Mein erster Tag

Schlecht gestartet, gut beendet.

Ich habe einen erneuten Platten zu beklagen, oder jedenfalls einen Teil-Platten.
Als ich heute um viertelvoreins mich zu meinem ersten Arbeitstag aufmachen wollte, musste ich mit allergrösstem Schrecken feststellen, dass im Hinterrad nur mehr ganz, ganz wenig Luft war, ein Quasi-Pladi, sozusagen. Wie kommt das bloss? Da kann ich flicken und flicken und ficken, es bringt einfach nichts, so scheint es.
Ich bin dann auf Vorderrad und Hinterfelge an die Uni gedüst, denn ich war schon so zu spät dran, und völlig schweissgebadet kam ich dann an. Ja, super, das macht einen hervorragenden Eindruck, wenn man so zum ersten Arbeitstag erscheint.
Aber item. Nun habe ich die ersten 6 Arbeitsstunden damit verbracht, eine überaus ausführliche Präsentation vorgeführt bekommen und meinen Arbeitsrechner teilweise installiert zu haben (hoppla. Diese Zeitform nennt sich wohl passives Präteritum Imperfekt II, oder so), und wenn ich morgen zeitig auf der Matte stehe, schaffe ich es vielleicht sogar, dass am Abend der X-Server läuft 🙂 .
Ich möchte noch am Rande erwähnen, dass unsere Computer einen Gigabit-Ethernetchip von Intel onboard haben. Den unter Linux zum laufen zu bringen? Kein Problem, der e1000-Treiber ist im Kernel drin. Unter Windows? Keine Chance. Die XP-CD bringt keinen passenden Treiber mit. Da soll noch jemand sagen, Linux sei benutzerunfreundlich…

(Kein) Loch (mehr) im Reifen

Der platte Reifen ist geflickt, und diesmal war’s der Klassiker: eine kleine, spitze Scherbe hat den Luftverlust verursacht. Das stimmt mich froh, denn der Flick, den ich letzten Donnerstag angebracht habe, hält nach wie vor, und also sind meine Veloschlauchflickkünste doch nicht ganz so schlecht, wie ich bereits befürchtet hatte 😀 .

Schowider Pladi!

Und schowider am Hinderrad! Müesam.

So ein Mist. Als ich mich gestern zum zweiten Mal aufmachte nach Gümligen, pfiff mir plötzlich mitten auf dem Weg ein Lüftchen um die Ohren, und als ich die Quelle suchte, wurde ich wieder mal beim Hinterrad fündig. Blödsinn, dabei hatte ich nur noch eine knappe Viertelstunde, um zum Mattenhofsaal zu kommen, und ich befand mich erst auf nicht einmal halber Strecke, nämlich hier! Was tun? Das Velo an einen Mast anbinden (und zwar hier) und autostöppeln. Das erste Auto fuhr vorbei. Das zweite auch. Das dritte hielt. Freudig sprang ich dorthin, wo es angehalten hatte, und entdeckte, dass es sich bei den Insassen um die Ochsenbeins handelte, was natürlich das Erklären meines Zielortes um ein Vielfaches vereinfachte, wollten sie doch ebenfalls zum Mattenhofsaal. Da habe ich nochmal riesiges Glück gehabt im Unglück!

Dampflok!

Wowww! Ich fuhr vorhin mit dem Velo zum Mattenhofsaal in Gümligen, und just als ich die Brücke über die Bahngeleise überquerte, dort vor Gümligen, nach dem Volvo-Händler, fuhr unter mir eine Lok durch mit einer Dampftschudere im Schlepptau! Hui! Das war eine richtig grosse, schwere, rabenschwarze Dampflok, eine wie aus dem Bilderbuch! Was habe ich mich darüber gefreut!
Das wird ein guter Tag 😀 .

Mein Velo! Wieder geklaut? … Nein, doch nicht!

Mir war das Herz bereits in die Hose gerutscht beim Anblick der leeren Wand, wo ich mein Velo parkiert hatte. Dabei… aber lies selbst.

Uff, heute habe ich wieder mal den Schock meines Lebens erleben müssen!
Beginnen wir am Anfang: letzten Donnerstag habe ich den Hinterreifen meines Fahrrades geflickt, der war ja platt. Am selben Morgen begab ich mich dann noch an die Uni (das hat jetzt gerade gar nichts mit meinem heutigen Schreck zu tun, aber erwähnen wollte ich es einenweg). Wie ich so arglos von der Steiner- in die Ensingerstrasse einbiegen wollte, kam von Links ein dunkles Auto, und nahm mir doch tatsächlich die Vorfahrt bei diesem Rechtsvortritt! Ich wollte bereits meine Hand erheben und mein Mundwerk in ein wildes Feuerwerk von Verwünschungen und wüsten Beschimpfungen ausufern lassen, als ich zum Glück noch gerade rechtzeitig erkannte, dass ja der Mich am Steuer sass. Hui! Dem lasse ich die Vorfahrt natürlich gerne, und so wurde anstelle einer wütenden Faust eine freundliche Winkehand geschwungen.
Item, kommen wir nun endlich zum Punkt, es ist bereits spät, und morgen wird ein langer Tag.
Mit meinem frisch geflickten Velo war ich heute wieder mal beim Bolzli, um einen Film mir zu Gemüte zu führen. Heute war Narnia dran, und ich glaube, das wäre gar nicht so ein schlechter Film, aber leider haben wir — wie immer, wenn wir beim Bolzli einen Film guggen — viel zu viel geredet und zu wenig aufgepasst, und so habe ich die Hälfte, wenn nicht mehr, verpasst. Jedenfalls, als ich mich auf den Heimweg begeben wollte war mein Fahrrad weg! Dabei hatte ich mich extra vergewissert, dass ich es denn wirklich abgeschlossen habe. Und trotzdem war’s weg! Ich konnte es nicht glauben, und wollte schon in wilde Töbereien oder auch in tiefstes Selbstmitleid ausbrechen, resp. versinken, ich hatte mich da noch nicht ganz entschieden, als mir der Corni mit maliziösem Lächeln eröffnete, nein, nicht der Abwart habe das Velo abgeschleppt, sondern er habe es höchstpersönlich hinter der nächsten Ecke versteckt. Und tatsächlich fand ich es dort, ganz alleine und verschüchtert an die Wand gelehnt.
Ich war so erleichtert, dass mein frisch geflicktes Velo (komischerweise funktioniert die Schaltung besser, seitdem ich das Hinterrad ab- und wieder anmontiert habe) nun doch nicht gestohlen war, dass ich ganz vergass, wütend zu werden. Und nun bin ich zu müde, mich aufzuregen. Ich lasse es also einfach bleiben. Was ist schon ein Scherz unter Freunden. Auch wenn es sich hier natürlich um einen ganz ausgesprochen geschmacklosen und heimtückischen handelte… 😉