LotR bei fritteli.ch

Die letzten beiden Tage habe ich damit verbracht, die megabyteweise elektronischen und bergeweise papiernen Geburtstagsglückwünsche zu verdanken. Ich tu’s hier nochmal im Kollektiv, damit ich auch ja niemanden vergesse (nette Kärtchen zum Anfassen waren mir natürlich eine ganz besondere Freude): Vielen Dank!

Und weil ich ja wohl kaum einfach bekommen kann, ohne auch etwas zurückzugeben, habe ich heute zum Animationsfilter des GIMP gegriffen, und ins Titelbild meines Blogs den Bilbo und den Frodo (und einen Überraschungsgast) eingebaut, wie das gewünscht worden war. Weil aber das Resultat ennet der 200 KB gross ist, will ich es nur den wirklich interessierten Lesern anbieten. Diese können es sich via den folgenden Link anschauen: folgenden Link.

Sollte ich einmal Musse haben, so überwinde ich mich vielleicht dazu, dem Wunsch meines lieben Kollegen C. aus B. nachzukommen, und eine Version mit Frodo und Dildo zu kreieren. Vorerst aber wirst du mit Bilbo vorlieb nehmen müssen.

Die reinste Umkleidekabine!

Blue Zinfandel fand bei meiner werten und hochwohlgelöblichen Leserschaft keinen Anklang. Zu überladen, zu unübersichtlich, zu billig-abklatschig sei es. Also verpasse ich dem Inhalt erneut ein neues Kleid. Wenn uns schon draussen der Winter wieder mal fest im Griff hat, soll wenigstens auf diesem Blog Frühling herrschen, gepaart mit brauner Erdverbundenheit, die du nun keinesfalls miss-interpretieren sollst. Mal was Anderes sagte ich mir. Wieder einmal. Kritik nehme ich gerne per Kommentar entgegen. Ob ich sie auch aufnehme, das kann ich nicht versprechen.

Zufällige Morgengedanken

Der frühe Vogel fange den Wurm, sagt man, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, war ich doch immer der Meinung, Würmer seien eher wetter- als uhr-fühlig, aber ich kenne Würmer ja auch nur von weitem, und wenn mir jemals einer zu begegnen drohte, schlug ich jeweils einen weiten Bogen um ihn. Kommt noch hinzu, dass nun alle Würmer im Boden eingefroren sein dürften, schliesslich tobt draussen ein Schneesturm erster Güte.

Wieso schreibe ich von Würmern? Weil’s früh am Morgen ist.

Um mich nicht zu endloswiederholen, schreibe ich ein prägnantes Wow! und habe damit die gestrige Groove Night des SJO abgehandelt.

Und nun weiss ich noch etwas zu berichten, bevor ich mich in nach draussen die Kälte stürze: gestern ist mir zum ersten Mal etwas passiert, das mir zuvor noch nie passiert ist. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, war es doch das erste Mal, dass es mir passiert ist, und wäre es nicht das erste Mal gewesen, so wär’s mir nicht vorher noch nie passiert. Ich habe, um nun zu des Pudels Kern vorzudringen, mir gestern, aber da fällt mir ein. Kann man Nebensätze an beliebigen Orten in den Hauptsatz einschieben? Hätte ich auch schreiben können: Ich, um … vorzudringen, habe mir gestern…? Oder gar: Ich habe mir gestern Linsenflüssigkeit über dir Hände gespritzt, um … vorzudringen? Ah, ich wage zu behaupten, dass letztere Variante den eigentlichen Sinn des Satzes ziemlich verdreht hätte, also bleibt’s bei der Ersten, aber da du nun den Kern eh schon kennst, kann ich mir eine erneute Niederschrift derselben wohl ersparen.

Und nun geht’s ins Schneetreiben. Wünsch‘ mir Glück!

Im neuen Kleid

Es ist März, die Blumen blühen nicht, sondern Schnee fällt, und deshalb habe ich mir gedacht «Wechsle doch mal das Theme vom Blog». Das hab ich nun getan. Ich muss mal schauen, wie’s mir so gefällt. Aussehen tut’s ja nicht schlecht, nur an die Navigation zu den Verwaltungsfunktionen muss ich mich noch ein wenig gewöhnen. So ist’s leider nicht mehr möglich, bei den Posts direkt auf einen «Edit»-Link zu klicken, um sie zu bearbeiten. Das ist ein wenig mühsam, aber wer weiss, vielleicht gibt’s ja bald mal ein Update, das dies kann.

Was ich auch (noch) nicht zu Stande gebracht habe, ist eine Archiv-Seite. Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr zum Basteln. Denn heute Abend ist Groove-Night, und ich muss mich noch in Stimmung bringen, sprich: durch den Regen nach Hause fahren. Viu Vergnüege. Merci.

Unterwegs mit dem Velo

Wenn ich schon nicht aufs Board kann, weil ich ab und zu noch ein Konzert zu bestreiten habe, so kann ich doch zumindest am Tag darnach mich auf mein neues Fahrrad schwingen und die Strassen unsicher machen, sagte ich mir heute Mittag. Mit keiner bestimmten Richtung im Gürbi verschlug es mich auf den Dentenberg. Ich zockelte gemütlich den Hoger obsi und traf von hinten auf einen Fahrradfahrervater, der sein kleines Töchterchen im Kindersitz auf dem Gepäckträger den Berg hinaufschleppte. «Papa, masch no?», fragte dieses, just als ich im Begriff war, ein Überholmanöver zu starten. Er keuchte zurück: «Nei, bau nümme!», und als ich gemächlich an der Zweierschaft vorbeipedalte, fügte er an: «Lue, dä ma no viu besser aus ig!». Aber ich konnte ihn mit einem gehauchten «Jähää, o nid würklech» beruhigen, und ihm zu verstehen geben, dass ich mit seinem Töchterchen hintendrauf wohl schon ganz unten am Stutz im Graben gelandet wäre vor lauter Erschöpfung. Mitunter ist dies also ein Grund für mich, kein kleines Töchterchen zu haben: Ich hätte nicht genügend Muskelschmalz in den Wadli, es den Dentenberg hinaufzuführen.

Glücklicherweise bin ich kinderlos, und so befand ich mich bald einmal im Wald. Dort rauschte der Wind in den Blättern und Tannennadeln, es rauschten die Autos und Töffs an mir vorbei in die Höhe, es rauschten mir Velofahrer entgegen ins Tal, und plötzlich rauschte keine anderthalb Meter von mir entfernt ein Mordstrumm von einem Tannzapfen in den Waldboden. Ein solches Huerentütschi von einem Tannzapfen war das! Gigantisch! Ich schätze es auf ungefähr 50×50×150 Zentimeter, mit einer Masse von mindestens zwohundert Gigatonnen, das sich da mit dreifacher Schallgeschwindigkeit derart in den Waldboden rammte, dass wohl noch im Baselbiet eine Erschütterung wahrzunehmen gewesen sein musste. Ich erschrak darob gar fürchtebar, und ein Adrenalinschub ungekannten Ausmasses verlieh mir die Kraft, den Dentenbergspitz zu erreichen, eine Leistung, die ich ohne Tannzapfen wohl kaum zustande gebracht hätte, denn wie gesagt fehlt’s mir an Schmalz im Wadli.

Nun will ich mich zu Hula ein wenig entspannen, und verabschiede mich mit einem nunmehr geflügelten Wort: Gute Nacht.