Der gestiefelte K.

Es gibt Tiere, Hunde, zum Beispiel, die sind entweder tollpatschig oder Pechvögel, was aber auf das Gleiche hinausläuft: sie sind immer mal wieder verletzt. Und wenn’s für einmal nicht gerade das Kreuzband ist, dann wenigstens ein Schnitt in der Pfote. Und so ein Schnitt heilt am besten sauber und trocken, was sich – am Pfotenballen! – nur schlecht mit dem feucht-kühlen Herbstwetter verträgt. Die Lösung? Ein Hundeschuh, nach Möglichkeit hoch geschnitten, des umfassenderen Schutzes wegen.

Und so kommt es, dass bei uns zur Zeit der gestiefelte Köter herumspaziert. Siehe:

Hund mit Stiefel
Der gestiefelte Köter

Dieses Fleisch stammt aus der … Schwein

Im Prinzip spricht ja nichts dagegen, ein Pferd zu essen. Wir essen schliesslich auch Kühe und Schweine, in Fernostasien isst man Hunde und Heugümper, Skandinavier essen Rentiere und Franzosen Frösche. Trotzdem gab es vor nicht allzu langer Zeit einen Skandal, weil in irgendeiner tiefgekühlten Lasagne ein bisschen Pferd versteckt war.

Offenbar hat dieser Skandal nun den Betreiber des Restaurants auf der grossen Schanze in Bern derart verunsichert, dass er sich veranlasst sieht, die Fleischart ganz genau, aber wirklich ganz genau zu deklarieren. Woher das Fleisch stammt, scheint dabei eine untergeordnete Rolle zu spielen. Siehe:

Herkunft: Schwein
Herkunft: Schwein

Löblich, dass die Schweinspiccata tatsächlich aus Schweinefleisch besteht. Da weiss man noch, was man hat. Das ist Transparenz! Das ist Kundenfreundlichkeit! Da macht essen Spass!

Munter drauflosgeplappert

Selten kommt es vor, dass mir jemand bei meiner Schreibertätigkeit über die Schulter guckt. Heute ist so ein Selten.

Wir wandelten durch die Altstadt, als, unverhofft, eine wohlbekannte Figur auf der Bildfläche erschien.

Hier ist ein Einschub angebracht. Es bloggt sich unabstreitbar anders, wenn  über die Schulter geguckt wird. Ich will es dennoch versuchen, zu tun. Einschub Ende.

Diese Figur also, von der zu sprechen, respektive scheiben, ich begonnen hatte, spielte mit ihrem Hund. Der Schultergucker meint soeben, es habe sich bloss um einen Köter gehandelt, ich als Tierliebhaber muss aber dagegenhalten, dass auch kleine Kläffer durchaus als Hunde bezeichnet werden dürfen, zumal doch das Wort Hund bereits grundsätzlich negativ mit Gestank und Gekläff behaftet ist, und somit auch diese Bezeichnung nichts Gutes zu verheissen vermag (Aah, wie ich mich auf die bissigen Kommentare von Hundenarren freue!).

Ich bin abgedriftet.

Nach wie vor fühlt sich überwachtes Bloggen merkwürdig an. Kehren wir trotzdem zurück zum Kern des Beitrages.

Wir sprachen von einer wohlbekannten Figur, welche auf der Bildfläche erschien. Diese Person war uns bereits aus einem einschlägigen Lokal bekannt, wobei einschlägig hier durchaus nicht in negativem Sinne gebraucht wird, sondern bloss halt eben anders, aber item. Bevor ich wiederum weiter abdrifte sollte vielleicht noch zur Erwähnung gebracht werden, dass mir mittlerweile über die Schulter gezähneputzt wird, was meiner Konzentration auch nicht unbedingt förderlich ist, so dass weitere Abdriftungen wohl kaum zu vermeiden sind.

Die Figur also, die wohlbekannte. Sie spielte mit ihrem Fido, und war dem Anschein nach in Pyjamahose und Bettsocken gekleidet. Die Bettsocken sind bei den aktuell vorherrschenden arktischen Temperaturen durchaus verständlich, die Pyjamahose eher weniger. Aber als Bürger eines freien demokratischen Landes darf man sich kleiden, wie es einem behagt, und zum Glück darf man auch schreiben, was einem behagt, ansonsten ich mich wohl mit bitterbösen Konsequenzen ob dieses schwachen Beitrages konfrontiert sähe.

Immerhin ist mir zuzugestehen, dass ich noch einen Genitiv eingebaut habe. Und das ist doch auch etwas.

Gute (obligate) Nacht!