Ein iPod, ein iPod!

So ein Server, der zuhause unter dem Pult munter vor sich hinsummt, hat ja nicht nur Vorteile: Er, wie gesagt, summt. Er kostet Strom. Er verursacht Wartungsaufwand.

Er hat aber eindeutig auch Vorteile: Er kann, zum Beispiel, ein Blog hosten. Zum Beispiel meines, dieses. Das alleine ist aber noch nicht Vorteil genug. Der Vorteil wird erst dann wirklich offenbar, wenn sich ein This meldet, Liip heuere Leute, ich solle darüber schreiben, vielleicht gewinne ich ja den adversierten iPod. Und wenn ich dann tatsächlich einen iPod Shuffle gewinne, so wie dies nun unglaublicherweise geschehen ist, bloss, weil ich einige wenige Zeilen geschrieben habe, dann bin ich bereit, zu glauben, dass noch Zeichen geschehen und Wunder. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ich zelebriere nun einen billigen Abklatsch von Oscar-Verleihungen und danke zuerst mal This dafür, dass er mich auf die ganze Aktion aufmerksam gemacht hat, dann danke ich der Glücksfee von Liip für die glückliche Ziehung meines Loses, und nicht zuletzt Tim Berners Lee für die Erfindung des WWW.

Ich bin nun vollständig von den Vorteilen eines Blogs überzeugt. Gibt’s dazu eigentlich noch keine Religion? Man sollte eine solche gründen!

Kühler Schauer zum Wochenanfang

Kleiderwahl: mangelhaft. Timing: fast perfekt.

Ich wagte mich heute Morgen kurzärmelig und -beinig aus dem Haus, schliesslich ist’s in den letzten Tagen so schön sommerlich warm gewesen, dass ich dachte, das gehe nun für immer so weiter. Nach den ersten wenigen Metern zog es mir aber ugantelig früsch um die Wadli, und die Gischt der unzähligen Wasserglunggen spritzte bis ans kurze Beinkleid hoch. Was söu’s, sagte ich mir, und fuhr unbeirrt weiter, bis ich beim Bärenplatz falsch abbog. Aus lauter Gewohnheit befand ich mich, beinahe ohne eigenes Zutun, in der Spittelgasse und radelte Richtung Bahnhofplatz. Aber nicht lange: der Bahnhofplatz, so musste ich lernen, ist hermetisch abgeriegelt. Man hätte den G8-Gipfel auch gleich dort stattfinden lassen können, denn es gibt kein Durchkommen mehr. Baumaschinen pflügen nun den gesamten Platz um, reissen Tramschienen aus dem Bett und Oberleitungen vom Himmel, stets streng bewacht von den unerbittlichen Verkehrsdienstlern im gelben Wams.
Ich machte also Kehrt, und wollte durch die Bundesgasse via Hirschengraben versuchen, zur Uni zu gelangen. Auch der Hirschengraben ist aber gesperrt, was mich dazu zwang, das Velo im Hosensack zu verstauen und mich unauffällig unter die Fussgänger zu mischen, bis ich den Schanzenstutz erreicht hatte. Dort bemerkte ich dann das fast perfekte Timing: es begann zu tröpfeln, zuerst nur leicht, aber streng monoton zunehmend. Da ich keine Lust auf Nässe habe, wenn das Wasser nicht mindestens 28.5°C warm ist — einige Leute nennen mich Gfröörli, ich sage dem vernünftig –, pedalte ich, was die Beine hergaben, und im Nu hatte ich mein Velo ans Schloss und mich an den Schärmen gebracht. Ich sagte ja: fast perfektes Timing!

Liip heuert Leute

Kennst du Liip? Nun, ich kannte es bisher nicht. Nur eines steht fest: jetzt kenne ich es, und hätte ich nicht bereits einen Job, studierte ich nicht noch, und müsste ich nicht mein Gehirn mit Physik füttern, ich bewürbe mich umgehend!

Liip sucht Leute. Solche, die was von Flash, Java, JavaScript und/oder PHP verstehen.

Besonders sympathisch: Liip setzt auf Open-Source. Liip ist ein Schweizer Unternehmen.
Besonders vertrauenerweckend: Liip hat bereits Projekte realisiert für das Verkehrshaus Luzern, für die Nationalbank, für die SBB (plural!), und sogar für die Feusi (wir erinnern uns: das ist dort, wo man hinfliegt, wenn man spickt).
Besonders offen: Das ganze Team ist mit Foto anschaulich gemacht.
Besonders flexibel: Teilzeitarbeit scheint problemlos möglich zu sein.

Nun mal ehrlich: wer möchte dort nicht arbeiten!

Und weshalb schreibe ich das Ganze? Zum Einen, um einem sympathischen Unternehmen (vielleicht) zu einem potenten Mitarbeiter zu verhelfen. Zum Andern, um (vielleicht) einen (li)iPod zu gewinnen 🙂 .

Ja, spinnt denn unser Parlament!?

Unbegreiflich: Der Nationalrat hat tatsächlich auf den aargauer Büffel und Betonkopf Giezendanner gehört, und das Verbot von Rundstreckenrennen aus dem Strassenverkehrsgesetz gekippt. Dass ich dem Giezendanner nicht grün bin, weiss meine hochwohlgelöbliche Leserschaft natürlich längst. Doch während es früher nur seine fehlenden Manieren waren, die mich auf die Palme brachten, ist es nun die geradezu hirnrissige Blödsinnigkeit! Formel-1-Rennen! Die sollte man nicht in der Schweiz erlauben, sondern weltweit verbieten! Erstens gibt’s kaum etwas langweiligeres, als 2 Stunden lang 20 Autos beim Rundendrehen zuzuschauen, es sei denn, es gäbe eine fürchtebare Massenkarambolage — aber die sind ja selten geworden in letzter Zeit –, und zweitens gibt’s wohl auch kaum eine sinnlosere Verschleuderung von Benzin.

Da kann man bloss noch hoffen, dass der Ständerat vernünftiger ist.

Also ehrlich, was haben sich da die Herren Nationalräte bloss gedacht? Eines ist sicher: wenn ich heute einen söttigen antreffe, dann bremse ich nicht. Dann gebe ich äxtra gas und lasse ihn die gesamte Unbill eines erzürnten Velofahrers spüren! Gopferteli!

Hoferpolo im Hanfsocken

Zwar hat sich Lefey bereits über die schöne Aussicht, die Sigriswil zu bieten hat, ausgelassen, und trotzdem komme ich nicht umhin, ebenfalls ein denkwürdiges Wochenende kurz zu kommentieren. Wochenende ist zwar etwas gar hoch gegriffen, verweilte ich doch lediglich letzten Sonntag für wenige Stunden ob dem Thunersee. Denkwürdig war’s allemal.

Vorallem so die Anreise, die selbstverständlich auf umweltverträglichem Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgte. «Lug, i ha glich rächt gha», flüsterte mir Corni im Bus von Thun nach Gunten ins Ohr, Bezug nehmend auf seine am Bahnhof Bern getätigte Aussage, er habe jetzt grad den Polo Hofer im Zug sitzen sehen, der fahre bestimmt auch nach Thun. Ich liess meinen Blick durch den Bus schweifen — und wer sass da, sonnenbebrillt, bekoffert und belederjackt? Tatsächlich der Polo National höchstpersönlich. Gelangweilt (oder routiniert?) schaute er aus dem Fenster, und dies gab mir die hervorragende Gelegenheit, mir seine Socken näher anzuschauen. Rot waren die. Rot mit einem schwarzen Hanfblatt draufgestickt. Das passt, dankt er doch auf der Buebetröim-CD allein und ausschliesslich «dem Hanf».

In Oberhofen stieg er aus, und unsere kleine Anekdote kommt damit auch schon zu ihrem abrupten Ende.

Hast du mehr erwartet? Solltest du nicht. Zumindest nicht bis nächsten Freitag. Da werde ich physikgeprüft. Deshalb stürze ich mich nun wieder auf die Bücher, und mit einem Fritteli findet Fysik foll falsch, freitags entlasse ich dich in den späten Nachmittag. Gute Nacht.