weiss bloss, dass es geht. Meine Nase läuft, zwar nicht gerade mir davon, aber trotzdem ein bisschen, und der Hals ist rau. Möglicherweise mag das auch am spanischen Hahnenwasser liegen: Nach jedem Schluck hatte ich das Gefühl, ein Schwimmbecken leergetrunken zu haben. Chlor im Trinkwasser ist wirklich übel, und es ist mir wieder mal bewusst geworden, was wir doch für ein super Wässerli in unseren schweizer Wasserleitungen haben.
Wegen meines Gesundheitszustandes will ich mich aber nicht weiter beklagen. Schliesslich habe ich in Spanien eine wunderbare CD käuflich erworben, die mich über so manche dunkle Stunde hinwegtrösten kann: Vol. 1 von den New Orleans Ragamuffins. Diese Strassenmusikanten haben wir in Barcelona angetroffen, und obzwar der Banjoist zwischendurch komisch gesungen resp. -jault hat, konnte ich dem Kaufdrang nicht widerstehen und investierte 10 €.

Nur schade habe ich die CD jetzt gerade nicht dabei. Ich könnte damit Dezis Diablo-Soundtrack übertönen…

Nun noch Werbung in eigener Sache: wenn du nächstes oder übernächstes Wochenende noch nichts vor hast, besuche eines der og-Konzerte! Mehr Infos gibt’s bei den Events in der Seitenleiste rechts, oder direkt auf der og-Website.

¡Hola!

Ich bin zurück. Spanisch kann ich immer noch nicht, denn wenn man spanisch sprechen muss, hat man ja zum Glück einen Chrügi dabei, der die Konversation übernimmt, obwohl er just damals, spät am Morgen früh, dem Spanier nicht gesagt hat, dass ich eigentlich keinen Schnaps mehr wollte, aber geschadet hat’s mir jedenfalls nicht, und so bin ich nun wohlbehalten nach einer vielstündigen Carfahrt wieder zuhause.

Die Konzerte werde ich in Kürze ankündigen. Bis dahin lohnt sich ein Besuch auf giovane.ch!

Musik scheidet Geister

Musik scheidet Geister. Nichts auf der Welt scheidet Geister so sehr als wie die Musik. Da kommt zum Beispiel ein Guru, der findet, 65 Days of Static seien der Weisheit letzter Schluss. Er sagt «Sorry, das isch Musig», währenddem ich die Klangerzeugnisse seiner Lautsprecher als puren Lärm bezeichnen würde. Handkehrum kann ich noch so viel Blues Brothers, Incognito, Queen, Jamiroquai, Patent Ochsner, Tower of Power oder Mani Matter ablassen, er lässt sich partout nicht davon überzeugen, dass dies die wirkliche Musik unserer Welt ist. So sind die Geschmäcker eben verschieden.

Eigentlich schade. Denn hörten alle Menschen bloss die Musik, die ich gerne mag, gäbe es weniger Kriege, Elend und Leid, meine Musik ist schliesslich die Beste wo gibt’s. Andererseits ist’s auch gut so. Ansonsten ich niemals Keziah Jones, Michel Camilo oder Herb Alpert kennen gelernt hätte!

Mit dem Vivaro ins Wankdorf

Es gibt Autos, in denen sitzend man die Welt von oben zu betrachten das Vergnügen hat, so zum Beispiel den füürzündroten Opel Vivaro mit den ub-Logos an allen Seiten. Und es gibt Einkaufszentren, deren schiere Grösse das Fassungsvermögen des menschlichen Geistes zu sprengen droht, so zum Beispiel den Riesencoop im Wankdorf.

Die Schnittmenge dieser beiden Erzeugnisse unserer modernen Zeit deckt sich ziemlich exakt mit meinem heutigen Nachmittag. Für ein Apéro muss schliesslich eingekauft sein, und weil es in der Migros kein Bier gibt, bleibt als Alternative nur der Coop, und weil ein Smart zu klein ist, bleibt als Alternative nur der Vivaro. Und weil man nicht alle Tage das Büro zügelt, gibt es überhaupt ein Apéro. Das Apéro, wohlgemerkt, ansonsten es einen wäre.
Was jetzt noch zu hoffen bleibt, ist, dass morgen so wenig Leute wie möglich vorbeikommen. Dann bleibt uns mehr Bier übrig :-).