Mit-Regenhosen-Velofahren

Ein Geburtstag ist etwas Wunderschönes, sofern er — wie der Meinige — mit einem Frühlingsanfang koinzidiert, welcher Regen in Strömen bringt. Denn zu meinem Geburtstag habe ich diese praktischen Regenhosen bekommen (mercimercimerci!), welche nun schon viele Male ihre Tauglichkeit haben unter Beweis stellen können. So auch heute.
Heute war nämlich Vorlesung. Ja, wirklich, nicht so wie gestern ;-). Da ist mir auch aufgefallen, dass es noch einen Ort gibt, der mich zum Weissglut reizen kann, wenn ich mit dem Velo unterwegs bin. Aber was rede ich denn da! „… noch einen Ort …“, dabei weisst du ja noch gar nicht von den anderen Orten! Lass mich also chronologisch vorgehen:
Zuerst gibt’s da das Freudenbergeinkaufszentrum. Dort haben sie umgebaut, und dabei gleich alle Veloparkplätze entfernt, ich habe darüber berichtet. Nun muss ich mich jedesmal aufregen, wenn ich dort einkaufen gehe. Ich stelle mein Velo jeweils mitten auf den Platz, denn wenn schon keine Parkplätze dafür vorhanden sind, werde ich es ja wohl hinstellen dürfen, wo ich will.
So weit, so gut. Der nächste Ort, der mich aufregt, und zwar noch viel mehr, ich würde sagen: wirklich bis zur Weissglut, der ist die Kreuzung Seminarstasse/Muristrasse, dort bei der Tankstelle, Berner kennen den Ort auch als Rossgagu (nicht zu verwechseln mit der Partei GAGU). Diese Ampel dort ist zum Aus-der-Haut-fahren. Die wird nicht grün. Auch darüber habe ich bereits berichtet. Letzten Mittwoch habe ich wirklich gewartet, gewartet habe ich, und trotzdem wurde es nicht grün, aber ich merke jetzt gerade, dass ich mich schon beim blossen Gedanken daran wieder aufzuregen beginne.
Deshalb kommen wir zur heutigen Episode, die sich im Regen an nicht minder bekannter Stelle ereignet hat. Heute war’s aber so, dass ich zum Stopp gezwungen wurde, weil eine verrostete alte Gumsel, die übrigens am Steuer mit dem Mobilfon telefoniert hat (zu schade, dass ich mir die Autonummer nicht gemerkt habe!), vor dem Fussgängerstreifen mitten auf dem Velostreifen angehalten hatte, diese blöde Kuh! Als ob ich nichts besseres zu Tun hätte, als im strömenden Regen tatenlos herumzustehen! Zum Glück hatte ich ja die Regenhosen an (womit wir die Verbindung zur Einleitung endlich geschafft hätten. Puh!). Eine wütende Gestikulation meinerseits beantwortete die senile Alte mit hilflosem Händeverwerfen und Kopfschütteln. Eine Situation, die mir nicht ganz unbekannt vorkam… Ich hätte sie eigentlich, so fällt mir leider erst jetzt ein, mit meiner Hup-Giraffe in die Flucht hupen sollen. Ja, ganz recht, ebenfalls seit meinem Geburtstag prangt wieder eines dieser fabelhaften Hup-Tiere auf meinem Fahrrad (ebenfals mercimercimerci!).

Und dann habe ich heute Post bekommen. Im Briefkasten lag ein fein säuberlich an mich adressiertes Couvert von der Musikgesellschaft Frohsinn Oberburg. Darin befand sich nichts als Luft, und zugeklebt war’s auch nicht. Was das wohl zu bedeuten hat?

2 Gedanken zu „Mit-Regenhosen-Velofahren

  1. Ich habe diesen Brief aus Oberburg ebenfalls bekommen und es befand sich dort drin ein Flyer für das Nözli-Konzert in Oberburg (ich glaube am 20. April oder so). Dieses Rätsel ist also gelüftet.

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