Der Sloganizer

Bolzli sei Dank – ich habe wieder was zu schreiben!

Auf seiner Website hat er über den Sloganizer berichtet: Gib dem Sloganizer ein Wort, schon generiert er dir den perfekten Slogan dazu. Wir alle wissen: Je später der Abend, desto derber die Sprache. Kein Wunder also, dass ich auf Slogans wie «Ficken – nur für Erwachsene», «Ohne Penis fehlt dir was!» oder «Mit Sex im Wasser geht’s Abwaschen rascher» gekommen bin. Und nun die Aufgabe auf Morgen: Erfinde weitere lustige Beispiele!

Kaffee? Aber gerne!

Der Morgen sei ein Hund, sagt man. Ein heimtückischer, niederträchtiger Hund, da er einen jeden Tag von neuem aus dem Schlaf reisst und unvermittelt ins raue (neue deutsche Rechtschreibung! Sieht hässlich aus, ist aber so) Leben wirft, und man nichts dagegen unternehmen kann.

Gar nichts? Doch! Ein kleines gallisches Dorf– pardon, ich drohe abzuschweifen.

Gar nichts? Doch! Wofür sonst hätte die Evolution die Kaffeebohne erschaffen? Diese Bohne, welche gemahlen und mit Wasser versetzt einen aufputschenden Trank ergibt, hat so manch schlaftrunkenes Auge geöffnet und vielerlei müde Herzen rasend gemacht. Heutzutage ist es keine Hexerei mehr, sich ein Käffchen zu brauen: Ein Knopfdruck, und schon tröpfelt die vor 1,3,7-trimethylxanthin strotzende Flüssigkeit in die Tasse, der modernen Technik sei Dank.

Wenn nun aber die Kaffeemaschine frisch durchgeputzt ist, hat sie die Mengenberechnung nicht mehr im Griff, ich vermute, die Durgol-Dämpfe verändern den Elektronenfluss im Berechnungsprozessor. Jedenfalls musste der Dezi vorhin mit einer Übermenge Kaffee in seiner Tasse fertigwerden, was sich als nicht-triviale Angelegenheit herausstellte, und wohl wiederum die Theorie erhärtet, der Morgen sei ein Hund, ein heimtückischer, niederträchtiger.

Wo steht dein Luftschutzkeller?

Weisst du, wo sich dein Luftschutzkeller befindet?

(Unter anderem) diese brennende Frage stellte sich mir und Floh heute morgen in einem sehr interessanten Gespräch. Floh, das ist der Kopf von Schöftland. Nein, nicht der Gemeinde Schöftland im wunderschönen (?) Kanton Aarau, dort, wo Aargau der Hauptort ist, ich spreche von Schöftland, der Band.

Wo aber befindet sich nun der Luftschutzkeller? Wüsstest du, wohin du dich zurückzuziehen hättest, falls es mal wirklich brennt in der Schweiz? Falls der böse Osama, oder noch schlimmer: die Amerikaner uns zu invadieren drohen, wo müsstest du Schutz suchen? Ich persönlich müsste mich in irgend einen Luftschutzkeller an der Jupiterstrasse begeben, so steht’s zumindest auf einem Zettel, der seit etlichen Jahrzehnten schon bei uns im Keller hängt. Aber ich bin überzeugt, dass in vielen, vielen Häusern kein solch nützlicher Zettel hängt. Und dann? Dann nützen auch die Jodtabletten nicht mehr viel, wenn plötzlich Herr Bush vor der Türe steht und dich nach Guantanamo mitnehmen will.

Themenwechsel: Als Fahrradfahrer scheint es ja fast schon eine Pflicht zu sein, Verkehrsregeln zu missachten. Richtig auffallen tut mir, als Velofahrer, dies aber erst, wenn ich mich ausnahmsweise mal dran halte. So habe ich heute brav vor der roten Ampel am Schanzenstutz auf grün gewartet. Und während dieser wohl circa eine Minute dauernden Wartezeit wurde ich von nicht weniger als 2 Velofahrern überholt, die sich hemmungslos über den durch das Rotlicht unmissverständlich angezeigten Stoppzwang hinwegsetzten.

Erschreckend, diese Unverfrorenheit, nicht wahr? Ich frage mich, wann die Polizei da mal richtig durchzugreifen gedenkt… Wie das wohl in Schöftland— pardon: Schöftland gehandhabt wird?

Die Ehrlichkeit eines kleinen Kindes

Auf dem Nachhauseweg können einem allerhand Sachen widerfahren.

Ich fahre unbekümmert die Thunstrasse hinauf, und überhole gerade einen kleinen Buben mit Cellokasten am Rücken (er, nicht ich). Wenige Meter weiter oben stehen zwei Mädchen, das eine davon mit einem merkwürdigen schwarzen Hut und grünem Pullover. Da höre ich plötzlich den Buben: «O Gott, siehst du bescheuert aus!» meint er in grosser Lautstärke zu der behuteten Dame. Und ich muss sagen, ja, mit diesem Hut, das sah wirklich ein wenig, nun ja, gewöhnungsbedürfig aus.

Kinder können wirklich schamlos ehrlich sein.

Fertig Openairkino

Gestern Abend war ich noch bitter enttäuscht darüber, dass nun wieder eine Openair-Kino-Saison vorüber ist, und ich es einmal mehr nicht geschafft habe, dabeizusein. Heut Nachmittag hat sich diese Enttäuschung schlagartig in Freude umgewandelt, als Chrigu Friedli in unserem Büro verkündet hat, die vom Orangecinema würden die übriggebliebenen Glacen verteilen.

Flugs spurteten daraufhin drei Informatiker vom 1. UG querfeldein auf die grosse Schanze und plünderten die dort stehende Kühltruhe. Mit dem Ergebnis, dass unser Bürokühlschrank nun wieder prall gefüllt ist (naja, mittlerweile auch schon nicht mehr) und meine Tastatur neben den Gipfelibrösmeli nun auch mit Schoggiflecken und Wasserglacenglunggen übersät ist. Macht aber nichts, denn gelohnt hat sich’s allemal.