Scherben bringen eben nicht immer Glück

Mit einem neuen Velo muss man natürlich eine Testfahrt unternehmen. Wie ich aber auf den Rückweg mich begeben wollte, wurde ich leider viel zu spät der braunen Glassplitter gewahr, die sich heimtückisch in einer Pfütze versteckt hielten. Deshalb wählte ich den Angriff nach vorn und fuhr mitten hindurch. Denn bisher bin ich schon einige Male mit dem Velo durch Splitter gefahren, und noch nie hat’s etwas gemacht. Nicht so dieses Mal: nach kurzer Zeit vernahm ich ein merkwürdiges Geräusch aus der Region des Vorderrades, was sich allzubald als das Zischen entweichender Luft entpuppte. So darf ich nun mein brandfrisches Velo nach noch nicht einmal 4 Stunden gemeinsamen Beisammenseins schon zum ersten Mal verarzten. 🙁 Zum Glück hat’s das Vorderrad erwischt, das gibt nicht so viel zu tun…

Und Hoffnung erfüllt sich!

Wie schnell es doch manchmal im Leben gehen kann! Da sitze ich noch vor meiner Rechenmaschine und schreibe den vorherigen Beitrag, und schon klingelt’s an der Tür und die gute Fee (alias mein Nachbar) bringt mir bereits das neue Velo vorbei. Kann es etwas schöneres geben als ein neues (Occasion)-Fahrrad im eleganten Elefanten-Design mit Dynamo, Gepäckträger, Klingel, 7-Gang-Schaltung und funktionierendem (sic!) Schloss? Wohl kaum! Fehlt nur noch das Einkaufskörbchen für hintendrauf. Aber das kann ich mir zu Weihnachten wünschen. Oder besser noch auf den nächsten Geburstag.

Hoffnung keimt auf

Ich bin guter Dinge. Just in jenem Moment, als ich heute aus dem Gebäude trat, in welchem sich meine Erlösung vom Fussgängerdasein befinden könnte, begannen sich Regentropfen mit den Sonnenstrahlen zu verweben und einen Regenbogen über das Firmament zu spannen. Ich fasse dies als gutes Omen auf. Und wenn dieses Omen wirklich gut ist, dann kann ich schon in Bälde auf Tram&böss verzichten und meinen Hintern zur Fortbewegung auf einen Velosattel setzen.
Ich bin auch guter Dinge, weil es mir gestern vergönnt war, dem Tode mitten ins Angesicht zu blicken, und dabei mit grosser Freude mir den Nervenkitzel aus dem Leibe zu schreien. Der Tod begegnete mir in Form des vordersten Wagens des Silver Stars. HuiuiUIUIUiuiui! Zuvorderst mitzufahren schlägt wohl alles, was mir bis anhin an nervenaufreibenden Erlebnissen bekannt war. Es ist ein völlig neues Erlebnis! Erst an der Spitze des rasanten Zuges merkt man, dass es nicht nur erdwärts, sondern extrem erdwärts fährt, das Teufelsbähnli! Verruckt! Der füdlenblutte Wahnsinn! Unbeschreiblich!

HURRA!

Durch eine Verkettung umständlich zu erklärender Zufälle bin ich wieder im Besitze meines Taschenmesserchens! Dasjenige mit dem Kugelschreiber und der Nagelfeile. Das kleine härzige. Das Durchsichtige. Das, wo wir von der KMB überkommen haben. Endlich! Und zudem bin ich auf dem besten Weg, meinen Drucker wieder Gangbar zu machen. Das ist auch schwer nötig, immerhin kann man in der neusten Version meines Mandelbrotprogrammes die generierten Bilder auch ausdrucken (das ging ganz leicht; einfach Printable implementieren, schon fertig). Ein grosser Tag für die Menschheit, heute, wahrlich.

Wahlpropaganda

Hoppla! Der Herr CVP Gemeinderat Guggisberg Adrian ist schon super.
Ich habe einen Wahlpropagandabrief erhalten. Aber nicht einfach so einen 08/15-Brief, nein: der Herr Guggisberg hat, nach der vorgedruckten Begrüssungsfloskel, von Hand und persönlich ein «sehr geehrter Herr Friedli» angefügt! Und am Ende hat er noch Unterschrieben, mit Tinte, so wie’s aussieht. Das nenne ich vorbildlichen Einsatz für den einfachen Bürger (ob er wohl zu wenig zu Tun haben mag?)! Wobei er zwar solche Briefe gar nicht an die ganze Berner Bevölkerung verschickt hat, sondern nur an ausgesuchte Bürgerinnen und Bürger. Dies lässt zumindest die Begrüssung erahnen: «Liebe Stadtmusikfamilie». Aha, da haben wir’s. Der Ehrentrompeter der Stadtmusik Bern wendet sich also an alle Stadtmusikanten. Und was habe ich damit zu tun? Mein letzter Einsatz mit besagtem Verein liegt schon mehr als nur geraume Zeit zurück. Na, macht ja nichts. Immerhin waren als Beilage zum Brief noch ein Paar Gummibärli dabei, und da sage ich nicht nein.
Wenn du dich für den Adi interessierst, kannst du ihn unter http://www.waehlt-adrian-guggisberg.ch/ besuchen. Ich habe das auch getan, und war angenehm überrascht, als ich von meinem Firefox erfahren habe, dass die Seite in XHTML 1.1 geschrieben sei! Dier ernüchterung kam aber schon bald, als mir nämlich der HTML-Validator des W3C mitteilte, die Seite enthalte 9 Fehler. Vielleicht sollte sich Herr Guggisberg mal um seine Website kümmern, anstatt Millionen von Briefen persönlich zu signieren… 😉