Endlich!!! Die SN-Prüfung ist vorbei, der ASD-Vortrag überstanden, das Semester schon fast vergeben und vergessen. Da bleibt mir ja direkt Zeit, mal wieder was zu tun, das weder mit Sensorprogrammieren noch mit Vortragen zu tun hat. Für mich stellt das zwar eine völlig ungewohnte Situation dar, aber ich werde sie zu meistern wissen. Leidig ist einzig, dass ich mich momentan gerade nicht auf ein ergiebiges Thema zum Bloggen besinnen kann. Aber mit ein wenig Musse, die ich in der kommenden Vorlesungsfreien Zeit zwar nicht haben aber trotzdem schmerzlich vermissen werde, würde mir schon etwas einfallen. Momentan sitze ich einfach zu Hause und geniesse die Freizeit. Aber sei versichert: die Blog-Saison ist eröffnet!
Kategorie: Tagebuch
Jazz in Bern, das gibt’s tatsächlich
Ich war gestern wieder mal aus. Da der geplante Spielabend zu zweit nur halb so spasst, haben Corni und ich beschlossen, alte Altstadtbeizli ausfindig zu machen, die wir noch nicht gekannt haben.
Da wäre zum Beispiel die Fassbar. Unfassbar, dass man in Bern am späten Abend noch eine Stange haben kann für weniger als 4 Franken! Und dann nicht mal so ein mickriges Nullkommafünfundzwanzigdeziliterglünggli, sondern eine richtige, grosse, dicke Stange, gefüllt mit einem Drittelliter guten Bieres! Ein gemütliches, kleines Lokal mit vernünftigen Preisen anzutreffen, darauf hatte ich beileibe nicht im Traum gehofft. Item. Weiter im Text.
Wir wandelten weiter, Richtung Zytglogge, linkerhand, als uns plötzlich Klänge von Jazzmusik entgegenschwoben, Corni meinte das isch eh nid live und ich meinte aber mou, eh scho, und so machten wir uns auf, die Quelle des Rhythmus‘ zu ergründen, woraufhin wir in der Jackson Lounge landeten. Die Preise bewegen sich dort zwar ennet der Grenze des guten Geschmacks, aber die Live-Band hat meine Ohren so verwöhnt, dass ich zum Schluss gekommen bin, 8.50 seien für ein Schneider Weisse eigentlich ein ganz vernünftiger Preis. Leider aber erwischten wir nur noch den Schluss von Sweet Georgia Brown, dann packten die Mannen ihre Instrumente und zogen von dannen. Glücklicherweise hatten wir ein Schach dabei, und nach zwei Partien hatte ich mit Biegen und Brechen unter äusserster Anstrengung und grossen Opfern einen hart umkämpften, hauchdünnen Sieg erzwingen können, und wurde in der zweiten Partie bereits im zweiten Zug so vernichtend geschlagen, dass ich aufgab. Der Corni ist eben schon der unendlich viel bessere Schachspieler als ich.
Lieber Leser, ich entschuldige mich für die Schleimspur, die dieser Eintrag auf deinem Bildschirm hinterlassen wird.
Ein Kratzen im Auge
Mein Auge sticht und brennt. Schon beim Aufwachen hatte ich dieses unangenehme Gefühl, als hätte sich ein Sandkorn unter dem Augendeckel eingenistet und die Picknickdecke aus Schleifpapier ausgebreitet, um sich mit seiner ganzen Sippschaft einen schönen Mittwoch zu machen. Zuweilen hat es so gekratzt, dass ich wäger die Augen schliessen musste, und lichtempfindlich bin ich heute gewesen, öppis unerchants.
Ich hoffe bloss, dass es morgen gebessert haben wird. Es ist wirklich äusserst unangenehm, dieses Gefühl im Aug‘.
Ich wünsche nun ganz besonders mir eine gute Nacht.
Hör bloss auf mit «idealer»!
Ha, ich wusste es! Ich hab’s immer gewusst, und nun habe ich den schlagenden Beweis! Mit Hilfe des Halbwissensfundus‘ der Wikipedia werde ich nun ein für allemal etwas klarstellen: idealer ist absoluter Schwachsinn. Denn «ideal» kann man nicht steigern.
Man führe sich die Seite über das Wörtchen «ideal» zu Gemüte, die es bei Wikipedia zu bewundern gibt. Und was liest man bereits im ersten Abschnitt?
Steigerung: Das Wort ideal wird häufig gesteigert (ideal – idealer – am idealsten). Grund dafür ist die oftmalige Verwendung des Wortes mit relativierter Bedeutung (Es wäre idealer, wenn wir uns öfter sehen könnten.). Diese Komparation ist standardsprachlich aber nicht zulässig, da das Wort wie zum Beispiel auch optimal o. Ä. bereits einen „höchsten Grad“ ausdrückt.
So, nun ist’s raus. Wenn ich das nächste mal jemanden «idealer» sagen höre, dann kläpfe ich ihm eins. Oder ich möögge ihn an. Oder ich rege mich innerlich saumässig auf und habe dann wieder ein Blogthema.
Dieser Eintrag hat übrigens keinen konkreten Anlass. Es ist eher ein über jahrhunderte aufgestauter Unmut über eine unsägliche Vergewaltigung der deutschen Sprache. Und um’s gleich vorneweg zu nehmen, Guru: Doch, ich bin überzeugt, dass ich zumindest eine kleine Ahnung von Deutsch habe. Egal, was du nun hier dazukommentierst.
Rasur vom Profi
Heute morgen hab ich mir was gegönnt. Ein Haarschnitt war sowieso ob, und wie ich da im Lottenbach’schen Coiffeurgestühle sass, da habe ich mich zu einer zusätzlichen Rasur durchgerungen. Eine Richtige, eine vom Profi, eine mit Pinseleinseifung und After-Shave-Nachtisch.
Nun sitze ich also geschoren und geschnitten im Büro und erfreue mich meiner glatten Wangen. E glatti Sach, würde Damian sagen.