Ich bin schwer verletzt!

Da sich der Friedli-Haushalt seit wenigen Tagen -man könnte die Zeitspanne beinahe noch in Stunden messen!- im stolzen Besitz einer digitalen Fotoaufnahmekamera befindet, bin ich nun in der komfortablen Lage, meine Berichte mit Bildmaterial anzureichern. Zum Start möchte ich dir näher bringen, welche Gefahren in einem simplen Schlagzeugmaterialtransport lauern!
Letzten Freitag vor einer Woche, das war der 22. April, fand ja, wie der aufmerksame Leser selbstverständlich weiss, das Variaton-Konzert statt. Und zu einem guten Konzert gehört umfangreiches Material an Schlag- und Klopfbarem. Dieses will transportiert sein. Womit wir beim heutigen Thema wären.
Ich war bei diesem Transport zugegen, und habe mich, haptisch minderveranlagt, wie ich es als Student zwangsläufig bin, verletzt. Ich habe mir nämlich den Daumennagel umgebogen. Und zwar nach hinten, so dass es weh tut. Nun kommt aber das Beste an der Geschichte: dank des Wunderwerks der digitalen Photographie kommst du jetzt in den Genuss eines Bilden meines verunstalteten Daumens. Noch brandfrisch, keine halbe Stunde alt:

Siehst du den dunklen Fleck? Dort bog es ihn, meinen Daumennagel. Ja, solch widerspenstiges Schlagmaterial kann ganz schön tückisch sein!

PS: Der Dramatik halber wurde obiges Bild ein wenig retouchiert. Wenn man sich gegen Blick & Co. behaupten will, muss man ja auch mal in die Trickkiste greifen. Und heutzutage, wo in Hollywoodfilmen grösstenteils nur noch explodiert wird, hätte ich mit dem Originalbild wohl keinen feuchten Hund unter dem Teppich hervorgelockt. So ist das.

Das Instrument Gottes. Mindestens!

Wow… heute Abend habe ich auf der besten Trommel der ganzen Welt gespielt! Eine ca. zwanzigjährige Tama Swing Star Trommel. Die braucht man lediglich anzuschauen, und schon wirbelt sie praktisch von selbst! Mit einem warmen, runden Klang, nicht wie ein klepfendes Schytt oder eine dumpfe Schuhschachtel, sondern einfach orgasmisch genial!
Wenn du diese perfekte Trommel mal live miterleben möchtest, solltest du am Samstag, 18. Juni 2005, 20:30 Uhr im Haberhuus Köniz, oder am Freitag, 24. Juni 2005, 20:30 Uhr in der Rathaushalle Bern dem Sommerkonzert des Berner Musikkollegiums beiwohnen.
Diese Trommel ist der schiere Wahnsinn. Hoffentlich träume ich heut Nacht von ihr…

Metall im Gesicht

Als ich gestern spät am Abend, als schon der Schibützu dür ds Gochlimoos, aber nein, so war’s nicht. Nur spät am Abend, ohne Schibützu. Als ich, so sagte ich also, gestern spät am Abend im Tram nach Hause sass, da waren da noch zwei andere im Tram, redend ins Gespräch vertieft, von denen der eine mir immer noch nicht aus dem Kopf gehen will. So ein junger, kleiner, vielleicht 15 Jahre jung, gut, es mögen eventuell 18 gewesen ein, oder 20 oder auch mehr, jedenfalls war das so ein junger, einer von denen, wie man sie heutzutage allenthalben sieht und nicht weiss, wie alt sie sind. Jedenfalls hatte der so etwas an der Lippe, ich konnte zuerst nicht richtig erkennen, was es war, mich dünkte, es sei ein gar garstiges Büggeli, und fast hätte er mir leid zu tun begonnen, jener junge Mann, bis ich schliesslich erkannte, ja: erkennen musste, dass es sich bei diesem schier tumorartigen Gebilde um ein Piercing handelte. Ein grosses Exemplar, ein gigantischer Metallbollen sozusagen. Daraufhin nahm ich diesen Menschen genauer unter die Lupe, und entdeckte, dass auch in seiner Nase so ein metallener Stecker steckte, ein Ring, um genau zu sein.
Wie isst der, ohne zu söifern? Wie trinkt er, ohne zu rünnen? Wie atmet er, ohne zu pfeifen? Wie schnäuzt er, ohne zu spritzen? Wie redet er, ohne zu lispeln? Wie schnuppert er, ohne Metallgeruch zu riechen? Wie küsst er, ohne sich zu verheddern? Wie putzt er sich die Zähne, ohne zu klimpern? Und: was macht der arme Teufel, wenn er mal auf dem Gipfel des Matterhorns in ein Gewitter gerät? Den Eispickel fortzuwerfen, mag wohl kaum genügen!

My name is Friedli, Manuel Friedli. And I’m licensed to… calculate!

Nun ist es amtlich: Seit kurzem bin ich im Besitz einer (Ta-daaaa!) LIZENZ ZUM RECHNEN! Siehe:

Meine Lizenz zum Rechnen

Solltest du also jemals wieder ein Problem in den Themenbereichen Algebra oder Kombinatorik & Wahrscheinlichkeitsrechnung antreffen, dann… komm lieber nicht zu mir. Die Schlussnote wird dir ja wohl auch aufgefallen sein ;-).
Aber Hauptsache, ich habe nun diesen grünen Zettel, der mich vor weiteren mathematischen Einflüssen schützt. Allerdings bin ich ja schon ein wenig enttäuscht: einfach ein grünes Blatt durch den Laserdrucker gejagt, schnell unterchriblet und fertig. Ich hätte mir ein dickes, weisses Blatt vorgestellt (mind. 250 g/m²!), mit sieben Siegeln, drei Prägestempeln und etwa zwölf Unterschrifen! Ach, Studieren ist einfach so schrecklich unspektakulär.