Musikalisches Wochenende

Was für ein Wochenende! Ich bin jetzt noch ganz musikalisch! Freitag Abend Hauptprobe mit Spiez, Samstag Morgen Class-X-Probe, Samstag Abend grosses Konzert und Unterhaltungsabend mit Spiez, und gestern Nachmittag dann noch das Jahreskonzert.
Der Höhepunkt war eindeutig das Konzert vom Samstag Abend. Wer kann schon von sich behaupten, Mike von Grünigen zu seinen Zuhörern zählen zu können! Nun, seit Samstag Abend die gesamte JM Spiez, inklusive ich (oder mir? mich? keine Ahnung)! Hui! 😀 Er hat dann aber den Saal verlassen, als sich die Alpinvagabunden mit „Jetzt geht’s los!“-Rambazamba-Klängen bemerkbar zu machen begannen. Ich kann’s ihm nicht verdenken. 😉
Jaja, die Alpinvagabunden… die können sogar Französisch! Ob sie’s sprechen weiss ich nicht, aber auf ihrem Prospekt haben sie einige französische Wörter drauf. Wenn mein Scanner wieder läuft werde ich das mal einscannen, damit du dich selbst von ihren sprachlichen Künsten (ja, als Kunst muss man es schon fast bezeichnen!) überzeugen kannst.
Wie es sich gehört geht man nach einem Konzert noch schnell in die Stadt und sucht ein Lokal, das des Nachts geöffnet hat. Am Samstag war’s die Propeller-Bar. Was musste ich dort feststellen? Laxe Kontrollen am WC! Wie sonst wäre es möglich, dass sich eine Frau aufs Männer-WC schleichen kann? 😯 Und wenn ich einmal auf die Frauentoilette ginge, was würde das für ein Geschrei geben! Und dann besitzt sie sogar noch die Frechheit, mich zu fragen, ob das abgestandene Bier, das dort auf dem WC-Rollen-Halter stand, meines sei! Hallo!? Das ist doch ganz klar: dieses Bier muss ebenfalls von einer Frau stammen. Kein Mann würde freiwillig sein Bier stehen lassen! Und dann habe ich auch noch den ersten White Russian meines Lebens getrunken. Ich weiss jetzt zwar nicht mehr ganz so genau, was da alles drin war, aber geschmeckt hat’s nicht all zu übel. Jeff Lebowski hat also nicht den schlechtesten Geschmack.
Im Gegensatz zum Samstags- war das Sonntagskonzert eher eine Zumutung. Einige Stücke liefen zwar besser als am Vorabend, dafür… ach, immer die Tambouren! Dass sie als Zugabe immer einen Teil eines ihrer Stücke wiederholen, weil sie nichts anderes können, ist man sich ja gewohnt. Dass sie aber ihre ganze, mindestens 20-minütige Show wiederholen würde ich als schier unübertreffbare Überheblichkeit, Arroganz, Frechheit, Schamlosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Ignoranz bezeichnen. Über so eine übertrieben lange Darbietung dürften sich nur Ohrenärzte und Hörgerätehersteller gefreut haben. Ich war mit meiner Meinung beileibe nicht allein. Mein sich im Publikum befindlicher Vater verliess den Saal sogar noch während der ersten Aufführung der Sörfdrömmers. Das ist ja auch verständlich: mit über 3 Stunden dauerte der ganze Anlass einfach viel zu lange. Aber trotzdem hat’s alles in allem Spass gemacht.
Ganz im Gegensatz zur heutigen Prüfung. Das einzige, was an einer Analysisprüfung Spass macht, ist, wenn sie vorüber ist. Auch wenn sie (hoffentlich!!!) nicht all zu schlecht gelaufen ist. Nur habe ich heute das obligate Bier ausgelassen, weil sie doch auf der grossen Schanze am Morgen noch kein Bier ausschenken. Cappuccino ist auch gesünder. Hmmm… nein, ist es nicht. All das 1,3,7-Trimethylxanthin ist sicher schädlicher als ein wenig in Dihydrogenmonoxyd gelöstes Ethanol, nicht?

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