Neues Velo, neues Glück.

«Nur das Beste ist gut genug für mein neues Velo», habe ich mir gedacht, und mir für sagenhafte 39 Pokédollar ein Schloss gekauft, nicht eines, um das Velo drin zu versorgen, sondern eines, um es damit abzuschliessen. Ein Maximum Level 8 Modell von Abus, eines mit Extra Classe, High Precision, Parabol Security und Security Cell, das sogar Ice Spray Tested ist! Bei so vielen englischen Begriffen kann eigentlich gar nichts schief gehen. Dieses Velo wird mir so schnell kein böser Bube entwenden!

Absteigen oder bezahlen?

Die Macht der Demokratie zwingt mich im Verhältnis 2:1 zum Schreiben dieses Beitrages um diese nachtschlafene Zeit.

Dabei habe ich doch eigentlich gar nichts zu erzählen. Vielleicht, dass morgen das Prozentbuch sein Ablaufdatum erreicht, und dass wir deshalb noch im Lirumlarum, im Zsa-Zsa und in der Räblus unsere letzten Gutscheine vertätschen mussten. Aber das war’s dann eigentlich wirklich schon fast.

Jedoch nur fast! Denn siehe, etwas Kleines ist dann geng noch passiert, insbesondere auf dem Heimweg.

Da ich seit geraumer Zeit meines Fahrrades mich entledigt sehe, trat ich den Nachhauseweg auf des Alten Gepäckträger an. Dass ich hier vom «Alten» spreche möge er mir verzeihen, aber schliesslich geht’s hier um Persönlichkeitsschutz, nicht alle Welt soll seinen Namen erfahren, da er durch die illegale Tat des mich-auf-seinem-Gepäckträger-mitfahren-Lassens sozusagen eine Straftat begangen hat.

Item, jedenfalls war es mir gerade reichlich wohl auf dem Gepäckträger, währenddem sich der Alte regelrichtig abstrampeln musste, um den Schwung der Kirchenfeldbrücke einigermassen heil die Thunstrasse hinauf zu retten, als sich von hinten im Dunkeln ein Auto näherte. Wenn sich von hinten im Dunkeln ein Auto nähert, lässt dies nichts Gutes erahnen, und in der Tat schallte einen Augenblick später die schroffe Stimme eines Polizisten «Weiter abstige oder zahle?» aus dem Lautspreches des Polizeiautos, als welches sich das Gefährt entpuppte. Bingo. Ich sprang mit elegantem Doppelaxel und angehängter Dreifach-Schraube vom Fahrrad und mimte einen Profifussballer, indem ich die Arme in die Höhe hob. Dieses Signal des «Ich-habe-nichts-getan!» verstanden die Polizisten anscheinend, und fuhren weiter, ohne uns weiter zu behelligen. Der dritte im Bunde, dessen Name hier ebenfalls nicht erwähnt werden soll, lachte sich derweil ins Fäustchen.

Damit entlasse ich dich ins weitere Leben, und mich in die Nachtruhe.

*schnarch*

Jabber jabbert auf fritteli.ch

So. Wer bis anhin per Jabber mit mir kommuniziert hat, muss sich auf etwas gefasst machen. manuel@friedli.is-a-geek.net ist nun endgültig gestorben. Im Jabber bin ich per sofort unter manuel@fritteli.ch zu erreichen.

Alle, die sich auf meinem Server registriert hatten, müssen sich nun leider neu registrieren. Wenn sie ihren Jabber-Account überhaupt noch brauchen, heisst das… Solltest du damit Mühe haben, können wir sicherlich eine einvernehmliche Lösung finden. Denn selbstverständlich stehen die alten Accounts noch in einem Backup zur Verfügung.

Schaffen wir’s ins Achtelfinal?

Weshalb ist es viel lustiger, ein WM-Spiel in einer Beiz zu schauen, als zu Hause? Nun, weil dort jemand daneben sitzt, der in der Halbzeit sagt «Lu da, d Frou Suter!» 😆 Und tatsächlich war wieder Frau Aline Suter im WM-Studio und hat kommentiert. Jedoch hatte ersie heute nicht den weissen Zuhälteranzug an, sondern trug modisch-verwaschene Jeans und ein schwarzes Kurzarmhemd. Aber trotzdem war es unverkennbar Aline Suter.

Die Lokalität war hervorragend gewählt, ein wahrer Glückstreffer. Als wir davorstanden, wussten wir zwar noch nicht so recht, ob wir uns wirklich hineinwagen sollten, aber nur wer wagt, gewinnt, und so betraten wir das — nein, den Namen verrate ich nicht, sonst ist’s ja kein Geheimtipp mehr. Jedenfalls hatte es einen Beamer mit Grossleinwand, fast keine Leute und — das wichtigste! — eine Klimaanlage. Herrlich erfrischend kühl war es darinnen, es war eine wahre Frede, der sommerlichen Tüppigkeit zu entrinnen.

Und dass die Schweiz 2:0 gegen Togo gewonnen hat ist so zu sagen das Nidlehübli auf dem Öpfuchueche. Bravo, Alex & Tranquillo!

Ueli Gröbli, Buhmann

Kennst du Ueli Gröbli? Das ist der, welcher jeweiligen im SF-WM-Sportstudio Pflänzli verteilt und Witze reisst. Und ich fühle mich verpflichtet, hier für ihn eine Lanze zu brechen.

Google mal nach ihm. Es ergeben sich knapp über 9000 Treffer. Ich habe sie nicht alle angeschaut, aber bereits die erste Seite zeichnet ein klares Bild: Herr Gärtner Gröbli ist beim schweizer Fernsehpublikum gar nicht beliebt. Vielleicht bin ich ein 50-jähriger Bünzlikopf oder mit dem Sack vor den Kopf geschlagen, jedenfalls oute ich mich hiermit als Fan von Herrn Gröbli.

Ich finde ihn witzig. Ich finde seine Art zu sprechen amüsant. Ich finde seine Possen lustig. Ab und zu muss ich ob seinen Witzen auch lachen. Und das ist gut so, denn Lachen ist gesund. Ein Hoch auf Gärtner Gröbli, und all jene Menschen, die mit mir über ihn Lachen können!

Ueli Gröbli heisst im wahren Leben übrigens Gögi Hofmann. Ich kann zwar nicht  recht glauben, dass Eltern ihren Sohn Gögi taufen, aber es soll ja sogar Kinder geben, die Apple oder Brooklyn heissen…