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HERZLICHEN GLUCKWUNSCH, es hat keine Karte gegeben

Meine Aufforderung, alles über Postkarten zu vergessen, scheint Wirkung gezeigt zu haben: Lediglich ein Mail von Herrn RAUL GOMEZ GONZALES hat den Weg in meinen Postkartenpostkasten gefunden. Demnach habe ich in der spanischen Lotterie „NEUN HUNDERT FUENF UND DREISSIG TAUSEND, VIER HUNDERT SIEBZIG EURO. HERZLICHEN GLUCKWUNSCH!!!“ gewonnen. Spannend. Ich wusste gar nicht, dass ich da überhaupt lotteriert hatte. Karte gab’s dann aber trotzdem keine für den RAUL. Er hatte ja seine Adresse nicht im Mail notiert, bloss eine Bankverbindung. Schön blöd. Jedenfalls ist das Angebot einer Postkarte aus Berlin mittlerweile definitiv hinfällig. Ab jetzt gibt’s nur noch Karten aus Bern.

Und dann noch dies! Ich sah mich gezwungen, meinem Velo einen neuen Vorderfinken zu spendieren. Normalerweise flicke ich die kaputten Schläuche ja. Nicht so aber diesmal: Ein knapp zentimeterlanger Riss im Mantel und das Pendant im Schlauch überzeugten mich von der Notwendigkeit, beides zu ersetzen. Habe ich heute getan, bin zufrieden damit und freue mich, morgen wieder zur Arbeit zu fahrradfahren.

Und damit wir alle noch etwas zu lachen haben, mache ich jetzt noch meinen Tippfehler publik, den ich aber wohlweislich noch rechtzeitig korrigiert habe: Im „flicken“ nach „Normalerweise“ vergass ich das „l“. Haha. Wie derb. Gute Nacht.

Feinstgemahlener Kaffee à la wgChutz

In unserem Haushalt gibt es eine Kaffeemühle. Eine von Hand. Eine, die den Kaffee mit dem Schweisse des Angesichts mahlt. Und bis heute mahlte sie gar unregelmässig: Von kieselsteingrossen Kaffebohnenbrocken bis zum Nanokörnchen landete alles im Auffangschublädli, und da verwundert es nicht, dass die Kaffeequalität nicht ganz derjenigen von Illycaffè entsprach.

Jedoch, nimmermehr! Bewaffnet mit einem gut gespitzten Schraubenzieher, einer gehörigen Portion Unternehmergeist und dem nötigen Respekt, machten sich der Roman und ich daran, das Geheimnis der Unregelmässigkeit zu lüften. Binnen Kürze hatten wir die Schuldige, eine lockere Schraube (in der Mühle, nicht in unseren Köpfen), identifiziert und festgezogen. Im gleichen Arbeitsschritt ergründeten wir, effizient, wie wir nun mal sind, den Mechanismus der Mahlfeinheitsgradeinstellung, der sich geschickt in den Innereien der Mühle zu verstecken suchte, sich aber nicht vor unseren gewieften Blicken verbergen konnte.

Deshalb also ist nun die Kaffeemühle top in Schuss. Und weil ich das gleich mal ausprobieren wollte, braute ich mir einen derart starken Kaffee, dass ich noch immer von seiner Wirkung zehre, und wohl erst in etlichen Stunden so etwas wie einen Anflug von Schläfrigkeit verspüren werde. Ich werde mir die Zeit bis dahin mit dem Hören von Grand Mother’s Funck vertreiben. Das passt immer.