Geschwinde Berner

…und da sagt man, Berner seien langsam!

Situationsskizze: wir stehen an der Bushaltestelle, redend ins Gespräch vertieft (und nicht etwa schweigend, wie dies beim Herrn Goethe der Fall ist, der langsam um die runde Ecke rast, oder wars Schiller? Jedenfalls nicht schweigend), und der Bus naht. Dann hält er. Wir verabschieden uns. Sie drückt auf den Türöffnungsknopf, und der Bus fährt ab. Huiii, der hatte es aber pressant, und hiermit haben wir die Verbindung zum Titel geschafft, denn nur ein äusserst geschwinder Chauffeur kann von den Mitfahrenden, oder besser: den mitfahren-Wollenden, verlangen, dass sie innerhalb weniger Sekundenbruchteile in seinen Bus einsteigen.

Aber der Berner, als gemütliches Wesen, das er nun mal ist, ist ja auch eine freundliche und den Menschen gegenüber wohlgesinnte Kreatur, und deshalb hielt der Bus nach knappen zwei Metern nochmal an, so dass die Daniela trotzdem noch wohlbehalten und gefahrlos einsteigen konnte.

Ein kleines RS-Revival

Es gibt Mörgen (dass der Plural von Morgen Morgen sein soll, will mir einfach nicht in den Kopf), da trifft man Leute, die hat man seit Jahren nicht mehr gesehen (und dass in diesem Satz das hat ans Ende gehört, gefällt mir auch nicht). Ich, zum Beispiel, habe heute Morgen auf dem Schanzenstutz meinen lieben RS-Kommilitonen Paul gesehen. Er heisst zwar nicht Paul, der Charles, aber trotzdem nannte man ihn so, jedenfalls der Marc. Ob so vielen verschiedenen Namen bist du nun bestimmt ein wenig verwirrt. Ich will deshalb das Thema wechseln, um die Konfusion noch ein wenig zu vergrössern.

Auf einer vollständig unverwandten Notiz, ich finde es amüsant, englische Ausdrücke und Floskeln mittels Word-for-Word-Oversetting ins Deutsche zu übertragen. Wie zum Beispiel das ebengeschriebene «On a completely unrelated note».

Solltest du dich nun fragen, womit ich denn den ganzen Morgen verbringe, dass ich Zeit habe, hier so etwas zu schreiben, so sei dir versichert, dass ich weder Drogen noch anderen Alkohol getrunken habe. Nur Kaffee, aber der wirkt bei mir stärker als jeder Schnaps. Darum breche ich nun in Schweiss aus und lasse dich ruhen. Gute Nacht.

Kein Schild ohne Fehler

Neulich, beim Confiseur im Schaufenster: Ich erblicke einen Haufen Mandelbärli und einen gluschtigen Honiglebkuchen. Daneben liegt ein Schild, auf dem in schönster Handschrift die Vorzüge besagten Lebkuchens angepriesen werden. Neugierig beginne ich zu lesen, und sehe alsbald die uralte Regel «Kein Schild ohne Schreibfehler» bestätigt. So steht da zum Beispiel etwas von Honiglebebkuchen, oder auch folgendes Müsterchen:

Von Pythagoras, dem berühmten Mathematiker weiss mann, dass er sich niemals zu blutigen Opfern hinreissen liess, (…)

Das fehlende Komma ignorieren wir geflissentlich. Was mir aber zu denken gibt, ist, dass genanne Tatsache den Frauen offenbar nicht bekannt ist :-). Nunja, ich habe volles Verständnis für jene bemitleidenswerte Angestellte, welcher nach stundenlanger Schreibtätigkeit mit ihrer prächtigsten Schrift in der zweituntersten Zeile ein solcher Fehler unterläuft.

Ein Confiseur ist ja nicht das einzige, was es in der Stadt zu sehen gibt. So stehen in Bern auch mehrere Häuser mit Graffitis an den Wänden. Ein solches Exemplar ist mir ebenfalls begegnet, neulich. Eines der eher einfältigen Sorte, welches aber ebenfalls die eherne Regel «Kein Graffiti ohne Schreibfehler» bestätigt hat, wenngleich es sich beim Satz

schreib dein Name Toy… und ich ficke dich!

um den klassischen «Ich-kenne-der-Akkusativ-nicht»-Fehler handelt, der uns allen von unseren Geographielehrern aus dem Gymnasium geläufig ist. Wie sagte mein Geolehrer am 3. März 2000 so schön? «Eine Danwei ersetzt der normale Familienclan». Proschtnägeli!

Nun, im Vergleich zur deutschsprachigen Speisekarte des Restaurants «Le bon bock» in Paris ist das ja alles heilig…

Wohin fliegt man, wenn man spickt?

Ich sollte ja nicht lästern, denn lästern ist lästerlich, und gar nicht löblich, wie dies wohl Herr Reinhard Pfaffenberg ausdrücken würde, aber ich kann’s einfach nicht lassen.

Heute morgen bin ich an einem Werbeplakat einer Privatschule vorbeigefahren, deren Name wir hier nicht nennen wollen. Sagen wir einfach, besagte Schule liegt ganz in der Nähe der Uni. Und weil nun sowieso jeder weiss, dass es sich um die Feusi handelt, kann ich es auch gleich offen sagen: es handelt sich um die Feusi. Jedenfalls habe ich also dieses Plakat gesehen. Dort ist ein junges Meitschi abgebildet mit einem Zettel in der Hand, auf welchem handschriftlich geschrieben steht

Wohin fliegt einer der spickt?

Was will uns diese Reklame vermitteln? Ich interpreterie es als «wenn du wegen Spickens aus der öffentlich-rechtlichen Schule fliegst, kannst du immer noch in die Feusi gehen». Ich weiss, das stimmt so nicht (das muss ich ja jetzt sagen, wo ich tagtäglich kiffende [und daher aggressive!] Feusi-Schüler hinter meinem Rücken weiss. Ja, es ist eine Schande! Die kommen neben unser schönes Haus und kiffen und spucken und lärmen und stinken und überhaupt! Eine Sauerei ist das!), aber über irgendetwas musste ich ja schreiben :mrgreen:.

Mobilfon für mich?

Ob ich mir wohl trotz allem bald mal ein Mobilfon zulegen muss? Immerhin soll im 1. Quartal 2007 ein neues Linux-basiertes Teil für läppische 350 $ auf den Markt kommen… Nicht, dass dies das erste solche Telefönchen wäre, aber mit einem (relativ neuen) 2.6er-Kernel und GTK+-basierter Oberfläche macht mich das schon gluschtig, zumal es sogar mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet sein wird. Und man stelle sich erst mal das Display vor: 640×480 Pixel auf 2.8″ (7.112 cm). Wenn ich mich nicht allzu arg verrechnet habe ergibt das eine Auflösung von knapp 286 dpi!
Aber nein, genug geträumt. Ein Mobiltelefon würde doch gar nicht zu mir passen. Wann immer ich mit so einem Ding telefoniere, mache ich auf die Umstehenden einen verwirrten und merkwürdigen Eindruck. Das hat mir schon der Hubi gesagt, und dann wird’s ja wohl stimmen ;-).