Ein schlechter Tag zum Fahrradfahren

Zuerst springt die Kette raus, und dann hat der Reifen pladi. Mühsam.

Es muss eine böse Aura über jenem Ort schweben. Jener Ort, das ist dort, wo der grosse Stutz vom Bierhübeli hinunter kommt, direkt bei der grossen Kreuzung hinter der Reithalle. Es ist mir nämlich heute zum dritten Mal passiert, dass dort, das heisst, noch ein wenig weiter, schon fast unter der Brücke, wo der Zug darüber donnert, dass also dort die Kette raus gesprungen ist am Velo. Mühsam! Wieder einmal musste ich mich fortbewegen wie auf einer Draisine, was nun wirklich nichts Angenehmes ist. Item, so schlimm ist es ja dann doch nicht, obzwar ich keinen Latexhandschuh dabei hatte, konnte ich die Kette gäbig mit einem Papiernastüechil wieder einhängen.
So ein Nastüechli nützt mir aber nun rein gar nichts. Denn als ich vorhin mein Fahrrad parkierte, vernahm ich das sattsam bekannte Zischen entweichender Luft, und tatsächlich war der Pneu schon ganz pfluderig. Näheres Hinschauen offenbarte, dass der Reifen irgendwie undicht ist. Ich kann es mir nicht ganz erklären, was da genau vor sich geht, aber vielleicht habe ich ja ein Schlauchlos-Reifen-Fahrrad erworben, und nun sind die Reifen abgewetzt und undicht? Wer weiss… ich werde es morgen herausfinden, wenn ich es repariere (ausgerechnet das Hinterrad! Das gibt wieder eine Heidenbüez!).

Ich gebe dir ein Einzahlungsschein!

Jaja, der Akkusativ ist Glücksache.

Ich habe heute nochmal den Begrüssungsbrief genau durchgelesen, den ich von der IG Velo bekommen habe, und bin auf Folgendes gestossen:

Der definitive Beitritt erfolgt mit der Einzahlung des Mitgliederbeitrags, ein Einzahlungsschein finden Sie in unserer Broschüre «Vorankommen».

Siehst du der fehlende Akkusativ?
Ich habe natürlich, wie ich es ja so gerne tue, sofort eine eMail geschrieben, das war heute Morgen um 8:16 (ja, wenn Handwerker hämmern und klopfen und sägen und bohren und biegen und brechen, dann kann man einfach nicht ausschlafen 🙁 ). Um 8:42 erhielt ich bereits die Antwort der Geschäftsführerin. Das nenne ich prompten Service, und freundlichen Umgang mit der Kundschaft noch obendrein!
Nun nimmt’s mich natürlich wunder, ob der Fehler tatsächlich korrigiert wurde. Deshalb starte ich hiermit einen Aufruf: wenn du noch nicht Mitglied der IG Velo Bern bist, melde dich umgehend an, 40 Fränkli (nur 20 für Nichtverdienende!) im Jahr sind nun wirklich ein Pappenstiel, das kann man sich gäbig leisten, und man unterstützt erst noch eine gute Sache.
Und wenn du dann den Brief bekommen hast, dann melde dich hier per Kommentar, und teile mir mit, ob sie der Akkusativ eingefügt haben!

Ach ja, und wenn du dich schon anmeldest, könntest du bei den Bemerkungen gleich noch hinschreiben, sie sollen doch bitte sehr ihre Website Frame-frei gestalten. Sonst ist das externe Verlinken immer so mühsam… 😐

Nachtrag vom 13. April 2007: Wala, keine Frames mehr, und verlinken geht ganz gäbig. Das ist echter Fortschritt.

Jugendliche Diskussion im Zug

Worüber diskutiert die Jugend von heute? Über Sharon!

Heute im Bähnli von Stettlen nach Bern: eine Gruppe Halbwüchsiger diskutiert lautstark, wie es bei einer Gruppe dieses Alters nicht anders zu erwarten ist. Worüber aber diskutieren sie? Und hier kommen wir zu dem Punkt, da ich von meiner c’t-Lektüre aufgeschaut und mich gewundert habe.
«Dr Sharon ligt im Koma», tönte es etwa, und: «Wenn er de ufwacht, ischer öppe nid ganz normau!» schalmeite es weiter durch den Zug.
Wie bitte? Eine Gruppe Jugendlicher, die auf dem Weg in den Ausgang über Sharon diskutieren, wenn möglich gleich auch noch über die Palästinenserfrage? Das erstaunt mich ehrlich. Und es stimmt mich auch ein wenig versöhnlich all jenen «Coolen» gegenüber, die ihre Techlikappe in irgend eine Himmelsrichtung abstehend auf dem Kopf tragen.
Aber nur ein ganz klein winzig wenig versöhnlich…

Arbeit macht das Leben süss

… oder so. Bei mir jedenfalls schon.

Soll ich? Oder soll ich besser nicht? Es ist ja noch nicht ganz definitiv… aber ich kann’s kaum noch für mich behalten. Darum wage ich es, und verkünde der geneigten Leserschaft und der restlichen Welt, dass ich ab 1. Mai nun «den Zapfen ziehe», wie’s Corni so schön ausgedrückt hat 😀 . Sprich: ich werde dann voraussichtlich (die Zustimmung des obersten Chefs der Abteilung vorausgesetzt) meine Stelle als Softwareentwickler bei den Informatikdiensten der Uni Bern antreten. Huiui! Ich freue mich. Sehr, sogar. Sehrsehr. Wirklichsehr. Nun gilt’s ernst. Super! 😀 🙂 😀

Sei immer höflich im Strassenverkehr

Die Amthausgasse hat mich heute eine Lektion gelehrt.

Wieder einmal in der wohlbekannten Amtshausgasse ist es geschehen. Allerdings nicht so lebensgefährlich, wie auch schon (womit ich mich einer Redewendung bedient hätte, die der Herr (Blog)Wiese auch schon behandelt hat 🙂 ).
Ich fuhr also vorhin von der Uni nach Hause, und musste feststellen, dass sich dort ein bordeauxrotes Auto auf dem Fahrradstreifen Richtung Casinoplatz parkiert hatte. Ich dachte bei mir «Was macht itzte das hu… Ar…loch hie ufem Velostreife!?», worauf mich prompt die Kette verliess, will sagen: die Kette aus dem Zahnkranz sprang.
Ja, Gott straft sofort, und Strafe muss sein. Und weil ich den obligaten Latexhandschuh nicht dabei hatte — wenn’s Frühling wird, ist man ja ohne Jacke unterwegs — musste ich die Kette alsdann mit einem Papiernastüechli wieder einhängen.
So habe ich mir nun vorgenommen, von nun an stets höflich und zuvorkommend durch die Strassen zu kurven. Ob ich das allerdings durchhalten kann (bei all diesen Idioten, die heutzutage die Strassen unsicher machen! 😉 ), steht auf einem anderen Blatt Papier…