Es guets Nöis!

Ich bin einer sträflichen Unterlassungssünde überführt worden, und um mein Gewissen in diesem noch jungen Jahr reinzuwaschen, bin ich bestrebt, diesen Fehler so schnell wie nur irgend möglich wieder gut zu machen. Zuallererst möchte ich dir aber ein gutes Neues wünschen, und was halt sonst noch so dazugehört, mit all diesem Gequatsche von Gesundheit und Wünschen und Liebe und Beruf, du kennst das ja, ich muss es nicht nochmal runterbeten, ich wünsch’s dir einfach.

So, nun zu meiner Sühne. An Inconvenient Truth ist natürlich nicht irgendein Film, der von erfundenen Zahlen und Hirngespinsten lebt. Nein, im Gegenteil, so haben renommierte Klimaforscher auf der ganzen Welt ihre erforschten Zahlen und Fakten beigesteuert, um dem Film ein solides, wissenschaftliches Fundament zu verleihen. Zu diesen Forschern gehört auch die Berner Klimaphysikkoryphäe Prof. Dr. sc.nat. Dr. h.c. Thomas Stocker, bei dem eine Vorlesung besucht zu haben auch ich mich rühmen darf.

Glücklicherweise hat mich heute der reufi darauf aufmerksam gemacht, dass dieses eminent wichtige Faktum im eigentlichen Beitrag über An Inconvenient Truth keine Erwähnung gefunden hat, denn dadurch ist mir eingefallen, was ich ebenfalls zu erwähnen vergessen hatte: Dieser Film ist selbstverständlich auch im WWW vertreten, zu finden unter climatecrisis.net.

Und nun: geh ins Kino!

I Wish, Wild Wild West, oder was!?

Ich bin ja so naiv. Ich sollte mich schämen.

Da dachte ich jahrelang, dieses «Wild Wild West», das der Will Smith da zum gleichnamigen Film Anno 1999 gedichtet hat, das sei noch ein fetziges Lied, und der Will habe einen Groove, das sei ihm nicht abzusprechen. Und nun höre ich «I Wish» von Stevie Wonder aus dem Jahre 1976, und komme zum Schluss, dass der Will höchstens eine mehr oder minder begabte Kopiermaschine ist. Ich bin enttäuscht.

Trotzdem wünsche ich dir einen guten Rutsch ins nächste Jahr. Es guets Nöis wünsche ich noch nicht, das tut man erst an Neujahr, wie ich mich habe belehren lassen.

An Inconvenient Truth

Wenn ich, als Grünextremer, diese unbequeme Wahrheit nicht gesehen hätte, könnte man getrost sagen, es stimme etwas nicht mehr mit unserer Welt. Damit man dies nun sagen darf, ohne dass ich der Grund dafür sein muss, war ich heute mit Corni im Kino, und habe mir diesen Film angeschaut. Was soll ich sagen… geh ins Kino!!! Diesen Film sollte die gesamte Erdbevölkerung gesehen haben. Ich erzähle dir wohl nichts Neues, wenn ich sage, dass die Klimaerwärmung eines der dringendsten und drängendsten Probleme der Gegenwart ist, und dass endlich etwas unternommen werden muss, um dagegenzuwirken. Trotzdem lege ich dir den Besuch im Kinotheater deiner Wahl nahe, damit auch du in den Genuss Al Gores unbequemer Wahrheit kommen mögest.

Ich mag umständliche Formulationen.

Nach dem Film gönnten wir uns ein Billard-Matchen, oder zwei, oder fünf. Das erste hat der Corni für mich gewonnen, die restlichen vier für sich. Also bin ich nicht ganz leer ausgegangen, und durch die Erwähnung in meinem Tagebuch habe ich dem Faktum Rechnung getragen, dass ich ohne seine tatkräftige Mithilfe nicht einmal die erste Partie gewonnen hätte. Also ist mein Gewissen rein gewaschen, und meine Schuldigkeit getan. Ich kann mich nun also getrost mit Harry Potter ins Bett legen, respektive mit seinem fünften Buch. Das behagt mir besser als er. Gute Nacht.

*plopp* *klack* *puff*

Nun komme ich also doch noch dazu, dies zu schreiben:

Es gibt im ganzen, weiten Wordwideweb keine Seite, die’s nicht gibt! Lasse mich kurz abschweifen, bevor ich zum Punkt komme. Hast du schon mal ein Notebook gekauft, online? Und dann die grosse Schachtel nach Hause geliefert bekommen? Oder eine neue Katze bestellt, weil die alte eh nur kratzt und sowieso alt ist und verbraucht? Oder einen Pingpongtisch gekauft? Oder eine Modelleisenbahnlokomotive? All diesen Dingen ist eines gemein: Sie sind, damit sie auf dem Weg von der Fabrik zu dir nach Hause nicht zerbrechen, in diese Folie eingewickelt, diese Plastikfolie mit den Luftplääterli, die man verklepfen kann (insbesondere die Katzen werden darin eingewickelt, sobald sie die Fabrik verlassen, aber item). In diese Folie sind also all die Dinge eingewickelt, in diese Folie, die süchtig macht. Als ich damals, vor wenigen Jahren, mein Notebook bekommen habe, entsorgte ich es umgehend im Elektronikmüll, denn wer will schon ein Notebook, nach 2 Tagen ist es ja sowieso veraltet, aber von der Luftplääterlifolie habe ich genüsslich jedes einzelne Pläterlein vertrückt, das waren es die Fr. 1995.- wert!

Weil ich mir aber nicht alle Tage ein neues Notebook leisten kann, respektive will, bin ich nun umso froher, dir frohe Kunde verkünden zu können! Denn, wie gesagt, es gibt im Weltweitennetz keine Seite, die’s nicht gibt, und also gibt es selbstverständlich auch eine Seite, auf der man Luftplääterlifolie nach Herzenslust zerplatzen lassen und zerdrücken kann! Besonders gefällt mir der «Manic Mode». Da klepft’s und tätscht’s, ohne dass man auch schon nur klicken müsste. Hervorragend.

Dieses Meisterwerk moderner Zeittotschlagekunst befindet sich direkt hier: http://www.sunbelt-software.com/stu/bubblewrap.swf

Aber eigentlich ist die ganze Seite recht lustig: http://www.virtual-bubblewrap.com/

Weihnachten macht einen gar dicken Bauch

Hemmungslos überfressen. So könnte man meinen momentanen Zustand beschreiben. So bringe ich denn auch stolze 65 metrische Kilogramme auf die Waage. Zugegeben, da sind die Kleider dabei. Aber trotzdem liegt das weit, weeeeit über meinem langjährigen Durchschnitt. So wie die durchschnittliche Temperatur unseres Klimas nimmt anscheinend auch das Gewicht meines Körpers stetig zu…

Und dann habe ich noch einen Nachtrag zu gestern, nämlich ein fünftes Ding, das mich am meisten nervt. Oft, wenn nicht gar immer, hören wir in den Nachrichten auf unserem geschätzen Landessender Beromünster DRS, dass «die SBB einen Verlust zu verzeichnen hat», oder dass «die SBB verlauten liess», oder dass «die SBB unpünktlich ist». Mich stört das ungemein. Denn wofür steht die Abkürzung SBB? Richtig: für «Schweizerische Bundesbahnen». Schmöcksch dr Töff? Er stinkt und heisst Plural. Somit hat die SBB nicht zu verzeichnen, sondern sie haben. Sie lässt nicht verlauten, sie lassen. Sie ist nicht, sondern sie sind. Leider scheint man das beim DRS nicht zu wissen. Und sogar die SBB-Website weiss es nicht. Bin ich der einzige, dem das auffällt? Oder bin ich gar falsch gewickelt? Wie dem auch sei. Das also war Ennuiement Numero fünf.