Gegen den Regen anschreiben

Draussen regnet’s. Der Herbst hat Einzug gehalten. Höchste Zeit, dagegen anzuschreiben! Wie tue ich das am Besten? Klar: Indem ich ein schönes Bildli hochlade von meinem schönen gelben Velo, das ich zu Zeiten eitlen Sonnenscheins auf elektronisches Zelluloid gebannt habe.

Denn ich habe ja vorausgedacht: Als ich – endlich! – mein fertig montiertes Velo abholen konnte, dachte ich mir: Itz bisch eifach mau huere klever: Zum Schribe chunnsch ja eh nid sofort, aber e Foto, die chasch itz grad schiesse! Und so klever, wie ich mir vornahm, zu sein, verhielt ich mich denn auch, indem ich die Photographie, die zu schiessen ich mir zum Ziel gesetzt hatte, auch tatsächlich gleich schoss. Was zur schönen Folge hat, dass ich mir jetzt nur noch die Wörter aus der Tastatur saugen muss, nicht aber das Bildmaterial aus der Kamera.

A propos Bildmaterial: Genug gelesen? Willst Du endlich Bildli schauen? Wusste ich’s doch. Hier!

IBEX Daily Quest
IBEX: Daily Quest

Schön, ja? Schön, ja! Gute Fahrt!

Botzmäntänneli, dr Hagu tuet!

Ja, Schäääääisse, Mann! Hast du das miterlebt? Ich meine, Hallo?!, Botzhockabode u Heimatabenand, hat das jetzt gehagelt! Das letzte Mal hab ich das Anno 2004 erlebt! Willst du sehen? Da, beim violetten Pflatsch in Bern:

Violett bedeutet glaub ich 2 km Regen pro Minute.
Violett bedeutet glaub ich 2 km Regen pro Minute.

Gerade noch rechtzeitig waren wir zu Hause, um die Blumentöpfe vom Balkon in den Luftschutzkeller zu zügeln. Glück gehabt!

Keine Reaktion? Kein Problem.

Seltsam. Ein grosses Geschrei erhebt sich in den Rängen eines Teils meiner hochwohlgelöblichen Leserschaft, bloss weil ich mir zwischen zwei Beiträgen einige Wöchelchen Pause gönne. So ich dann aber erneut ein Erzeugnis schöpferischer Schaffenskraft veröffentliche, besteht die Reaktion lediglich aus zwei – gelinde gesagt – niveaulosen Kommentaren, die allesamt weit unter die Gürtellinie zielen und keinerlei Reaktion auf die Wiederaufnahme meiner schreiberischen Tätigkeit sind, sondern lediglich mit billigen Obszönitäten Aufmerksamkeit zu erheischen hoffen. Insbesondere von den Vertretern des „Ich-finde-Mänus-Monatsbuch-würde-viel-besser-passen“-Lagers hätte ich mehr Reaktionen erwartet. Ich will ja nicht teupeln (töipeln? täupelen?), stelle aber soeben fest, dass meine Worte genau wie ein Getäupel klingen.

Wechseln wir also das Thema.

„Im April, im April, macht das Wetter, was es will“, besagt eine vom Volksmund gerne zitierte Bauernregel, und seit letztem Wochenende kann ich das nur bestätigen. Traditionellerweise weilte ich mit der Knabenmusik Bern an der Lenk, und nicht etwa in oder gar auf der Lenk, um ein wenig zu musizieren und auch ein wenig gesellschaftlichen Gepflogenheiten nachzugehen, wie man das in Musiklagern gemeinhin zu tun pflegt. Ich weilte also, sagte ich, und insbesondere weilte ich am Sonntagnachmittag, weil ich da gerade nichts zu tun hatte. Also flog ich ins Dorf aus, um den mir aufgetragenen Einkaufsauftrag betreffend einen Sonntagsblick auszuführen. Wie heiss es war! Wie die Sonne schien! Ich sah mich gezwungen, mich meines Pullovers zu entledigen, andernfalls ich einem Kreislaufkollaps anheimgefallen wäre.

Des Abends dann ein ganz anderes Bild: Gerade wollte ich mich vom Zimmer auf den Weg ins Probelokal machen, als ich Regentropfen gewahrte, und zwar nicht bloss einige, sondern derer viele! Innert kürzester Zeit hatte sich das Wetter also daran erinnert, dass der Volksmund gerne Bauernregeln zitiert und entsprechend die Konsequenzen gezogen.

Ich ziehe jetzt auch, aber nicht die Konsequenzen, sondern los. Gute Nacht!