Rein pekuniär bin ich zwar versöhnt, aber …

Du erinnerst dich? Richtig. Ich war stinksauer. Deswegen habe ich meinem Ärger Luft gemacht und über die kostenpflichtige (!) Kundendiensttelefonleitung eine arme, unschuldige und unbeteiligte Kundendiensttelefonleitungsbenutzerbeschwichtigerin beschimpft, also eine stets und in allen Situationen freundliche Dame, deren undankbare Aufgabe es ist, wütende Kunden wie mich zu ertragen, zu beschwichtigen und gegebenenfalls zu vertrösten.

In meinem Fall sieht das Resultat so aus, dass mir aufgetragen wurde, die zehn (!) irrtümlich zugestellten Sendungen im Milchkasten zu deponieren. Der Postbote werde avisiert, diese ebenda zu behändigen und richtig zuzustellen. Ja, hatte die Telefondame mit mir ein Einsehen, grad ganze zehn falsch zugestellte Sendungen seien schon ein bisschen viel.

Jedenfalls muss ich meinen Zorn wohl überzeugend dargelegt haben (und im Nachhinein tut mir das nette Frollein deswegen auch ein bisschen leid), denn die 23 Franken sollten wir nun in Form von Briefmarken zurückerstattet erhalten. Somit wäre zumindest der finanzielle Aufwand gedeckt. Aber ein unguter Beigeschmack bleibt: Können die Postmitarbeiter wirklich derart überarbeitet sein, dass sie bei ganzen zehn Briefen und Zeitschriften die Adresse nicht richtig lesen können oder haben sie einfach ihre Arbeit nicht im Griff? Das waren ja nicht irgendwelche handgekrakelten Hieroglyphen, sondern computererzeugte Druckbuchstaben in schönstem Schwarz-auf-Weiss.

Wie auch immer. Für mich hat sich der Fall vorerst erledigt. Beenden wir nun das Staatsbetriebsbashingniedermachen.

Nun gut, auf die Briefmarken warte ich noch. Es könnte ja sein, dass die nicht ankommen. Dann würde ich wohl nochmal zum Telefon greifen müssen. Das wünsche ich den Kundendienstmitarbeiterinnen und Kundendienstmitarbeitern aber nicht.

Schweizer Post! Also ehrlich!

Eine Bande von Idioten seid ihr, um mit Klaus Kinski zu sprechen!

Der gut informierte Leser weiss, dass ich nicht gerade begeistert bin vom Service, den einem die Schweizer Post bietet. Nun ist heute aber Montag und die restliche zurückbehaltene Post wurde uns zugestellt.

Und noch ein ganzer Haufen mehr. Siehe:

Alles Post, die nicht für uns bestimmt ist.
Fremde Post in unserem Briefkasten.

All diese Sendungen sind nicht für uns bestimmt. Darunter befinden sich zum Beispiel ein Couvert mit Abstimmungsunterlagen und ein Brief des Kantons, der ja durchaus auch wichtige Dokumente enthalten könnte.

WAS GENAU LÄUFT HIER EIGENTLICH!? Ich bin ein wenig aufgebracht. Nicht nur, dass wir uns nun um den ganzen Kram kümmern müssen, nein, ich meine: Wer garantiert mir denn, dass wir auch all unsere Post erhalten haben und nicht die Hälfte nun in irgend einem anderen Haushalt gelandet ist?

Ich will mein Geld zurück. Skandal! Wo kann ich mich beschweren?

Liebe Schweizer Post!

Liebe Schweizer Post!

Da macht man bei euch einen sündhaft teuren Rückhalteauftrag, oder wie auch immer man das nennt, wenn ihr die Post bei euch in einer der immer weniger werdenden Filialen aufbewahren sollt, bis das Datum erreicht ist, das man auf eurer Webseite beim Erfassen des – wie erwähnt – surreal kostspieligen Auftrages eingegeben hat, und dann kommt man zwei Tage vor dem angegebenen Zustelldatum nach Hause und findet ein Couvert im Briefkasten mit folgendem Aufdruck:

Aufdruck Rückhalteauftrag
Heute ist der 14. Februar. Ist das denn wirklich so schwierig?!

Und dafür habe ich nun also tatsächlich 23 Franken bezahlt. Zugegeben – 10 davon waren der Express-Zuschlag, weil der Auftrag erst wenige Tage vor Inkrafttreten erfasst wurde. Und 5 Franken waren der Zuschlag für den zweiten Erwachsenen im Haushalt. Ein blutter Auftrag ohne Express und für nur einen Erwachsenen kostet demnach 8 Franken. Und trotzdem landet der Brief schon im Briefkasten, obwohl er doch erst am Montag zugestellt werden sollte und nicht schon am Samstag?

Ich kann sogar noch ein Beweisstück anfügen, nämlich einen Screenshot aus der PDF-Auftragsbestätigung:

Schwarz auf weiss steht’s: Datum der Zustellung ist der 15. Februar 2021. Oder hätte es sein sollen.

«Die Post bewahrt die Sendungen bis zur Rückkehr sicher auf.» steht auf der Infoseite geschrieben. Da müsste jetzt noch ergänzt werden, dass die Aufbewahrung duchaus auch im Briefkasten des Empfängers stattfinden kann.

Kriege ich nun wenigstens Rabatt?!

Wer kann Hülf’ mir bieten?

Zum Einstieg gleich ein Bild:

Eine Schlucht am Finger.

Das Problem wird offenbar: durch die Haut meiner Fingerkuppe zieht sich eine Replika des Grand Canyon. In der Länge etwas gestaucht, in der tiefe jedoch exakt dem Original entsprechend. Und das schmerzt. Und mit jedem Mal Händewaschen oder Geschirrspülen wird es schlimmer.

Natürlich versuche ich, diesen Marianengraben mit Handcrème aufzufüllen, aber den ganzen Tag mit Schmiere an den Händen herumstolzieren ist für einen Dreifachvater und Computertastaturbenützer ein Ding der Unmöglichkeit.

Was tun?

Hier kommst Du ins Spiel, Leser, Leserin. Kennst du eine Salbe, eine Crème, eine Tinktur, ein Wässerchen, ein probates Hausmittelchen, mit dessen Hilfe ich die Spaltung meiner Haut – die sich nota bene auch auf andere Finger ausgedehnt hat – überwinden kann? Wisse aber, bevor du mir in einem Kommentar deinen Ratschlag zuteil lassen kommst, dass deine Empfehlung den Yuka-Test bestehen sollte. Nicht so, wie mein Strandmatten-Haarwachs, der auf das glamouröse Resultat von 1 Punkt kommt.

Das schmiere ich mir regelmässig ins Haupthaar.

1 Punkt … und den massiere ich mir regelmässig ins Kopfhaar. Das erklärt dann wohl einiges.

Und nun freue ich mich auf hilfreiche Kommentare!

Rumpumpel!

Die seit geraumer Zeit herrschende Niedrigfrequenz neuveröffentlichter Beiträge auf diesem Blog lässt den Leser, die Leserin erahnen, dass es eines besonderen Anlasses bedarf, um mich zum Schreiben zu bringen. Dies nicht etwa aus anhaltender Unlust, viel eher ist die Zeit knapp.

Doch, siehe! – es geschah gestern nun etwas derart Aussergewöhnliches, dass ich einfach nicht umhin komme, davon zu berichten. Nur schon, um in 50 Jahren rekonstruieren zu können, wann dieses Ereignis stattgefunden hatte. Es war so:

Ich war gestern Abend noch ein bitzeli am Arbeiten und liess mir von Duke Ellington die Kopfhörer beschallen, als es plötzlich knallte, als ob ein starker Windstoss eine Türe mit einer Heftigkeit zugeknallt hätte, dass es einem die Barthaare glättet.

Meine Kopfhörer dämpften das Geräusch derart, dass ich es nicht genau einordnen konnte, und so stand ich mal auf und wandelte durchs Haus, um nach dem Rechten zu schauen, doch alles war so, wie es sein sollte – abgesehen von den erwachten Familienmitgliedern. Gewackelt und gebebt habe es, vernahm ich. Doch da alles noch an seinem Platz zu sein schien, begab ich mich wieder ins Büro und der Rest der Familie schlief weiter.

Doch was beschied mir das Radio heute Morgen in den Nachrichten? Ein Erdbeben habe es gegeben, und wahrlich: «In Bern bebte nachts die Erde» titelt SRF (und ich merke an: «Bebte»? – Doch wohl eher «bab«!). Und auch der schweizer Erdbebendienst tschurr zwi:

Erdbeben in Bremgarten. Mein erstes Mal!

Damit hätte ich dann gleich auch noch ein weiteres Erstes Mal erlebt: Die Verlinkung eines Gezwitschers auf diesem Blog ist für mich eine Novität.

… womit sich sich denn die Thematik auch schon erschöpft und ich meiner Website wieder ein halbes Jahr Ruhe gönnen kann. Gute Nacht und einen schönen Dornröschenschlaf wünsche ich.