US-Site auf Schweizerdeutsch

Eine Überraschung habe ich heute auf wunderground.com erlebt.

Ich staunte nicht schlecht: plötzlich sah ich Wörter wie Füechtigkeit, Räge oder teilwis wulchig, und das auf wunderground.com, einer US-Amerikanischen Wetterseite. Ich wunderte mich aber nur kurz, denn schon fiel mir ein, dass ich als bevorzugre Sprache im Firefox Schweizerdeutsch (de-CH) eingestellt habe. Alles klar!
Wenn auch du in den Genuss einer zumindest teilweise schweizerdeutschen Website kommen möchtest, dann konfiguriere deinen Browser ebenfalls auf Schweizerdeutsch und surfe auf die Wunderground-Seite, um dir das Wetter in Bern-Belp anzeigen zu lassen.

GPS mit Linux

Unglaublich aber wahr: ein GPS-Gerät am Linux-Rechner!

Vorsicht, Computerbeitrag! Der ungeneigte Leser möge ihn ignorieren und stattdessen einen ausgedehnten Waldspaziergang unternehmen.

Einen Tag ist es her, da zeigte mir mein Vater das Kabel, das ihm unser Nachbar ausgeliehen hat: ein USB-Seriell-Adapter-Kabel. Dies ist eine höchst praktische Sache, da mein Notebook leider über keinen seriellen Port verfügt, aber meines Vaters GPS-Gerät nur über einen ebensolchen Anschluss mit dem Computer kommunizieren kann. Nun, das Kabel wurde zwar beim Einstecken vom USB-Hub erkannt, aber einen seriellen Port stellte es mir noch nicht zur Verfügung. Jedoch, kein Problem, Dem Ingenör ist nichts zu schwör, wie schon vor langer, langer Zeit Daniel Düsentrieb zu sagen pflegte: kurz mal ein Kernel-Modul kompiliert, und schon hatte ich einen virtuellen seriellen Port! Die erste Hürde war also geschafft, und tatsächlich konnte ich vom GPS-Gerät die Koordinaten auslesen, wenn’s auf Text-Out-Modus geschaltet war.
Das bringt aber nicht viel. Ich will eine Landkarte haben, und dort einen Weg planen können und all das! Zum Glück gibt’s GpsDrive! Dort kann man Karten vom momentanen Gebiet runterladen und was-weiss-ich-noch-alles, jedenfalls sollte ich jetzt wohl Kismet noch mit GPS-Unterstützung neu übersetzen ;-).

Καλημέρα!

Ich bin wieder da, nach zwei Wochen unter der griechischen Sonne.

Nun, mit meinem «Kalimero» lag ich ja nur ein bisschen daneben. Kalimera heisst es richtig. Aber ich will hier keinen Griechischkurs abhalten. Denn dafür fehlt es mir an Fähigkeit.
Wie du unschwer feststellen kannst, bin ich wieder da. Und ich habe die zweiwöchige Computerabstinenz gut überstanden. Das war aber auch nicht weiter schwierig, bei solchen Ferien! Klar, wir haben viel musiziert und hart an den Werken von Rota, Williams & Co. gearbeitet, aber dazwischen blieb eigentlich immer etwas Zeit, um am Strand zu plegern, ein Spiel zu spielen oder sich dem köstlichen Ouzo, oder griechisch: Ούζο, hinzugeben (der macht übrigens extrem schläfrig).
Und nun bin ich wieder hier in der zitterkalten Schweiz und friere mir die Nase wund. Da lob ich mir einen gemütlichen Fernsehabend: Tatort auf ORF ist hierfür genau richtig. Auf ein Andermal. Oder, wie der Grieche um diese späte Uhrzeit sagen würde: Καληνύχτα!

Immer noch da? Ja!

Aber nicht mehr lange. Denn um 0:15 fahren wir ab.

Ich bin also tatsächlich noch da. Immerhin habe ich mittlerweile fertig gepackt. Oder glaube zumindest daran. Denn wirklich fertig gepackt habe ich zumindest gefühlsmässig nie. Kennst du das Gefühl, etwas vergessen zu haben, etwas Wichtiges sogar? Mich beschleicht es jedesmal, wenn ich irgendwo hin verreise. Dabei habe ich jetzt sogar ans Hawaiihemd gedacht! Auch die Brille habe ich eingepackt, und genügend Ersatzkontaktlinsen. Ebenso Badezeug, inkl. -schlarpen. Dazu ein Buch, eine Tonne T-Shirts und auch alle meine Bänggel, die ich fürs Perkussionieren benötige. Die Noten hab ich, die ID, das Formular E111… eigentlich kann nichts mehr schief gehen. Aber das Gefühl bleibt, das mühsame, nagende. Henu. Spätestens fünf Minuten, nachdem wir abgefahren sind, wird es mir in den Sinn kommen. Und €uro habe ich ja dabei. Notfalls kaufe ich mir ein Flugbiljeh, und komme zurück, das Vergessene in Bern zu holen ;-).

Jetzt heisst es aber endgültig: Kalimero und ufideluege!

PS: Soeben fällt mir etwas ein, das ich vergessen habe: Ein Griechisch-Führer, wo so überlebenswichtige Sätze stehen wie: «Entschuldigung, Ihr Schuhbändel ist offen!», oder: «Pardon, gnädige Frau, wo befindet sich das nächste Theater?» Aber ich glaube, ich werde es auch ohne diese beiden Sätze schaffen. Bis denn!